Schon seit einigen Monaten führt WhatsApp die Listen der beliebtesten Smartphone-Anwendungen auf allen mobilen Plattformen an, oder gesellt sich zumindest in die Top 10. Und das, obwohl der Messaging-Dienst gerade einmal junge vier Jahre auf dem Buckel hat.

An der stetig steigenden Beliebtheit konnte auch die Umstellung auf ein Bezahlmodell nichts ändern, denn seit wenigen Wochen müssen nicht nur Android-Nutzer einen jährlichen Beitrag leisten, auch iOS-User werden zur Kasse gebeten. Wie der Co-Gründer und CEO von WhatsApp, Jan Koum, im Gespräch mit AllThingsD bekannt gab, konnte man in den letzten Wochen erneut ein ordentliches Wachstum verbuchen.

Demnach könne die App auf eine stolze Nutzerschaft von über 300 Millionen aktive Nutzer pro Monat zurückblicken. Vor gerade einmal vier Wochen zählte der Dienst noch etwa 250 Millionen Nutzer. Damit konnte WhatsApp binnen kürzester Zeit 50 Millionen neue Anwender für sich gewinnen. Die 300 Millionen aktiven Nutzer sollen täglich über elf Milliarden Nachrichten über WhatsApp verschicken und 20 Milliarden Nachrichten empfangen.

Die Zahl der empfangenen Meldungen ist deswegen deutlich höher als die der gesendeten Kurzmitteilungen, da diese an mehrere Gruppen-Empfänger geschickt werden können. Im Juni sah die Bilanz noch an ganz anders aus: Damals wurden über 8 Milliarden Nachrichten an 12 Milliarden Empfänger versandt.

In Deutschland soll WhatsApp auf 20 Millionen Smartphones zum Einsatz kommen. In vielen Ländern liegt die Verbreiterung sogar bei fast 70 Prozent aller Smartphone-Nutzer.

Sprachnachrichten über WhatsApp verschicken

Um auch in Zukunft großen Anklang unter den Nutzern zu finden, planen die Entwickler eine Push-to-Talk-Funktion -– ähnlich wie es aktuell schon über Facebook möglich ist. Laut Koum sei die Funktion bereits fertig und in den vergangenen sechs Monaten sein Lieblingsprojekt gewesen. Anders als bei Facebook, wo drei Klicks bis zur Spracheingabe nötig wären, soll das Versenden von Sprachmitteilungen über WhatsApp deutlich schneller von der Hand bzw. dem Mund gehen.

Lediglich das Mikrophon-Symbol müsse mit dem Finger gedrückt werden, dann könne die Spracheingabe getätigt werden. Nach dem Loslassen wird die Sprachnachricht sofort über WhatsApp verschickt. Ein Limit bei Länge oder Dateigröße soll es nicht geben.

Die neue Push-to-Talk-Funktion soll bereits heute als Update auf allen Plattform (iOS, Android, Windows Phone, BlackBerry und Nokia) Einzug halten. Gleichzeitig will man im Gegensatz zu Facebook, Twitter oder asiatischen Konkurrenzprodukten weiter an der Werbefreiheit seines Dienstes festhalten.