Nachdem zu Beginn des Monats eine gravierende Sicherheitslücke im Android-Betriebssystem von Google die Runde machte, kommt das Smartphone- und Tablet-OS nicht aus den Schlagzeilen. Nun wurde bekannt, dass die neuste Version einen Programmcode enthalten soll, der vom US-Geheimdienst NSA entwickelt wurde.

Der Code sei bereits im Quelltext der jüngsten Android-Version enthalten, die derzeit auf aktuellen Geräten wie dem Samsung Galaxy S4, dem HTC oder dem Google Nexus 4 zum Einsatz kommt. Das bestätigte NSA-Sprecherin Vanee Vines gegenüber dem Branchenmagazin "Bloomberg Businessweek".

Konkret sollen die entsprechenden Zeilen im Programmcode vor Hacker-Angriffen schützen und nicht zum Schnüffeln geeignet sein. Vor allem die eigenen Geheimdienst-Mitarbeiter, die immer häufiger auf ein Android-Smartphone setzen, sollen vor Attacken geschützt werden. Einige Funktionen des NSA-Codes seien aber standardmäßig deaktiviert und müssten erst freigeschaltet werden.

In zukünftigen Android-Versionen sollen die sogenannten "Secuity Enhancements" fester Bestandteil des Betriebssystems werden. Ebenfalls argumentierte die Sprecherin damit, dass Android eine Open-Source-Software sei, deren Quelltext öffentlich zugänglich sei und von jedermann genutzt und weiterentwickelt werden könne. Jeder der wolle, könnte die entsprechenden NSA-Zeilen dahingehend überprüfen, ob der Programmcode nicht doch für Schnüffeleien genutzt werden könnte.