Mal wieder steht Google wegen eines großen Steuertricks in der Kritik. Umgerechnet 8,8 Milliarden Euro soll der Konzern laut der Financial Times im vergangenen Jahr auf die Bermudas verschoben haben, um so Steuerzahlungen zu umgehen.

Google - Googles Steuertrick: 9 Milliarden Euro nach Bermuda verschoben

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Mit Steuertricks kennt Google sich aus.
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Google soll durch diesen Trick seinen Auslandssteuersatz auf fünf Prozent reduzieren, was wiederum deutlich weniger als in Irland wäre, wo das Unternehmen den Großteil seiner internationalen Geschäfte verbucht. Zudem sei dies diesmal deutlich mehr Geld als noch ein Jahr zuvor.

Schon seit Jahren nutzt Google verschiedene Steuertricks, um die Abgabenlast möglichst gering zu halten. Machen kann dagegen anscheinend niemand etwas, denn dieser Steuertrick ist völlig legal - auch Apple, Microsoft und Co. gehen diese Schritte.

Double Irish und Dutch Sandwich werden die Tricks von den Experten genannt, die im Hintergrund kompliziert ablaufen und mit hohem Aufwand betrieben werden. Im Grunde läuft das Ganze über Lizenzgebühren über mehrere Tochtergesellschaften, wovon eine zwar in Irland registriert ist, ihren Sitz aber auf den Bermuda-Inseln hat. Dadurch ist sie nach irischem Recht in Irland nicht steuerpflichtig.

Allerdings verschiebt Google das Geld nicht direkt nach Bermuda, um dadurch noch Quellensteuer zu vermeiden. Stattdessen macht man zwischendurch einen Umweg über die Niederlande.