Ende April versorgte NVIDIA heimlich still und leise den OEM- und Notebook-Markt mit neuen Grafikkarten. Nun sind die GeForce GT 630, GT 620 und GT 610 für jedermann erhältlich. Die Kalifornier stellten die drei Grafikkarten zu Wochenbeginn offiziell in Dienst.

Viel erwarten sollte man allerdings nicht, zumal die Grafikschmiede wieder einmal mehr lediglich neue Produktnamen verteilte, denn alle drei 3D-Beschleuniger basieren allesamt auf der älteren „Fermi“-Architektur. Folglich müssen sie auf PCI-Express-3.0-Support verzichten und noch im älteren 40-nm-Verfahren bei TSMC vom Band laufen.

Das schnellste Modell, die GeForce GT 630, bringt es auf insgesamt 96 CUDA-Cores, die mit 1620 MHz angesteuert werden. Der Grafikprozessor selbst agiert mit 810 MHz. Beim Speicherausbau überlässt man seinen Partnern die Wahl, schnellen GDDR5- oder aber langsameren DDR3-Speicher zu verbauen. In beiden Fällen bindet dieser aber über 128 Datenleitungen an. Damit gleicht die GeForce GT 630 einer älteren GeForce GT 440.

Der nächst kleinere Bruder verfügt über die gleichen Eckdaten, muss allerdings bei den Taktraten weitere Abstriche hinnehmen. Hier schreibt NVIDIA Frequenzen für die 96 Shadereinheiten und den Grafikprozessor von 700 respektive 1400 MHz vor. Auch das Speicherinterface ist auf eine Breite von 64 Bit halbiert worden. Dafür sinkt die maximale Leistungsaufnahme laut NVIDIA von 65 auf 49 Watt.

Wer eine noch sparsamere, aber auch langsamere Grafikkarte sucht, kann zur GeForce GT 610 greifen. Sie erinnert mit ihren 48 CUDA-Cores, dem 64 Bit breiten Speicherinterface und Taktraten von 810 MHz stark ein eine NVIDIA GeForce GT 520 und dürfte damit wohl ebenfalls noch auf der älteren GF119-GPU aufbauen.

Grafikkarten - NVIDIA lässt drei neue GeForce-600-Karten vom Stapel

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Sowohl die NVIDIA GeForce GT 630, wie auch die GeForce GT 620 und GeForce GT 610 sollen ab sofort im Fachhandel erhältlich sein. Die ersten Boardpartner haben ihre Ableger schon angekündigt. In unserem Preisvergleich sind die neuen Grafikkarten bereits ab etwa 40 Euro zu haben. Für gerade einmal neun Euro mehr gibt es statt einer GeForce GT 610 aber schon eine GeForce GT 630.