Der einstige Marktführer für Smartphones Research In Motion (RIM) steckt seit einiger Zeit in einer tiefen Krise. Erst im Januar übergab der Firmengründer Mike Lazaridis das Ruder an Thorsten Heins, in der Hoffnung, die kanadische Firma wieder zu einer treibenden Kraft im Smartphone-Geschäft zu machen. Obwohl sich der Aktienwert in den letzten sechs Monaten halbierte, sieht Heins die Zukunft des BlackBerry-Herstellers positiv.

Thorsten Heins sagte in einer Radio Show der Canadian Broadcasting Corporation (CBC), dass die Firma in ihrem jetzigem Zustand gut dastehe. Dabei rede er nicht von RIM, wie er es übernommen hatte, sondern von der Firma im Juli 2012.

Tatsächlich steht RIM derzeit an einem Scheideweg. Einerseits musste der Hersteller im abgelaufenem Quartal einen Verlust von 192 Millionen US-Dollar hinnehmen und kündigte an, dass man ein Drittel der Belegschaft entlassen werde, andererseits arbeitet RIM derzeit an der Plattform BlackBerry 10, mit der man sich eindrucksvoll zurückmelden möchte.

"Wir befinden uns gerade in einer Umbruchsphase. Ich denke, dass wir erfolgreich daraus hervorgehen werden," sagte Thorsten Heins, CEO Research In Motion

Börsenanalysten bewerten die Zukunft RIMs dagegen negativ. Der Aktienwert ist seit dem Höchststand von 147 US-Dollar pro Aktie im Jahr 2008 auf 7,45 US-Dollar pro Aktie geschrumpft. Darüber hinaus wird befürchtet, dass die verzögerte Entwicklung der neuen Plattform zu größeren Gewinneinbußen bis hin zum Ende des einstigen Push-Mail-Primus führen könnte.