Google Glass ist sicherlich eines der interessantesten Produkte, das noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll. Bereits vor einiger Zeit veröffentlichte Google ein Video zum User-Interface von Glass zum Appetit anregen. Wie weit Googles Head-up-Brille aber ins tägliche Leben eingreifen könnte, das zeigt nun die App InSight, mit deren Hilfe es möglich werden soll, Freunde in großen Menschenmengen, beispielsweise in einer Fußgängerzone oder einem Flughafen aufzuspüren.

Wer nun denkt, dass es sich um eine Gesichtserkennung handelt, der irrt. InSight setzt auf den Kleidungsstil der Bekannten. Vor dem Einsatz muss die App mit aktuellen Bildern gefüttert werden, sodass InSight einen „visuellen Fingerabdruck" zusammenstellen kann. Der Vorteil gegenüber einer Gesichtserkennung: InSight erkennt Freunde auch dann, wenn sie mit dem Rücken zum Glass-Träger stehen und auch eine Erkennung über eine größere Entfernung soll deutlich einfacher sein. Der Nachteil: InSight arbeitet nur in einem zeitlich sehr begrenzten Zeitraum, bis die Kleidung gewechselt wird.

InSight zeigt allerdings schon deutlich vor dem Start was mit Google Glass auf uns zukommen könnte. So praktisch eine Anwendung wie InSight ohne Frage ist (und es werden sicherlich noch einige Apps in diesem Stil kommen), so führt die App in Zeiten von einem immer lockereren Umgang mit persönlichen Daten zu Überlegungen, was noch alles verknüpft abgefragt und weitergegeben werden könnte.

Sicherlich hilfreich wäre da die Verknüpfung der Gesichtserkennung mit dem Facebook-Beziehungsstatus, die Übermittlung von gesuchten Personen an die Behörden und noch Vieles mehr.