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Power satt, coole Stromspar-Features, preiswerte und vielfältige Boards: AMDs Radeon HD-5000-Serie bestimmte bislang die Grafikkarten-Hackordnung in Sachen DirectX 11. Doch mit Fermi werden die Karten neu gemischt: Wir lassen Nvidias Geforce GTX 470 und 480 auf die Radeon los!

Highend, Mittelklasse und Einsteiger-Bereich: AMD setzt in jedem der wichtigen Märkte derzeit die Bestmarke und hat ein passendes Grafikkarten-Modell im Anschlag. Schon zum Start von Windows 7 und der neuen Schnittstelle DirectX 11 waren die Top-Modelle Radeon HD 5850 und HD 5870 fertig entwickelt und umgehend im Handel platziert.

Lange Entwicklung, aber endlich fertig

Der Konkurrent Nvidia geriet mit seiner unter dem Codenamen Fermi angekündigten DirectX-11-Generation um ein halbes Jahr in Rückstand – im Rennen gegen AMD schien der Zug schon beinahe abgefahren. Es folgten reihenweise Verschiebungen der Markteinführung und das PR-Debakel der „Hochsicherheits“- Präsentation der Fermi-Karte auf der CeBIT: Keiner der Besucher bekam sie zu sehen, und auch die Fachjournalisten durften sie weder anfassen noch genauer in Augenschein nehmen.

Grafikkarten-Vergleich - Geforce vs. Radeon: Welches ist die beste DX11-Karte?

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Drei Karten für ein Halleluja: Welches ist die beste DX11-Maschine?
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Erst jetzt sind die ersten Nvidia-Grafikkarten auf Fermi-Basis da, obwohl die offizielle Vorstellung bereits einen Monat zurückliegt. Schuld daran ist wohl der Halbleiter-Fabrikant TSMC aus Taiwan, der die Herstellung der GPUs im modernen 40-nm-Verfahren übernimmt: Die Ausbeute an komplett funktionstüchtigen Chips soll katastrophal niedrig sein. Dass Nvidia die Nachfrage unterschätzt hat, schließen wir dagegen aus.

Der Grafik-Dreikampf kann beginnen

Aber lassen wir die Vergangenheit ruhen. Die beiden neuen Modelle Geforce GTX 470 und Geforce GTX 480 müssen sich nun in unserem umfangreichen Test AMDs Single-GPU-Flaggschiff Radeon HD 5870 stellen. Dazu haben wir ein überaus anspruchsvolles Testverfahren ausgetüftelt: Besonderes Augenmerk haben wir dabei auf die Performance unter DirectX 11 gelegt, die Leistung in der Praxis mit diversen aktuellen Spielen gemessen und auch nachgehakt, wie sich die Karten abseits von Leistungs-Benchmarks schlagen. Notebooksbilliger.de hat uns von Point of View eine Geforce GTX 470 und eine Geforce GTX 480 zum Test zur Verfügung gestellt; die Radeon HD 5870 kommt von Sapphire und trägt das effiziente Vapor-X-Kühlsystem auf der Platine.

Am Limit: Radeon & Geforce im Härtetest

Um die Leistung der neuesten Highend-Grafikkarten zu ermitteln, haben wir einen anspruchsvollen Test-Parcours erstellt. Dieser enthält sowohl synthetische Benchmarks als auch grafiklastige aktuelle Games.

Die Leistung einer Grafikkarte ist immer auch abhängig vom System, in dem sie steckt. So kann eine Geforce GTX 480 zusammen mit einem einkernigen Athlon 64 3200+ niemals ihre volle Performance zeigen, da ein schwacher Rechner sie ausbremsen würde.

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HM24 Gaming-PC: Eine gute Grundlage für Tests.
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Unser Testsystem: Highend

Um möglichst wenige Flaschenhälse im System zu haben, nutzen wir ein sehr starkes Basis-System für unseren Test. Der HM24 GamingPC mit AMD Hexacore enthält den AMD-Sechskerner Phenom II X6 1090T, 4 GByte DDR3-RAM, eine 1,5 TByte große Festplatte sowie das Mainboard M4A89GTD PRO/USB3 von Asus mit AMD 890GX-Chipsatz. Als Betriebssystem haben wir Windows 7 Ultimate 64-Bit installiert. Alle Treiber und Updates für Windows wurden nachgerüstet, die Grafikkarte lief mit der Nvidia-Treiberversion 197.41. Für die Benchmarks von Metro 2033 und Aliens vs. Predator lief im Hintergrund das Capturing-Tool Fraps. Weitere Software neben den benötigten Benchmark-Tools und -Games haben wir für den Test nicht installiert.

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Metro 2033: Ideal für DirectX-11-Tests.
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Spielespezifische Tests

Ein spezielles Augenmerk haben wir bei den Tests auf Microsofts neueste Schnittstelle DirectX 11 gelegt. AMD und Nvidia werben beide mit großartiger Performance, wenn DirectX 11 in Verwendung ist. Außerdem gehen wir davon aus, dass sich dieser Standard auf kurz oder lang bei PC-Spielen durchsetzen wird und sogar in einer möglichen neuen XBox zum Einsatz kommen wird. Das ist deshalb wichtig, weil viele Spiele-Hersteller primär für Konsolen entwickeln und daraus einen PC-Port generieren. Weil die XBox 360 lediglich eine modifizierte Version von DirectX 9 nutzt, ist diese Schnittstelle ebenfalls noch weit verbreitet.

Ein typisches Beispiel für DirectX 11 ist der Heaven Benchmark 2.0, der Modi für DirectX 9, 10 und 11 sowie OpenGL anbietet. Ideal, um Grafikkarten in allen wichtigen Umgebungen praxisnah zu testen. Metro 2033 und Aliens vs. Predator unterstützen gleichermaßen DirectX 11 - und das in einer direkten Spiele-Umgebung. Ideal also für unsere Tests.

Wichtige Standard-Tools wie der 3DMark Vantage, PCMark Vantage oder der 3DMark 06 dürfen natürlich auch nicht fehlen, da die Grafikkarten schließlich nicht nur DirectX 11 beschleunigen müssen. Für den Praxis-Check haben wir zudem die beiden hübschen DirectX-10-Spiele Crysis und Just Cause 2 herangezogen.

Die Temperaturentwicklung der Karten messen wir mit dem FurMark 1.8.2. Daneben ermitteln wir noch die Leistungsaufnahme und die Geräuschentwicklung in verschiedenen Betriebszuständen.

Geforce GTX 480: Holt sich Nvidia die Krone?

Für das neue Spitzenmodell mit der Bezeichnung Geforce GTX 480 hatte Nvidia gegenüber AMDs Radeon HD 5870 rund ein halbes Jahr mehr Entwicklungszeit. Ob das neue Rechen-Monster davon profitiert, klärt unser Test.

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Point of View Geforce GTX 480: Erringt die Leistungskrone.
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Die Geforce GTX 480 ist Nvidias Top-Modell und verfügt über 480 CUDA-Cores (Stream-Prozessoren). Während der Entwicklung waren auch 512 Cores im Gespräch; offenbar war dies aus unbekannten Gründen nicht möglich. Die Taktraten sind relativ hoch, fallen aber im Vergleich mit AMDs Flaggschiff (850 MHz GPU-Takt) geringer aus. Die Geforce-GPU arbeitet mit 700 MHz, die Shader mit 1.401 MHz und der VRAM mit 3.696 MHz. Auch beim Speicher-Interface setzt Nvidia einen drauf und spendiert der GTX 480 ein 384 Bit breites Register. Die Karte verfügt weiterhin über 1.536 MByte GDDR5-RAM, die maximale Verlustleistung beträgt rund 250 Watt.

Das getestete Modell kommt von Point of View und entspricht - bis auf die Hersteller-Aufkleber - exakt dem Referenz-Design, das Nvidia vorgibt. Die Leistung von GTX-480-Modellen anderer Board-Partner ist daher weitgehend mit den unten aufgeführten Testresultaten vergleichbar.

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Heaven 2.0 GTX 480 als DirectX-11-König.
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Leistungsergebnisse

Bereits nach einigen Benchmark-Durchläufen war klar: Nvidia hat mit der Geforce GTX 480 die derzeit stärkste Single-GPU-Karte auf dem Markt. Ganz besonders auffällig sind die hohen Ergebnisse unter DirectX 11: So liefert der Heaven Benchmark 2.0 im DirectX-11-Modus durchschnittlich 61,1 Bilder pro Sekunde bei 1.280 x 1.024 (2x AA, 4x AF, High Detail, Normal Tessellation) und 44,7 fps bei 1.920 x 1.080 Pixel und gleichen Einstellungen. Das übertrumpft die Performance der ATI-Konkurrenz (42,5 fps und 33,2 fps) um Längen. Starten wir den Heaven-Benchmark jedoch im DirectX-10-Modus, relativieren sich die Ergebnisse. Hier kommt die GTX 480 auf 86,9 Bilder bei 1.280 x 1.024 Pixel (HD 5870: 83,5 fps) und 71,3 Frames bei 1.920 x 1.080 Bildpunkten (HD 5870: 59,0 fps).

Das Heaven-Ergebnis lässt zwei Schlussfolgerungen zu: Zum einen hat Nvidia seine Fermis voll auf DirectX 11 getrimmt und dafür gesorgt, dass durch den Einsatz mehrerer Tessellation-Einheiten die neuen Features besser und flotter dargestellt werden. Zum anderen lässt die GTX 480 vor allem in sehr hohen Auflösungen (ab 1.680 x 1.050 Pixel) ihre Muskeln spielen und zieht in vielen Belangen an der Radeon vorbei. Konkret bedeutet das: Habt ihr einen 19-Zoll-TFT daheim und könnt auf DirectX 11 verzichten, lohnt sich die GTX 480 absolut nicht und AMD hat teilweise sogar die Nase vorne.

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Hitzkopf: Die GTX 480 wird superlaut und superheiß.
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Temperatur, Lautheit, Stromaufnahme

Bereits im Vorfeld wurde viel spekuliert, was die Leistungsaufnahme der GTX 480 betrifft. Während die Sapphire Radeon HD 5870 Vapor-X (zusammen mit den restlichen Komponenten des Testsystems) unter moderater Last rund 275 Watt Leistung zieht, liegt die GTX 480 bei gleicher Belastung bei etwa 385 Watt - rund 110 Watt mehr! Dieser deutliche Unterschied macht klar, dass Stromsparer bei Fermi an der falschen Adresse sind. Beim Stress-Test mit dem FurMark 1.8.2 wurde unsere Test-Karte außerdem extrem heiß.

Bei kühlem Raum, geschlossenem Gehäuse (samt Lüfter) erhitzte sich die GPU auf rund 105 Grad Celsius. Eine enorme Temperatur-Entwicklung, die zwar beim Spielen üblicherweise selten erreicht wird, aber dennoch besorgniserregend bleibt. Zum Vergleich: Die Geforce GTX 470 erreicht bei gleicher Belastung etwa 93 Grad Celsius - das bleibt im Bereich des Akzeptablen. Den Vogel schießt die GTX 480 jedoch in unserer Lautheitsmessung ab: Als unser Testaufbau bei Volllast etwa 13,3 sone anzeigte, war das Staunen groß. Subjektiv bestätigt sich das Ergebnis: Wird die GTX 480 belastet, ist der Lüfter megalaut - so laut, dass er selbst dann definitiv stört, wenn man ein Headset auf den Ohren hat.

Preis: ab 480 Euro

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Geforce GTX 470: Der neue Preis-Leistungs-Sieger?

Das Schwestermodell der GTX 480 namens GTX 470 präsentiert sich mit etwas weniger Power. Hat die verringerte Komplexität positive Auswirkung auf Stromverbrauch und Lautheit? Unser Test zeigt es.

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Geforce GTX 470: Die kleine Schwester der GTX 480.
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Die zweite neue Geforce trägt den Zusatz GTX 470 und ist eine abgespeckte Version der GTX 480. Die kleinere Highend-Version trägt 448 Stream-Prozessoren auf der GPU, die Nvidia "CUDA-Cores" nennt. Der Takt des Grafikchips liegt bei 607 MHz, der Shader-Takt bei 1.215 MHz und der Speicher wird mit effektiven 3.348 MHz betrieben. Nvidia setzt auch bei diesem Modell auf GDDR5 und verbaut insgesamt 1.280 MByte des selbigen auf dem Board. Dieser wird über ein 320 Bit breites Speicher-Interface an den Rest der Karte angebunden. Die maximale Verlustleistung (TDP) liegt leicht unter 225 Watt.

Das getestete Modell kommt von Point of View und entspricht - bis auf die Hersteller-Aufkleber - exakt dem Referenz-Design, das Nvidia vorgibt. Die Leistung von GTX-480-Modellen anderer Board-Partner ist daher weitgehend mit den unten stehenden Testresultaten vergleichbar.

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Metro 2033: Verwendet nicht übermäßig viel Tessellation.
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Leistungsergebnisse

Da die Geforce GTX 470 auf der gleichen Architektur wie die GTX 480 basiert, besitzt sie ähnliche Vor- und Nachteile, was die Technologie der GPU betrifft. So erwarteten wir beispielsweise starke Werte unter DirectX 11, die im Test der Heaven 2.0 Benchmark (bekannt für hohe Tessellation-Last) auch bestätigt. So erreicht die kleine Fermi im DX-11-Modus bei 1.280 x 1.024 Bildpunkten 49,0 Bilder pro Sekunde (2x AA, 4x AF, High Detail, Normal Tessellation), während die eigentlich flottere Radeon HD 5870 lediglich 42,5 Frames schafft.

In allen anderen Engine-Varianten des Heaven 2.0 liegt die HD 5870 jedoch - teils sehr deutlich - vorne. Ein Beispiel: Bei Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Bildpunkte) und DX-10-Modus kommt die GTX 470 auf immer noch gute 47,6 Frames pro Sekunde, während die HD 5870 mit 59,0 fps deutlich davonzieht. Sinkt die Tessellation-Last, schwindet auch der Vorsprung der GTX 470. So etwa bei Metro 2033, das lediglich wenige Objekte mit der Technik berechnet. Bei einer 60-sekündigen Szene im DirectX-11-Modus und mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten kommt die GTX 470 auf lediglich 24,6 fps, während die HD 5870 mit 29,5 fps rund 15 Prozent schneller ist.

Das Ergebnis zeigt auch hier: Die Geforce GTX 470 ist voll auf DirectX 11 und Tessellation ausgelegt, kommt in allen anderen Modi aber nicht an die Power der Radeon HD 5870 heran - unabhängig von der verwendeten Auflösung. Ob sich Nvidia hier nicht verschätzt hat und das Potential von Tessellation zu hoch einschätzt, muss jedoch die Zukunft der Spieleentwicklung zeigen und kann momentan nicht erschöpfend beantwortet werden.

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FurMark: Die GTX 470 bleibt auf moderaten 93 Grad Celsius.
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Temperatur, Lautheit, Stromaufnahme

Die verringerte Komplexität der GPU wirkt sich erfreulicherweise recht deutlich auf die Messungen jenseits der klassischen Benchmarks aus. So wird bereits im Betrieb auf dem Desktop klar, dass die GTX 470 deutlich weniger Strom zieht. Sie verbraucht im Idle-Modus rund 151 Watt; beim Spielen steigt die Leistungsaufnahme auf 312,2 Watt - das entspricht rund 70 Watt weniger als bei der GTX 480. Auf die Dauer sparen Gamer, die gerne jeden Tag mehrere Stunden spielen, ordentlich Geld, wenn sie auf die kleinere Fermi setzen.

Der niedrigere Stromverbrauch steht in direktem Zusammenhang mit der Temperatur der GPU. Wir haben auch diese Karte mit FurMark an die Grenzen gebracht und eine moderate Temperatur von 93 Grad Celsius im Maximum gemessen. Das ist im Bereich des Erträglichen und keineswegs vergleichbar mit dem Spitzenmodell, das 12 Grad heißer wird. Und zuletzt muss Nvidia bei dieser Karte auch den Lüfter nicht so extrem dimensionieren. Mit rund 10 sone ist die Karte zwar auch immer noch recht laut, ein gutes, abschirmendes Headset lässt Zocker den Geräuschpegel jedoch eher ertragen als bei der 480.

Preis: ab 329 Euro

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Radeon HD 5870: Der ultimative Vergleich mit Fermi

Nur weil Nvidia jetzt seine Fermi-Grafikkarten auf den Markt geworfen hat, steht AMD nicht chancenlos da. Im Gegenteil: Die Radeon HD 5870 punktet mit toller Leistung und einem fairen Preis. Wir haben die Karte nochmal genau unter die Lupe genommen.

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Sapphire Radeon HD 5870 Vapor-X: Leicht übertaktet.
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Die Radeon HD 5870 basiert auf AMDs 3D-Chip ATI Radeon HD 5870 in energieeffizienter 40-Nanometer-Bauweise. Trotzdem erzeugen die Bauteile auf der Karte eine so kräftige Abwärme, dass ein großes Kühlsystem her musste. Dadurch ist die PCIe-Karte so breit, dass sie einen zusätzlichen Steckplatz blockiert. Der Grafikchip mit Codenamen RV870 (Cypress) arbeitet normalerweise mit 850 MHz; Sapphire übertaktet ihn in der Vapor-X-Edition leicht auf 870 MHz. Dazu kommen 1.600 Stream-Prozessoren und die GPU greift per 256-Bit-Schnittstelle auf 1-GByte-GDDR5-Speicher zu. Der Speicher der Sapphire-Karte taktet mit 1.250 MHz Frequenz. Die GPU unterstützt natürlich auch DirectX 11 und das Shader-Modell 5.0.

Das Vapor-X-Kühlsystem ist eine Sapphire-eigene Entwicklung und kommt daher nicht bei anderen Grafikarten-Herstellern vor. Diese Technik nutzt einen leistungsfähigeren und leiseren Kühler in Kombination mit einer Kupfer-Bodenplatte, die als Heatpipe fungiert. Die leichte Übertaktung sorgt dafür, dass dieses Radeon-Modell minimal schneller läuft als Karten mit Referenz-Design – signifikante Unterschiede stellen sich hierbei jedoch nicht ein.

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Just Cause 2: Hier liegt die Radeon ganz vorne.
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Leistungsergebnisse

Achtung: Die ermittelten Werte stimmen nicht mit denen überein, die wir in der Bestenliste der PCIe-Grafikkarten vermerkt haben, da wir – explizit für diesen Vergleichstest – einen anderen Testaufbau, andere Benchmarks und Einstellungen verwendet haben. Die Sapphire Radeon HD 5870 Vapor-X muss sich insgesamt nicht hinter der Nvidia-Konkurrenz verstecken. Lediglich im DirectX-11-Betrieb (wie beim Heaven Benchmark 2.0) ist sie schwächer als die Geforce GTX 470. Ansonsten kann sie fast überall gut mithalten und schlägt die GTX 470.

Besonders bei DirectX-10-Games zeigt die Radeon, was in ihr steckt, und ist sogar schneller als die Geforce GTX 480. Beim Wüsten-Benchmark von Just Cause 2 kommt die HD 5870 auf 94,8 Frames pro Sekunde, während die GTX 480 lediglich 92,8 Bilder produziert. Die GTX 470 erreicht hierbei 87,2 fps. Auch beim Grafik-Kracher Crysis nehmen sich AMD und Nvidia wenig. Der GPU-Benchmark (64 Bit) kommt bei der HD 5870 Vapor-X auf 48,3 Bilder und bei der GTX 480 auf 47,4 Bilder – ebenfalls ein leichter Vorteil für die Radeon.

Das Zwischenfazit: Die Radeon HD 5870 ist auch rund ein halbes Jahr nach Release ein absolut konkurrenzfähiges Produkt, zeigt ihre Stärken außerhalb von DirectX 11 und punktet vor allem mit einem ziemlich fairen Preis.

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3DMark Vantage: Setzt die Grafikkarte ebenfalls unter Last.
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Temperatur, Lautheit, Stromaufnahme

Das spezielle Vapor-X-Kühlsystem von Sapphire erlaubt es, die Karte effizienter zu kühlen. Dafür verlangt der Grafikkarten-Hersteller jedoch auch einen Aufpreis von rund 50 Euro gegenüber dem Modell nach Nvidias Referenz-Design. Dennoch lohnt sich diese Investition. So wird der Kühler selbst bei hoher Belastung im 3D-Modus nur rund 4,1 sone laut - ein richtig guter Wert, der selbst mit schwächeren Grafikkarten aus unserer Bestenliste mithalten kann. Außerdem liegen hier Welten dazwischen diesem Betriebsgeräusch und dem Lärm, den die Nvidia-Grafikkarten auf Basis der Fermi-Architektur produzieren.

Das System kühlt desweiteren ziemlich effizient. Mehr als 90 Grad Celsius haben wir in keiner Applikation gemessen. Einen weiteren Pluspunkt verbucht die Radeon bei der Leistungsaufnahme: Im 2D-Betrieb unterscheidet sie sich kaum von der Nvidia-Konkurrenz, setzt aber dennoch den niedrigsten Wert mit 141,8 Watt. Im 3D-Betrieb steigt diese Zahl auf gute 249,1 Watt - wesentlich niedriger als bei Nvidia. Der höchste von uns gemessene Wert während unserer Benchmarks lag bei 285 Watt - immer noch ziemlich gut.

Preis: ab 380 Euro

Bestellen bei amazon: Sapphire Radeon HD 5870 Vapor-X

Empfehlung: Die optimale Highend-Grafikkarte für jeden

Jede der drei von uns getesteten Grafikkarten hat Vor- und Nachteile, wie der Test zeigt. Da stellt sich natürlich die Frage aller Fragen: Zu welchem Modell soll man nun greifen? Wir haben für jeden die passende Antwort.

Eines vorweg: Alle drei Grafikkarten liefern Gamern Leistung satt und lohnen sich auch nur für diese. Ebenfalls klar: Prozessor, Arbeitsspeicher und Mainboard sollten entsprechend dimensioniert sein, um nicht als Flaschenhals die Leistung der Karte einzubremsen. Für Office, die neuesten Musik-Videos auf YouTube oder Blu-ray-Kino am PC braucht man keines der drei vorgestellten Modelle. Hier reicht eine Mittelklasse-Grafikkarte wie die Zotac Geforce GTS 250 für rund 90 Euro oder die Powercolor Radeon HD 5750 für etwa 100 Euro. Damit können Sie sogar die meisten Spiele noch in akzeptabler Qualität (bei hohen Auflösungen) spielen. Auf Kantenglättung, DirectX-11-Features wie Tessellation und hohe Detaildichte müsst ihr dann allerdings verzichten.

Welche für wen?

Im Folgenden fassen wir die wichtigsten Eckpunkte des Dreigespanns nochmals zusammen und geben eine konkrete Orientierung, welche Highend-Grafikkarte für dich die Beste ist.

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Geforce GTX 480: Nur für Highend-Fans.
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Point of View Geforce GTX 480: Die Schnellste

Die Leistungskrone geht an Nvidia. Mit der Geforce GTX 480 hat es das Unternehmen mal wieder geschafft, die schnellste Single-GPU-Grafikkarte auf den Markt zu bringen. Besonders bei DirectX 11, Tessellation und sehr hohen Auflösungen lässt die Super-Fermi ihre Muskeln spielen. Ein weiterer Vorteil ist die Unterstützung von PhysX. Diese Schnittstelle erlaubt es Spiele-Programmierern, Physik-Effekte direkt über die Grafikkarte zu berechnen - die deutlich langsamere CPU wird dadurch stark entlastet. Mittlerweile sind ziemlich viele Hersteller auf den PhysX-Zug aufgesprungen und bieten eine entsprechende Option in ihren Games an. Ganz mies allerdings ist die GTX 480 in Sachen Lautheit. Die Karte macht enormen Krach, der selbst beim Spielen mit Headset noch stört. Auch die Leistungsaufnahme ist indiskutabel hoch.

Für wen?

Geht es nur um Leistung pur, dann dürfte die GTX 480 genau euer Ding sein. Wenn DirectX 11 langsam zum Standard wird und sich Spiele-Hersteller für komplexes Tessellation entscheiden, wird die Fermi weiter davonziehen und die Radeon noch deutlicher hinter sich lassen. Achtet bereits vor dem Kauf jedoch auf eine temperierte Umgebung für die Karte. Ihr Gehäuse sollte extrem gut belüftet sein, um einen ständigen und starken Wärme-Transport zu gewährleisten, damit eure schöne GTX 480 im Eifer des Gefechts nicht plötzlich abraucht. Nicht zuletzt solltet ihr ein Marken-Netzteil mit mindestens 550 Watt euer Eigen nennen. Etwaige Spitzen bei der Leistungsaufnahme können - zusammen mit den restlichen Komponenten - sonst nicht abgefangen werden.

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Geforce GTX 470: Das Rundum-Talent für Nvidia-Fans.
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Point of View Geforce GTX 470: Die Vernünftige

Die kleinere Schwester Geforce GTX 470 ist unsere aktuelle Empfehlung für alle Nvidia-Fans. Bei dieser Karte müsst ihr zwar einige Leistungseinbußen hinnehmen, doch braucht sie weniger Strom, ist leiser und wird weniger heiß. Gerade im Dauergebrauch ist ein Ausfall daher unwahrscheinlicher. In Sachen DirectX 11 schlägt die GTX 470 in vielen Fällen sogar die HD 5870. Genau wie bei der großen Schwester dürfte dieser Unterschied mit dem Einzug von DirectX 11 in zukünftigen Spiele größer werden. Wer vor allem DirectX 9-, 10- oder OpenGL-Games zockt, fährt aktuell mit der fast gleich teuren HD 5870 besser.

Für wen?

Wer auf jeden Fall eine Nvidia-Karte im System haben will und auf prima DX-11-Performance wert legt, sollte momentan zu diesem Modell greifen und die GTX 480 links liegen lassen. Es gibt mit Ausnahme der maximalen Performance nichts, was - im direkten Vergleich - gegen die kleinere Geforce spricht. Achtet auch hier auf ein starkes Netzteil mit mindestens 500 Watt.

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Radeon HD 5870: Die ausgewogenste Karte im Vergleich.
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Sapphire Radeon HD 5870 Vapor-X: Bester Allrounder

Die Radeon HD 5870 im Allgemeinen und die Vapor-X-Version von Sapphire im Speziellen ist der beste Allrounder. Sie stellt zwar nicht die Krone der Grafikkarten-Schöpfung dar, bietet aber extrem viel Leistung zu einem fairen Preis. So gibt es das Premium-Modell aus AMDs Single-GPU-Serie bereits ab rund 350 Euro. Zum Vergleich: Für die in vielen Fällen deutlich schwächere Geforce GTX 470 müsst ihr mindestens mit dem gleichen Betrag rechnen - zumindest noch so lange, bis ausreichend Modelle bei den Händlern verfügbar sind und dann die Preise sinken. Bei der DirectX-11-Performance muss die Radeon dagegen Federn lassen und wird selbst von der kleinen Fermi teils deftig überholt. Die Gründe liegen in der Architektur und der Ausrichtung. Nvidia sagt klar, dass DirectX 11 die Zukunft ist und hat alle Fermis vor allem darauf ausgelegt, während AMD seine aktuellen Grafikkarten überall performant gestaltet. Außerdem liegt die HD 5870 bei der Leistungsaufnahme und der Lautheit um mehr als nur eine Nasenlänge vorne.

Für wen?

Die Radeon HD 5870 eignet sich für jeden Spieler, der aktuelle Games mit allen Facetten erleben und auch für die Zukunft gerüstet sein will. Nur wer eine absolute Abneigung gegen AMD und seine Hardware hat, dürfte mit dieser Karte nicht vollends glücklich werden. Auch Preisjäger und Stromsparer liegen hier goldrichtig. Die AMD-Karte bietet insgesamt ein sehr ausgewogenes Bild und hat nirgends wirklich gravierende Schwächen. Daher ist die Radeon HD 5870 der Gesamtsieger unseres Vergleichs.

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