Eure Grafik schwächelt? Dann muss mehr Power her. Fragt sich nur: Wieviel wollt und wieviel müsst ihr dafür ausgeben? Wir sagen, was ihr wirklich braucht und was euch der Spaß kostet - hier kommen die optimalen Grafikkarten für alle Ansprüche.

Jeder Spieler kennt das Problem. Ein neues Spiel gekauft, mit Vorfreude installiert und dann die Enttäuschung: Das Bild ruckelt und zuckelt, weil die Kraft des Systems nicht mehr ausreicht. In vielen Fällen ist es die Grafikkarte, die den neuen Gaming-Stoff nicht verdauen kann. Ebenfalls ein häufiges Ärgernis: Ihr habt einen preiswerten Komplett-PC erstanden, legt den schicken Full-HD-Film ein und dann gibt's Dia-Show statt Kino-Action. Viele Hersteller setzen bei sehr günstigen Rechnern meist auf lahme Prozessoren und Onboard-Grafik, die nicht dazu in der Lage sind, HD-Inhalte ausreichend schnell zu dekodieren.

Grafikkarten-Vergleich - Gut und günstig: die besten Power-Grafikkarten ab 45 Euro

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Die Karten werden neu gemischt: Welche Preisklasse darf es sein?
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Die einfache Lösung

Eine neue Grafikkarte bringt Schwung in euren PC und verhilft dem alten Rechenknecht zu neuem Leben. Egal ob ihr spielen möchtet, YouTube-Videos in HD anschauen wollt oder die möglichst ultimative Grafiklösung sucht - bei unseren Empfehlungen in drei Preisklassen ist für jeden sicher die passende Grafikkarte dabei.

Für Full-HD-Filme und mehr: Grafikkarten bis 50 Euro

Für 50 Euro bekommt ihr bereits eine anständige Grafikkarte, mit der ihr hochaufgelöste Videos anschauen könnt. Die Power reicht in der Regel auch für ein kleines Spielchen zwischendurch.

Empfehlung: MSI Radeon HD 4650

Im günstigsten Segment hat AMD die Nase vorne. Derzeit überzeugt vor allem die Radeon HD 4650 (ATI RV730) mit einem fantastischen Preis-Leistungs-Verhältnis. Die MSI-Karte ist mit 512 MByte DDR2-Speicher ausgestattet und wird in einem PCI-Express-Slot betrieben. Die weiteren technischen Daten entsprechen dem Niveau einer Einsteiger- bis Mainstream-Karte: So takten die GPU und die Shader mit einer Frequenz von 600 MHz, während der Speicher mit 500 MHz Realtakt betrieben wird. Die GPU unterstützt DirectX 10.1 und somit auch das Shader-Modell 4.1.

Grafikkarten-Vergleich - Gut und günstig: die besten Power-Grafikkarten ab 45 Euro

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MSI Radeon HD 4650: Grafikkarte für Full-HD-Filme
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Fazit

Die Karte richtet sich ganz klar an Einsteiger- und Mittelklasse-Rechner. Zum Spielen ist sie nur bedingt geeignet - ältere Games sind damit jedoch kein Problem, wenn ihr auf die höchste Detailstufe und Kantenglättung verzichten könnt. Wenn ihr euren Rechner fit für Full-HD machen oder eine schwache Onboard-Grafik ersetzen wollt, liegt ihr mit der MSI Radeon HD 4650 goldrichtig.

Preis: ab 45 Euro

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Leadtek PX9500GT: Gute Alternative zur AMD-Karte
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Alternative: Leadtek PX9500GT

Wenn ihr keine AMD-Karte wollt, greift ihr am besten zur Nvidia Geforce 9500 GT. Die kostet ebenfalls deutlich weniger als 50 Euro und bietet vergleichbare Leistungsmerkmale. Daher richtet sie sich auch vornehmlich an Einsteiger und Anwender, die ihre Onboard-Grafik gegen ein separates Modell austauschen wollen, um beispielsweise den Arbeitsspeicher zu entlasten. Die Leadtek-Grafikkarte kommt mit 512 MByte DDR2-Speicher, der mit 500 MHz Realtakt betrieben wird. Der Speicher ist über ein 128 Bit breites Interface an die GPU angebunden. Letztere taktet mit 550 MHz, die Shader mit 1.400 MHz. Nvidia-typisch wird nur DirectX 10 unterstützt.

Fazit

Auch die Geforce 9500 GT könnt ihr bedenkenlos in euren Tower schrauben, wenn ihr wenig Geld ausgeben wollt. Hier handelt es sich ebenfalls um keine echte Spieler-Grafikkarte; Crysis-Zocker werden definitiv enttäuscht sein. Vorteile gegenüber der AMD-Grafikkarte gibt es kaum - daher bleibt die Entscheidung zwischen Radeon und Geforce auf diesem Preisniveau eine reine Geschmackssache.

Preis: ab 45 Euro

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Günstige Gaming-Power: Grafikkarten bis 100 Euro

Ordentliche Spieler-Grafikkarten gibt es bereits für unter 100 Euro. Damit könnt ihr alle aktuellen Spiele ausreichend flott spielen; grafische Überflieger solltet ihr hier aber nicht erwarten.

Empfehlung: Sparkle GF GTS 250

Die Sparkle Geforce GTS 250 ist unsere Empfehlung, richtet sich an Spieler und bietet gute Leistung. Hinter der Bezeichnung 'GTS 250' versteckt sich eine Geforce 9800 GTX+ mit 512 MByte GDDR3-Grafikspeicher (1.150 MHz Taktfrequenz), die auf der G92b-GPU (760 MHz Takt) basiert. Somit ist die Karte im Vergleich zu den Standardwerten leicht übertaktet. Sie ist mit 128 Shader-Prozessoren (1.836 MHz) ausgestattet - ausreichend für alle aktuellen PC-Spiele. Der Speicher ist über ein 256 Bit breites Interface an den Grafikchip angebunden und schaufelt Daten flott hin und her. Normalerweise kosten Grafikkarten auf Basis des Chipsatzes rund 120 Euro. Das Sparkle-Modell gibt es jedoch bereits ab 95 Euro - ihr spart also gut 25 Euro.

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Sparkle GF GTS 250: Flotte Nvidia-Grafikkarte für Zocker.
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Fazit

Wer viel Leistung fordert, ist bei der Geforce GTS 250 gut aufgehoben. Während die Geforce in niedrigen Auflösungen und ohne Anti-Aliasing stets die Nase vorne hat, trumpft unsere Alternative - die Radeon HD 4850 - ab nativer 22-Zoll-TFT-Auflösung (1.680 x 1.050) und zugeschalteten Bildverbesserungen oftmals auf. Unterm Strich ist die GTS 250 jedoch die etwas flottere Karte und somit unsere Empfehlung.

Preis: ab 95 Euro

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Sapphire Radeon HD 4850: Sehr flotte Grafikkarte für Gamer.
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Alternative: Sapphire Radeon HD 4850

Die Sapphire Radeon HD 4850 mit 512 MByte Speicher richtet sich primär an Spieler und bietet starke Leistung zum kleinen Preis. AMD verbaut in der Radeon HD 4850 aktuelle Technologie. Die GPU ist im modernen 55-nm-Verfahren gefertigt; insgesamt 956 Millionen Transistoren besitzt der neue Chipsatz. Der Grafikprozessor werkelt mit einer Taktfrequenz von 625 MHz, die 512 MByte GDDR3-Speicher arbeiten mit 1 GHz DDR-Takt. Der Speicher ist über ein 256 Bit breites Interface angebunden. Die RV770-GPU verwendet 800 Stream-Prozessoren, die 1.000 GFLOPS (Gleitkomma-Operationen pro Sekunde) ermöglichen. Die Taktfrequenz der Shader liegt bei 625 MHz. Wie schon bei der Vorgänger-Generation setzt AMD voll auf DirectX 10.1.

Fazit

Sapphire hat mit der Radeon HD 4850 eine echte Perle im Angebot. Die Karte lohnt sich vor allem für preisbewusste Spieler, die ein aktuelles PCI-Express-System mit einem Dual- oder Quad-Core-Prozessor besitzen. Für unter 100 Euro kriegt ihr hier richtig viel Leistung.

Preis: ab 85 Euro

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Besser geht's kaum: Grafikkarten bis 200 Euro

Eine Grafikkarte, die bis zu 200 Euro kostet, gehört bereits zu den Luxusboliden unter allen Modellen und reicht selbst anspruchsvollen Gamern vollkommen aus. Alles, was preislich darüber liegt, mag zwar etwas flotter sein, veraltet aber genauso schnell.

Empfehlung: Sapphire Radeon HD 4890 Vapor-X

AMDs aktuelles Single-Core-Flaggschiff setzt auf eine überarbeitete Version der aktuellen GPU-Generation. Der RV790 ist im 55-nm-Verfahren gefertigt. Der Grafikchip der Vapor-X-Version von Sapphire wird mit einer Taktfrequenz von 870 MHz ausgeliefert. AMD-typisch liegt der Shadertakt der 160 Stream-Prozessoren ebenfalls bei 870 MHz. Die Karte ist mit 1 GByte GDDR5-Speicher ausgestattet, der mit einem Speichertakt von 2.100 MHz betrieben wird. Somit hält sich Sapphire nicht an die Vorgaben des AMD-Referenzdesigns, sondern übertaktet leicht - dank verbesserter Lüftung kein Problem. Über alle Kategorien der Grafikkarten-Bestenliste unserer Partner von chip.de liegt sie in der Gesamtwertung auf einem hervorragenden 5. Platz. Alle Modelle darüber kosten wesentlich mehr.

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Sapphire Radeon HD 4890 Vapor X: Sehr gute Kombination aus Preis und Leistung.
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Fazit

Diese Grafikkarte ist unsere absolute Empfehlung in Sachen Highend-Grafikkarten. Wer nicht nur auf die reine Leistung blickt, sondern auch Geräuschentwicklung und Ausstattung als wichtig erachtet, bekommt hier die optimale Kombination aus Preis und Leistung.

Preis: ab 195 Euro

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Alternative: Gainward GTX 275

Gainward bringt mit der GeForce GTX 275 eine Version des GTX-275-Chipsatzes mit Standard-Taktraten auf den Markt. Die Karte verfügt über 896 MByte GDDR3-Speicher, der mit einer Taktfrequenz von 1.134 MHz Realtakt betrieben wird und über ein 448 Bit breites Interface an den Chipsatz angebunden ist. Die GPU läuft mit 633 MHz Takt. Wie die GTX 285 basiert die neue Karte auf der GT200b-GPU, die mit 240 Shader-Prozessoren ausgestattet ist; der Shadertakt liegt bei 1.404 MHz. Damit positioniert Gainward die Karte primär für die Fraktion der Spieler - alle anderen Nutzergruppen können mit der Power kaum etwas anfangen.

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Gainward GTX 275: Extrem flotte Spieler-Grafikkarte.
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Fazit

Die Gainward GTX 275 ist eine hervorragende Karte für alle ambitionierten Spieler. Der Preis von rund 185 Euro ist für die gebotene Leistung absolut angemessen - für die stärkere GTX 285 müsst ihr bereits 100 Euro mehr ausgeben. Wenn ihr aus euren Spielen das Maximum herausholen wollt, ist unsere Alternative ebenfalls eine gute Wahl.

Preis: ab 185 Euro

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