Wer sich nicht permanent informiert, verliert schnell den Überblick bei den Grafikkarten. Neue Chipsätze erscheinen fast im Wochenrythmus. Wir zeigen euch, welche aktuellen Grafikkarten ihr Geld wert sind und was die Zukunft bringen wird.

Vielleicht habt ihr euch schon mal die Frage gestellt, welche Grafikkarte das richtige Modell für euren Rechner ist. Bevor ihr euch blind für eine Karte entscheiden, solltet ihr euch fragen, was ihr damit machen wollt.

Grafikkarten-Vergleich - Aktuelle Top-Modelle und künftige Kracher

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Im Wochenrhythmus erscheinen neue Modelle. Wer soll da noch den Durchblick behalten?
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Interessiert ihr euch für die neuesten 3D-Shooter und wollt diese auch in voller Grafikpracht genießen? Auch für zukünftige Top-Titel soll die Power eures Rechners noch ausreichen? In diesem Fall solltet ihr den Kauf einer Highend- oder mindestens Mittelklasse-Grafikkarte in Betracht ziehen. Ein billiges 50-Euro-Modell reicht in der Regel nicht aus - vor allem dann nicht, wenn ihr einen großen TFT-Monitor euer eigen nennt.

Wir geben euch einige Tipps an die Hand, wie ihr die richtige Grafikkarte findet, ohne dabei zuviel Geld auszugeben. Außerdem bieten wir euch einen kleinen Einblick darüber, was die großen Hersteller dieses Jahr vorhaben.

Die starke Mittelklasse: Günstige Gaming-Power

Die Mittelklasse ist derzeit vor allem preislich interessant. Die Karten bieten starke Gaming-Power zum Preis von rund 150 Euro oder gar darunter. Wir stellen euch die besten Karten dieser Klasse vor.

Viele Spieler wollen keine 250 Euro oder mehr für eine Grafikkarte ausgeben. Das haben auch die Hersteller erkannt und setzen auf pfeilschnelle Mittelklasse-Karten, die noch vor ein paar Jahren zur Elite der Grafikchips gehört hätten. Allen voran überzeugt die ATI Radeon HD 4850 mit einem hervorragenden Preis-Leistungsverhältnis. Ausgestattet mit 512 MByte Grafikspeicher und toller Technik ist sie das ideale Modell für Auf- und Umsteiger, die ihre Spiele mit vielen Details und hoher Auflösung spielen und zwischen 130 und 150 Euro ausgeben wollen. Wer es noch eine Ecke günstiger will, ist auch bei der Radeon HD 4830 gut aufgehoben. Dieses - in der Leistung leicht beschnittene - Modell bietet ordentliche Werte zum sehr guten Preis von rund 100 Euro. Günstiger kommen Gamer derzeit kaum weg.

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Radeon HD 4850: Für die meisten Spiele schnell genug.
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Auch Nvidia hat zwei interessante Modelle in der Preisregion. Als direkte Konkurrenz zur HD 4850 bietet Nvidia die Geforce 9800 GTX+, eine aufgebohrte Version der Geforce 9800 GTX. Zum Preis von etwa 150 Euro erhaltet ihr schnelle Hardware, die moderne Games in allen Facetten darstellen kann. Problematisch ist die Größe: Das Referenzdesign der 9800 GTX+ ist relativ lang - ihr benötigt daher ein entsprechendes Gehäuse, da es sonst zu Platzproblemen kommen kann. Für etwas mehr als 100 Euro gibt es bereits die Geforce 9800 GT, die einen guten Einstieg in das Gamer-Segment bietet. Den Vergleich zur HD 4830 braucht sie nicht zu scheuen - erst in hohen Auflösungen und zugeschaltenem Anti-Aliasing verliert sie das Kopf-an-Kopf-Duell.

Fazit: In der Mittelklasse ist die Radeon HD 4850 die beste Wahl. So günstig kommt ihr derzeit an keine annähernd schnelle Grafikkarte. Die ersten Modelle beginnen bereits ab 130 Euro. Gamer dürfen ob der Leistungsstärke bedenkenlos zugreifen.

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Highend-Sektor: Vier Modelle vorne dran

Der Premium-Markt für Grafikkarten beginnt bereits bei rund 250 Euro. Hier tummeln sich pfeilschnelle Ein-Chip-Karten und begehrte Lösungen mit zwei Grafikchips. Bei letzteren müsst ihr jedoch deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Den aktuellen Highend-Sektor markieren derzeit vier Karten: Die ATI Radeon HD 4870 ist eine preiswerte Lösung von AMD, die viel Leistung bringt und sich hervorragend für Spieler eignet. Die Radeon HD 4870 X2 ist dagegen ein zweischneidiges Schwert – im doppelten Sinne, versteht sich. Zum einen basiert die Karte auf zwei GPUs, von der jede auf 1 GByte GDDR5-Speicher zurückgreifen kann. Die beiden GPUs sind auf einem Board verbaut und intern über den Crossfire-Standard miteinander verbunden. Die Kehrseite der Medaille: Sie ist sehr teuer. Zwischen 420 und 500 Euro müsst ihr für eine Karte dieser Bauart einrechnen – nicht gerade ein Schnäppchen, zumal es derzeit wenige Spiele gibt, die die Leistungsfähigkeit voll ausnutzen.

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Radeon HD 4870: Gute Highend-Grafikkarte.
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Ebenfalls interessant: Die Nvidia Geforce GTX 260 V2. Diese Karte bietet ein gutes Preis-Leistungsverhältnis und hält auch in Top-Titeln wie GTA IV die Frames-Fahne hoch. Wer auf Nvidia steht, darf derzeit zu dieser Karte greifen. Der letzte Vertreter der Highend-Fraktion ist die Geforce GTX 280. Die Karte ist zwar sehr schnell, liegt preislich jedoch bei gut 350 bis 400 Euro. Hier gilt ähnlich wie bei AMD: Besser zum kleineren Modell greifen und das Geld für späteres Aufrüsten sparen.

Fazit: Der Sieger unter den vier Karten ist die Geforce GTX 260 V2. Sie bietet das derzeit beste Verhältnis aus Preis und Leistung. Nur wenn ihr einen 24-Zoll- oder größeren TFT-Bildschirm habt, hat die Radeon HD 4870 die Nase vorne.

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2009: Die geheimen Pläne von AMD, Intel und Nvidia

Das neue Jahr hat bereits begonnen und die Gerüchteküche weicht bereits ersten harten Fakten. Wir zeigen, was die großen Spieler auf dem Grafikkarten-Markt vorhaben und wie sich Intel bald einklinken wird.

Der Kampf zwischen den beiden Grafikkarten-Giganten AMD und Nvidia wird sich auch 2009 weiter zuspitzen. Nvidia wird bereits im Januar mit zwei neuen Mega-Karten auf den Markt kommen – die Geforce GTX 295 vereint zwei GTX-260-GPUs auf einer Platine und stellt jedem Grafikchip 896 MByte Speicher zur Verfügung. Erste Eindrücke versprechen große Leistung – angeblich sogar schneller als die Radeon HD 4870 X2. Nvidias neues Flaggschiff muss sich aber erst in unserem Testlabor beweisen, bevor wir ein Urteil fällen. Weiterhin wird Nvidia eine neue Top-Karte im Single-Chip-Segment veröffentlichen. Die Geforce GTX 285 wird der offizielle Nachfolger der GTX 280 und soll rund 10 Prozent schneller unterwegs sein. Genaue Daten zu dieser Karte sind bislang nicht bekannt. Sicher ist: Alle wichtigen Karten von Nvidia werden dem Highend-Bereich angehören.

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Geforce GTX 295: Kommt im Januar auf den Markt.
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Über AMDs Pläne für 2009 ist etwas weniger bekannt. Natürlich ist die Radeon HD 4850 X2, eine Zwei-GPU-Karte, die sich leistungsmäßig unter der 4870 X2 ansiedeln wird. Interessant ist vor allem der Preis, der zwischen 300 und 350 US-Dollar (etwa 225 Euro) liegen soll – enorm preiswert für ein Zwei-Kern-Modell. Weiterhin ranken sich Gerüchte um eine Radeon HD 4890, die der 4870 als Königin der Ein-Chip-Lösungen nachfolgen soll. Bislang ist lediglich bekannt, dass sie auf einem höher getakteten RV770XTX-Chip basieren und mit Wasserkühlung ausgestattet sein soll – als direkter Konkurrent zur Nvidia Geforce GTX 280. Das Problem ist nur: Es steht nicht mal fest, ob sie wirklich den Markt erreichen wird. In diesem Preissegment macht sie nämlich auch der HD 4870 X2 Konkurrenz.

Und was ist mit Larrabee?
Intels viel beschworene, eigene Grafikkarte wird auch 2009 auf sich warten lassen. Zwar soll im kommenden Jahr eine Lösung für Notebooks erscheinen, davon erwarten wir uns jedoch keine Leistungskanone. Eine echte, diskrete Grafikkarte wird wohl erst 2010 über den Ladentisch gehen. Bis dahin liefern jedoch AMD und Nvidia ausreichend Futter für leistungshungrige Gamer.