Googles Android kommt als Betriebssystem auf einer Vielzahl von mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets zum Einsatz. Experten der Universität Ulm haben jetzt eine Sicherheitslücke entdeckt, von der nahezu alle dieser Geräte betroffen sein sollen.
Dieses Leck wird dann gefährlich, wenn offene WLANs genutzt werden.

Angreifer könnten dadurch unter Umständen sämtliche Daten mitlesen, die Nutzer in verschiedenen Anwendungen wie dem Kalender oder der Kontaktliste hinterlegt haben und die automatisch mit Googles Cloud-Diensten abgeglichen werden. Auch Tokens (Authentifizierungsdateien) lassen sich abfangen, Angreifer hätten dann sogar Zugriff auf die betroffenen Anwendungen - darunter nicht nur Google-Apps, sondern z.B. auch das beliebte E-Mail-Programm Thunderbird.

Google soll die Sicherheitslücke in der Zwischenzeit mit Android 2.3.4. (ab Anfang Mai verfügbar, aber auch nicht für alle Geräte) geschlossen haben - das gilt aber noch nicht für alle Anwendungen. Bis die Lücke endgültig geschlossen ist, sollten Android-Nutzer laut den Sicherheitsexperten besuchte offene WLANs löschen (damit sich das Gerät nicht wieder automatisch einloggt), auf die Nutzung offener WLANs vorerst verzichten und ihr Google-Passwort ändern.