Das Massachusetts Institute of Technology veröffentlichte eine neue Studie, mit der ans Tageslicht befördert wurde, dass selbst inaktive Android-Apps Spionage betreiben. Somit bedienen sich die Apps also ungefragt bei den Nutzern, um Daten zu sammeln.

Google Android - Android-Apps spionieren auch bei Inaktivität weiter

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Wer will schon, dass Apps auch im inaktiven Zustand auf Daten zugreifen?
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Dabei sollen vor allem einige der bekanntesten Apps davon betroffen sein: die Spiele Angry Birds, Bowman sowie die Kommunikations-App WhatsApp. Dabei nutzt Angry Birds selbst in seiner inaktiven Phase das WLAN und das GPS des jeweiligen Geräts, um so die Position bestimmen zu können.

WhatsApp hingegen scannt häufiger das eigene Adressbuch, als es überhaupt nötig ist. Dass WhatsApp auf das Adressbuch zugreift, wissen die User natürlich, schließlich stimmt man vor dem ersten Benutzen zu - verwehrt man WhatsApp den Zugriff, dann funktioniert die App auch nicht. Die Nummern werden schließlich auf den Servern von WhatsApp gespeichert.

Bowman geht ebenfalls Schritte, die den Nutzern sauer aufstoßen dürften: Bowman greift im inaktiven Zustand auf die Browser-History zu.

Für mehr Transparenz in der Privatsphäre soll künftig ein neues Ratingsystem der Forscher Zhang und Shih sorgen, wobei sie sich das System erst noch patentieren lassen wollen. Das soll schließlich Informationen darüber liefern, ob und wie sich die jeweilige App an den Daten bedient.

Android wurde für die Studie deshalb genutzt, da es als offene Plattform gute Möglichkeiten zur Recherche bietet. Somit ist also nicht ausgeschlossen, dass die Apps auch bei anderen mobilen Betriebssystemen auf Daten zugreifen, während sie inaktiv sind.