Mit dem heutigen Tag veröffentlicht AMD seine neuen Mittelklasse-Grafikkarten. Zusammen mit dem kleineren Bruder, der Radeon HD 4650, soll die HD 4670 die Vorgängerversion der Radeon-HD-3600-Serie ablösen und die Performance in diesem Preissegment teilweise deutlich erhöhen. Vor ein paar Tagen sickerten die finalen Spezifikationen durch. So sind die 320 Streamprozessoren, das 128 Bit breite Speicherinterface und die 32 Textureinheiten nun amtlich.

Der RV730-Chip wird im 55-nm-Fertigungsverfahren bei TSMC gefertigt und beansprucht 150 mm² auf einem Wafer. Die 514 Millionen Transistoren der HD-4600-Serie werden dabei von einem 50-mm-Radiallüfter gekühlt. Die größten Unterschiede der beiden neuen Karten liegen in Speicherausstattung und Taktfrequenz. Während die Radeon HD 4670 mit 750 MHz daherkommt, muss der kleine Bruder mit 600 MHz auskommen.


Die 512-MB-Variante der HD 4670 taktet mit 1000 MHz. Die 1024 MB große Version, die erst Ende September in den Handel kommt, besitzt nur noch 900 MHz. Bei der Radeon HD 4650 müssen hier deutlichere Abstriche gemacht werden, denn der verwendete DDR2-Speicher liegt mit 500 MHz auf einem deutlich niedrigeren Niveau.

Dafür soll der Stromverbrauch der neuen Mittelklasse-Karten laut AMD erfreulich ausfallen. Die 3D-Beschleuniger sollen weniger als 75 bzw. 60 Watt verbrauchen. Somit muss sich der Käufer keine Gedanken um zusätzliche Stromstecker machen, denn die Versorgung über die PCI-Express-Schnittstelle reicht aus. Preislich setzt AMD für das größere Modell 79 US-Dollar an.

Die Preisempfehlung der Radeon HD 4650 liegt bei 69 US-Dollar. In unserem Preisvergleich wechselt die Radeon HD 4670 mit 512-MB-Speicher bereits für 66 Euro den Besitzer. Wie sich die beiden Karten gegen die NVIDIA GeForce 9500 GT schlagen werden, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Ein erster Test (wir berichteten) und die Tatsache, dass der kalifornische Grafikkartenhersteller ein kleines Update der 9500er-Serie plant (wir berichteten), sehen schon mal sehr vielversprechend aus.