Laut einer Studie hat sich die Zahl der schädlichen Apps im Google Play Store seit 2011 nahezu vervierfacht. Der Anteil an schädlichen Apps, die Google aus dem Store bannt, ist hingegen dramatisch gesunken.

Google Android - Zahl der schädlichen Apps im Google Play Store nahezu vervierfacht

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Wir der Google Play Store von schädlichen Apps überrannt?
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Der Anteil an Smartphones mit Googles Android-Betriebssystem liegt mittlerweile bei über 80 Prozent. Beim Marktstart 2008 betrug der Marktanteil gegen Ende des Jahres gerade mal 4 Prozent. Bei einer derartigen Verbreitung ist es natürlich klar, dass auch die Softwarenachfrage steigt. Gab es zum Start des Google Play Store [damals noch als Android Market] am 22. Oktober 2008 gerade mal 167 Apps, sind es heute nahezu 800.000 Apps.

Und wo viele User unterwegs sind, lauern auch Gefahren. Hier in Form schädlicher Apps, die Spyware oder Trojaner beinhalten. Eine Studie von RiskIQ, einer Online-Sicherheitsfirma hat ergeben, dass sich die Zahl der schädlichen Apps innerhalb von zwei Jahren nahezu vervierfacht hat.

Gab es 2001 noch schätzungsweise 11.000 Apps im Google Play Store, die schädliche Inhalte in sich trugen, so sind es 2013 bereits mehr als 42.000 Apps.

Das größte Risiko bergen dabei Apps, die es dem User erlauben, sein Smartphone zu personalisieren, aber auch Unterhaltungs- und Spiele-Apps seien oft unter den schädlichen Apps vertreten. Zu den schädlichsten Apps gehören Wallpaper Dragon Ball, eine Wallpaper-App, sowie die SPiele Finger Hockey und Subway Surfers Free Tips.

Die beiden Apps Wallpaper Dragon Ball und Finger Hockey stehlen den Angaben von RiskIQ zufolge vertrauliche Informationen von den infizierten Geräten, während Subway Surfers Free Tips durch einen Trojaner namens Air Push die Sicherheitseinstellungen der Geräte so manipuliert, dass die Geräte von selbst Premiumdienste abschließen.

"Das explosive Wachstum an mobilen Apps hat gewisse kriminelle Kräfte aufmerksam gemacht, die neue Möglichkeiten suchen, Malware zu verbreiten, um Betrug, Identitätsklau und den Diebstahl vertraulicher Daten vorzunehmen", so RiskIQs CEO Elias Manousos. Viele dieser Apps nutzen dabei das Vertrauen der User in bekannte Unternehmen und Apps. So versteckten sich in zahlreichen 'Flappy Bird'-Klonen ebenfalls Malware.

Das Fatale an der ganzen Sache sei aber, dass während die Zahl der schädlichen Apps massiv zugenommen hat, der Anteil derer, die von Google wieder aus dem Google Play Store verbannt wird, dramatisch gesunken sei. So habe Google 2011 noch 60 Prozent aller schädlichen Apps aus dem Google Play Store verbannen können. 2013 waren es nur noch knapp 25 Prozent.

Das führe RiskIQ allerdings darauf zurück, dass die schädlichen Apps so massiv zugenommen haben, denn die insgesamte Menge an schädlichen Apps, die Google entfernen konnte, stieg von 7000 Apps im Jahre 2011 auf 10.000 Apps im Jahre 2013.