Ende Oktober feiern die ersten beiden Ableger der Radeon-HD-6000-Familie ihren ersten Geburtstag. Da ist es weniger verwunderlich, dass die bekannten Gerüchteküchen so langsam ihren Kessel für die nächsten Spekulationen einheizen. "Southern Islands", so der Codename der nächsten Grafikkarten-Generation von AMD, soll schließlich noch in diesem Jahr das Licht der Welt erblicken.

Grafikkarten - AMD Radeon HD 7000: Erste Spezifikationen schwirren durchs Netz

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Erst vor wenigen Tagen enthüllte man deren Codenamen und will passend dazu nun die Eckdaten zu einigen Modellen erfahren haben. Demnach sollen die AMD Radeon HD 7970 und Radeon HD 7950 auf der "Tahiti"-GPU aufbauen und damit auch auf einer rundum erneuerten Architektur. Konkret führt man hier GCN (Graphics Core Next) und XDR2-Speicher aus dem Hause Rambus an, womit die US-Amerikanische Grafikschmiede noch höhere Taktraten realisieren und verstärkt auf GPU-Computing setzen würde.

Während der schnellere XT-Ableger mit 32 Compute-Units ausgestattet sein soll und damit satte 2048 Rechenwerke zur Verfügung stellen würde, soll die kleinere Pro-Version mit 32 solcher Shadercluster auskommen. Da an eine Shader-Gruppierung wohl acht TMUs angeschlossen sind, reduziert sich auch die Anzahl der Textureinheiten von ehemals 128 auf 120 Texture-Units.

Bei der der Speicherausstattung hingegen soll es zwischen den beiden Radeon-HD-7900-Modellen keine Unterschiede geben. Beide Lösungen sollen hier ein 256 Bit breites Speicherinterface besitzen, an deren Speichercontroller insgesamt 64 Rasterendstufen angeschlossen seien. Einzig bei den Taktraten ergäben sich noch kleinere Unterschiede. Das Modell mit der höheren Bezeichnung soll mit 1000/4000 MHz zu Gange sein, während die AMD Radeon HD 7950 mit 900/3600 MHz geringfügig langsamer getaktet sein soll. Die TDP beziffert der User des chinesischen Expreview-Forums auf 190 respektive 150 Watt.

Die nächst kleineren Modelle sollen mit 1536 und 1408 Streamprozessoren nicht nur weniger Rechenwerke bereithalten und auf GDDR5-Speicher setzen, sondern vor allem auch auf einen altbekannten VLIW-4-Aufbau, welcher aktuell schon auf den Radeon-HD-6900-Karten seinen Einsatz findet. Wie schon bei "Tahiti" soll es zwischen den beiden "Thames"-Ablegern keine Unterschiede in der Speicherausstattung, aber innerhalb der Taktraten geben.

Demnach sollen die neuen Grafikkarten der oberen Mittelklasse mit 960/1450 bzw. 850/1300 MHz arbeiten und über ein 256 Bit breites Speicherinterface verfügen. Die maximale Leistungsaufnahme soll bei 120 und 90 Watt liegen. Deutlichere Abstriche soll man dann bei "Lombok XT" bzw. "Lambok Pro" hinnehmen müssen.

Beide Grafikchips sollen auf nur noch 768 Shadereinheiten und 48 Textureinheiten zurückgreifen und mit einem 128 Bit breitem Speicherinterface sowie 16 ROPs auskommen. Bei den Taktraten fährt man aber weiterhin ein hohes Level und treibt seine kommenden "Lombok"-Chips mit 900/1250 respektive 750/100 MHz an. Dafür fällt die maximale Leistungsaufnahme mit 60 bzw. 50 Watt für die AMD Radeon HD 7670 und 7570 deutlich geringer aus.

Die Crème de la Crème soll "New Zealand" darstellen - vermutlich eine Dual-GPU-Grafikkarte bestehend aus zwei "Tahiti"-Chips. Nähere Details hierzu will man aber noch nicht erfahren haben.