Mit Google Wave plant der weltweit größte Suchmaschinenbetreiber nicht nur eine völlig neue Art von E-Mail, sondern ganz nebenbei auch gleich noch den offiziellen Nachfolger der virtuellen Post. Google möchte chatten, mailen und gemeinsam an einem Text arbeiten miteinander verbinden.

Google ist der Meinung, dass das Konzept der "alten E-Mail" fast ein halbes Jahrhundert alt ist und es Zeit für eine neue Art der Kommunikation und Online-Zusammenarbeit ist. Im Laufe des Jahres soll Google Wave der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Google Wave - Google zeigt Nachfolger der E-Mail

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 56/581/58
Die Oberfläche von Google Wave sieht sehr aufgeräumt aus.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Den Entwicklern war von Anfang an wichtig, dass Google Wave ein einfach zu bedienendes Konzept erhält. Dabei werden Unterhaltungen ähnlich wie in Google Mail gebündelt und in Form eines Dialoges dargestellt. Weiterhin kann jederzeit ein neuer User zur Unterhaltung hinzugefügt werden.

Bei einer normalen E-Mail hingegen hätte das bisherige Gespräch an den neuen Kontakt weitergeleitet werden müssen. Der neue Konversations-Partner kann dabei eine Art Video anschauen, um den bisherigen Gesprächsverlauf nachzuverfolgen. Bei E-Mails werden Passagen zitiert, indem man sie einfach kopiert. In Google Wave hingegen lassen sich Kommentare an die entsprechenden Stellen setzen, was alle Teilnehmer sofort einsehen können.

Google Wave - Google zeigt Nachfolger der E-Mail

alle Bilderstrecken
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/3Bild 56/581/58
Die Chat-Funktion sieht wie ein klassischer Messenger aus.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Interessant dürfte zudem die Einstellung der Eingaben auf "live" sein, so dass jeder getippte Buchstabe sofort in Wave erscheint. Mit diesen Funktionen möchte Google E-Mails als Chat-System verwenden. Laut den Entwicklern gibt es zwar kein begrenzte Anzahl an möglichen Teilnehmern, doch ab 15 Personen soll es unübersichtlich werden.

Einen weiteren Schritt geht Google durch Zusatzfunktionen. So können etwa Texte und Tabellen aus Googles Online-Office importiert werden, die sich gemeinsam mit Freunden oder Arbeitskollegen bearbeiten lassen. Zusätzlich lassen sich Videos, Karten und Fotos einbinden.

Die Möglichkeiten die Google Wave anbietet sind sehr vielfältig, da auch Mini-Blogs realisiert werden können, die sich auf jeder Website einbinden lassen. Für Entwickler wird Google Wave völlig offen zur Verfügung stehen, um Programmierschnittstellen zu schaffen. Damit lassen sich zusätzliche Programme und Dienste durch Dritthersteller entwickeln. Zudem wird sich jeder einen eigenen Wave-Server aufsetzen können und ist nicht an die Server von Google gebunden. Somit könnten also auch die bisherigen E-Mail-Anbieter mit auf das Pferd aufspringen.