Das Bundesland Schleswig-Holstein ist seit Kurzem auf dem Datenschutz-Trip. So versuchen einige Gemeinden, gegen den Vormarsch und die Rundum-Aufnahmen von Google für das StreetView-Programm vorzugehen. So sollen die Aufnahmen zwar nicht illegal sein, jedoch schon an der Grenze zu "unrechtens", meint die stellvertretende Datenschutzbeauftragte Schleswig-Holsteins Marit Hansen.

Probleme sieht auch Ratzeburgs Bürgermeister, denn dadurch ließen sich Adressdaten und Namen mit bestimmten Häusern ohne Probleme verbinden. Werbefluten und Verbrechenswellen sind weitere Ängste, die die Bürger und Politiker haben. Ebenso wenden sich Bürger direkt an Google und beteuern, dass Verbrecher sich schon im Internet ansehen können, wie man am besten in ihre Häuser käme. Die Gemeinde Molfsee hat schon eine Lösung für das Problem. Um gewerbliche Aufnahmen von den Straßen zu machen, bedarf es einer Sondergenehmigung zur Nutzung der Straße, die der Internet-Riese zuvor beantragen muss. Dieser wird ganz einfach von der Gemeinde abgelehnt, sodass keine Fotos ins Internet gelangen. Ob dies Einfluss auf weitere Gemeinden hat, wird sich zeigen.