Autor: Florian Holzbauer

Schnelle Hardware führt zu flotten Games - eine einfache Gleichung. Für einen Gaming-Rechner, der für die Zukunft gerüstet ist, müsst ihr heutzutage etwa 1.000 Euro einplanen. Für das Geld bekommt ihr mindestens zwei Kerne, eine Grafikkarte der Highend-Klasse und 2 GByte Arbeitsspeicher. Das reicht für Grafikkracher wie Age of Conan oder Bioshock prima aus. Selbst den Überflieger Crysis bekommt man in ansprechender Grafikpracht auf den Bildschirm.

Was gehört in einen Spiele-Rechner? Vor allem sollte er über eine großzügig ausgestattete Grafikkarte verfügen. Zwar eignen sich schwächere GPUs auch zum Spielen, für 1.000 Euro darf es aber ruhig mehr sein. Nur ein System in unserem Vergleichstest hatte eine Mittelklasse-Grafikkarte im Gehäuse. Wir bewerten in drei Kategorien: Leistung, Ausstattung und Ergonomie.

Gaming-PCs bis 1.000 Euro - Günstig muss nicht billig sein

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Crysis ist ein echter Hardware-Killer. Doch braucht es auch eine sündteure CPU?
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Da für einen Spiele-Rechner vor allem die Leistung zählt, fließt dieser Wert zu 50 Prozent in die Gesamtnote ein; 30 Prozent gehen auf die Ausstattung und 20 Prozent auf Ergonomie. Selbstverständlich verlaufen die Tests der Rechner praxisnah: Als Referenz-Spiele standen uns Crysis mit Patch 1.2 und das optisch anspruchsvolle Online-Rollenspiel Age of Conan zur Verfügung.

Testsieger: Fujitsu-Siemens Scaleo Pi2666

Vier Kerne, flotte Grafikkarte, 3 GByte Speicher – und das alles für unter 1.000 Euro? Fujitsu-Siemens macht es möglich und zeigt eindrucksvoll, dass Marken-PCs von der Stange mit der Online-Konkurrenz hervorragend mithalten kann. Der neue Scaleo Pi 2666 von Fujitsu-Siemens ist ein Gaming-PC wie wir ihn uns wünschen. Starke Komponenten treffen auf ein ansprechendes Gehäuse und gute Werte in Sachen Stromaufnahme und Lautheit.

Gaming-PCs bis 1.000 Euro - Günstig muss nicht billig sein

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Scaleo Pi2666: Sehr gute Komponenten zum Spitzenpreis.
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Als Prozessor verbaut der Hersteller einen Intel Core 2 Quad Q9300 mit vier Kernen und je 2,5 GHz. Die Nvidia GeForce 8800 GT leistet in allen Spielen gute Dienste; die G92-GPU ist flott und wird von 512 MByte eigenem Speicher begleitet. Hinzu kommen 3 GByte Arbeitsspeicher, Onboard-Sound, ein Mainboard mit Intels P35-Chipsatz, eine große Festplatte sowie zwei optische Laufwerke.

In Sachen Gehäuse-Look ist Fujitsu-Siemens weiterhin zurückhaltend. So ist der Scaleo Pi 2666 weit davon entfernt, ein Augenschmaus zu sein. Eine schwarze Front und ein silberner Gehäuse-Körper sind in Zeiten von Case-Modding nicht zeitgemäß, aber ausreichend. So bekommt man bei diesem Rechner zwar dicke Leistungswerte – herzeigen könnt ihr das Gerät jedoch nicht.

Benchmarks und Messwerte - Fujitsu-Siemens Scaleo Pi2666

Betrachtet man die reine Spiele-Leistung, bekommt ihr hier sehr viel für eure 1.000 Euro: Im aktuellen 3D Mark Vantage schneidet der PC mit 4.947 Punkten ab (Performance-Preset) – ein sehr guter Wert für die Preisklasse. Auch im 3D Mark 06 zeigen sich Bestwerte. In unseren Tests konnten wir mehr als 11.000 Punkte ermitteln. In der Praxis bestätigt sich dieses Bild: Age of Conan konnten wir in hoher Auflösung bei hoher Grafikqualität problemlos spielen.

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Crysis: Auf diesem Rechner absolut kein Problem.
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Selbst in hoch bevölkerten Gebieten ruckelte das Spiel nur selten. Die Ruckler sind auf das Nachladen von Daten auf der Festplatte zurückzuführen. Ebenso schön und pfeilschnell konnten wir Crysis spielen: Bei 1.280 x 1.024 Bildpunkten und den Settings auf „High“ bekamen wir ein konstant gutes und flottes Bild. Bei der Leistungsaufnahme positioniert sich dieses Modell im Mittelfeld der getesteten Systeme.

Im Ruhemodus zieht das System rund 100 Watt, unter Volllast steigt dieser Wert auf 185 Watt. Für einen Gaming-PC sind das zwar noch gute Werte; wollt ihr jedoch einen sehr stromsparenden Rechner euer Eigen nennen, solltet ihr euch einige der Konkurrenz-Systeme anschauen. Positiv fällt auf, dass der Scaleo Pi 2666 selbst unter Volllast lediglich rund 2 sone Lautstärke produziert; in Ruhe liegt der Wert bei etwa 1,8 sone. Praktisch gesehen ist der PC zwar stets hörbar, nervt den Spieler jedoch kaum.

Fazit

Im Fujitsu-Siemens Scaleo Pi 2666 ist alles drin, was ein Spieler braucht. Moderne Komponenten treffen hier auf hervorragende Messwerte und einen angemessenen Preis. Lediglich beim Look darf der Hersteller etwas mehr wagen. Graue Klotz-Gehäuse sind längst von gestern. Dennoch bleibt ein durchwegs gutes Bild: Mehr bekommt ihr für den Preis von rund 1.000 Euro nirgends.

Preis: rund 1.000 Euro

Alternative: Atelco 4media! E8400

Es muss nicht immer Quad-Core sein: Dass man auch mit einem flotten Zweikerner ein blitzsauberes Gaming-System basteln kann, beweist der Online-Händler Atelco. Und dabei gehört der Rechner eigentlich nicht mal zur Gaming-Serie. Groß und wuchtig kommt das Atelco-System daher: Das macht aber nichts, denn das große Coolermaster-Gehäuse beherbergt sehr gute Komponenten, die fast perfekt aufeinander abgestimmt sind. Das Ziel: Ein flotter Gaming-PC für wenig Geld. Wir meinen: Ziel erreicht.

Die Grundlage des 4media!-Rechners ist der Intel Core 2 Duo E8400 – ein Penryn-Prozessor mit zwei Prozessorkernen und 3,0 GHz Taktfrequenz. Außerdem nutzt Atelco eine Grafikkarte der neuesten Generation – die Nvidia GeForce 9600 GT (1024 MByte) ist zwar lediglich im unteren Highend-Bereich angesiedelt, hat in unseren Tests aber durchwegs ansprechende Ergebnisse geliefert.

Gaming-PCs bis 1.000 Euro - Günstig muss nicht billig sein

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4media! E8400: Multimedia- PC wächst über sich hinaus.
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Die weitere Ausstattung beinhaltet 2 GByte DDR2-Speicher, ein Board auf Basis von Intels beliebtem P35-Chipsatz, Onboard-Sound und eine 500-GByte-Festplatte für jede Menge Spiel-Installationen. Auffallend sind die insgesamt 10 USB-2.0-Anschlüsse – so müsst ihr nie befürchten, dass ein externes Gerät keinen Platz mehr findet.

Schick: Das Coolermaster CM960 zeigt sich ganz in schwarz mit perforierter Oberfläche. Im Vergleich zu anderen Testsystemen ist das Gehäuse aber sehr hoch – und findet daher nicht unbedingt in jedem Eck Platz. Davon abgesehen ist das Gehäuse aber durchaus ein Blickfang für Leute, die einen Blick für wohlgeformte Modelle haben.

Benchmarks und Messwerte - Atelco 4media! E8400

Die Konfiguration des 4media! E8400 schraubt sich in Sachen Leistung auf den dritten Platz – denkbar knapp jedoch bereits hinter unserem Testsieger. Deutlich langsamer ist das System lediglich beim 3D Mark Vantage – mit rund 3.800 Punkten erreicht es mehr als 1.000 Punkte weniger als der Scaleo Pi 2666.

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Age of Conan: Mit diesem Rechner prima spielbar.
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Grundsätzlich ist die Grafikkarte mit der reduzierten Anzahl an Shader-Prozessoren die Ursache für diesen durchwachsenen Wert. Einen Bestwert hat das System dennoch: Im Cinebench, der die Leistung der CPU determiniert, erreicht der Core 2 Duo E8400 3.242 Punkte – bei Auslastung eines Kerns. Die Praxis zeigt dagegen ein durchwegs gutes Bild: Age of Conan konnten wir in 1.680 x 1.050 (22-Zoll Widescreen-TFT) und hohen Settings gut spielen.

Vollkommen überzeugt hat uns die Leistungsaufnahme des Rechners. Durch die hochmodernen und stromsparenden Komponenten braucht der 4media! E8400 gerade mal 84 Watt in Ruhe 135 Watt unter Volllast – beides Spitzenwerte. Anders sieht es bei der Geräuschentwicklung aus: 2,1 sone (Ruhe) und 2,4 sone (Volllast) sind zwar nicht schlecht, im Vergleich zur Konkurrenz dennoch zu hoch und damit durchschnittlich.

Fazit

Der Atelco-Rechner konnte uns im Test fast durch alle Bereiche überzeugen. Ein schicker Look paart sich mit aktuellster Hardware, die für einen Media-PC fast schon überdimensioniert sind. Deshalb dürfen preisbewusste Spieler hier zugreifen: Der Rechner bietet satte Leistungswerte für alle aktuellen Games.

Preis: rund 800 Euro

Preistipp: Der Selbstbau-PC von CHIP Online

Rechner von der Stange sind schön und gut – unsere Partner von CHIP Online haben uns jedoch ein eigenes System zusammengestellt und für euch gebastelt. Herausgekommen ist ein besonders preiswerter Rechner, der euch aber auch in aktuellen Spielen nicht im Stich lässt. Unsere Vorgabe: Ein ansprechendes Gehäuse, starke Komponenten und möglichst geringe Geräuschentwicklung und Stromaufnahme: Herausgekommen ist der Gaming-PC von unserem Partner CHIP Online für rund 700 Euro.

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CHIP Online Gaming-PC: Ideal für Sparfüchse.
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Basis unseres Rechners ist das MSI P35 Neo2 mit Intel-P35-Chipsatz. Darauf haben wir einen Core 2 Duo E8200 der neuen Penryn-Generation gesteckt. Als Grafikkarte kommt bei uns ATI zum Einsatz: Die Radeon HD 3870 ist mit 512 MByte Speicher ausgerüstet und bietet ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Weiterhin schrauben wir 2 GByte DDR2-Speicher, eine 250 GByte große Seagate-Festplatte und einen DVD-Brenner ins Gehäuse.

Zugegeben: Eine optische Offenbarung ist das Arctic Cooling Silentium T2 Eco80 nicht, zeigt sich aber deutlich hübscher als normale Midi-Tower. Hinzu kommt der günstige Preis von rund 100 Euro inklusive starkem 550-Watt-Netzteil. Die Front mit Plastik ausgestattet – oben öffnet man den Zugang zum optischen Laufwerk über ein Schwungtürchen. Ansonsten bleibt der Tower bieder-schwarz.

Benchmarks und Messwerte - CHIP Online Selbstbau-PC

Von der Leistungsfähigkeit des Systems waren wir selbst etwas überrascht. So erreicht der Rechner in 3D Mark Vantage etwa 4.000 Punkte beim Performance-Preset. Im 3D Mark 06 erreicht es knapp über 10.000 Punkte. Ergo: Nirgends kann unser selbst zusammengestellter Rechner wahre Bestmarken setzen, platziert sich aber durchwegs im oberen Mittelfeld und verfehlt die Leistungs-Top-3 nur knapp.

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Age of Conan: Zum Testzeitpunkt nur bedingt flüssig.
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Die Games selbst lassen theoretische Benchmark-Werte jedoch kalt: Während wir Age of Conan bei 1.680 x 1.050 Pixeln und hoher Qualität halbwegs flüssig spielen können, müssen wir bei Crysis deutliche Kompromisse eingehen und entweder Detailstufe oder Auflösung herunterschrauben. Die mittelmäßige Leistung unter Age of Conan ist derzeit auf das Spiel selbst zurückzuführen. Entwickler Funcom hat die Unterstützung für moderne Radeon-Karten noch nicht vollendet – diese Modelle liefen zum Testzeitpunkt mit angezogener Handbremse.

In Sachen Ergonomie setzt sich das CHIP-Online-System auf einen guten zweiten Platz. Einen Bestwert setzt es bei der Leistungsaufnahme unter Volllast: Lediglich 125 Watt saugt der PC beim Zocken – ein hervorragender Wert. Auch im Ruhemodus (85 Watt) überzeugt der Stromverbrauch. Bei der Geräuschentwicklung liegt das CHIP-Online-Modell im Mittelfeld mit rund 2 sone in Ruhe und etwas mehr unter Volllast.

Fazit

Der Gaming-PC unseres Partners CHIP Online ist nicht das schnellste System im Test, jedoch das günstigste. Auf Basis eines flotten Core 2 Duo, einer ATI-Grafikkarte und 2 GByte RAM bekommt ihr ein zukunftssicheres System, ohne tief in Tasche greifen zu müssen. Zusammenschrauben müsst ihr den Rechner jedoch selbst.

Preis: rund 700 Euro

Platz 1-6: Alle getestete Systeme im Überblick

Insgesamt sechs Rechner hatten wir in unserem Vergleichstest. Jeder einzelne spricht eine besondere Zielgruppe an – selbst vermeintliche Schnecken überzeugen an anderen Ecken und Enden.

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Scaleo Pi2666: Sehr gute Komponenten zum Spitzenpreis.
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Platz 1: FSC Scaleo Pi 2666

Ausgestattet mit einem Vierkerner, einen schnellen Grafikkarte und 3 GByte RAM zeigt sich der Scaleo Pi 2666 zukunftssicher und superschnell zugleich. In unserem Test überzeugte er durch sehr gute Werte in synthetischen Benchmarks, die sich in der Praxis – beim Zocken an sich – bestätigten. Betrachtet man die Leistungsaufnahme und Geräuschentwicklung, bescheinigen wir dem System einen Platz im Mittelfeld der Ergonomie-Bewertung. Insgesamt hat uns der Scaleo Pi 2666 aber auf voller Linie überzeugt: Für etwa 1.000 Euro zocken Sie aktuelle und zukünftige Titel mit allen grafischen Finessen und hohen Auflösungen.

Gesamtnote: 88,6
Preis: rund 1.000 Euro

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4media! E8400: Multimedia- PC wächst über sich hinaus.
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Platz 2: Atelco 4media! E8400

Wenn euch 1.000 Euro zu viel sind, könnt ihr bedenkenlos zum 4media! E84000 von Atelco greifen. Der Online-Händler verbaut Hardware der neuesten Generation im System: Neben dem Core 2 Duo E8400 findet sich eine Nvidia GeForce 9600 GT im stylischen Coolermaster-Gehäuse. Eine ausgewogene Mischung, die sich besonders bei der Ergonomie bemerkbar macht. Hier zeigt sich die geringste Leistungsaufnahme unter Volllast – ideal für Stromsparer also. Wer lediglich 800 Euro zur Hand hat und dennoch keine Kompromisse eingehen will, darf hier uneingeschränkt zugreifen.

Gesamtnote: 87,6
Preis: rund 800 Euro

Platz 3: CHIP Online Gaming-PC

Es geht sogar noch günstiger: Mit dem Gaming-PC unseres Partners CHIP Online investiert ihr rund 700 Euro für einen flotten Spiele-Rechner. CHIP verbaute einen Core 2 Duo E82000 – aus Intels neuer Penryn-Serie. Außerdem schrauben sie eine ATI Radeon HD 3870 in ihr System, die durch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis glänzt.

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CHIP Online Gaming-PC: Ideal für Sparfüchse.
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Als Gehäuse nutzen sie das Siltentium T2 Eco80 von Arctic-Cooling, das bereits mit einem 550-Watt-Netzteil ausgestattet ist. Die Power des Netzteils ist jedoch gar nicht unbedingt notwendig: In Ruhe und unter Volllast zieht der CHIP-Online-Rechner kaum mehr als 130 Watt. Ein prima Wert, bedenkt man die Power. Der PC eignet sich vor allem für preisbewusste Spieler, die auch einzelne Komponenten nach und nach austauschen und aufrüsten wollen.

Gesamtnote: 81,7
Preis: rund 700 Euro

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Attax Value 1.4: Zweitschnellstes System im Test.
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Platz 4: Alternate Attax Value 1.4

Alternate setzt beim Attax Value 1.4 auf den Zweikern-Prozessor Core 2 Duo E6750 – einer idealen Kombination aus Preis und Leistung. Weiterhin verbaut der Online-Händler eine Nvidia GeForce 8800 GT und eine separate Soundkarte der Marke Creative Soundblaster X-Fi. Das gibt Bonuspunkte – alle anderen Systeme liefern lediglich Onboard-Sound. Zusammen mit 2 GByte DDR2-Speicher platziert sich der Attax Value 1.4 auf Platz 2 der Leistungsbewertung und stellt somit das zweitschnellste System im Test dar. Schwach ist der Rechner vor allem der Ergonomie. Die Leistungsaufnahme von 210 Watt unter Volllast und 135 Watt im Ruhemodus muss in Zeiten des Stromsparens nicht mehr sein. Deshalb: Wer ein sehr schnelles System sucht und keine Angst vor der Stromrechnung hat, darf zugreifen.

Gesamtnote: 78,0
Preis: rund 1.000 Euro

Platz 5: Dell XPS 420

In einem Satz: Ein super ausgestatteter und stylischer Rechner, der sich für Spieler hervorragend eignen würde, wenn eine bessere Grafikkarte verbaut wäre. Letztere sorgt nämlich dafür, dass Dell den letzten Platz der Leistungsskala belegt. Die ATI Radeon HD 3650 ist eine Karte der Mittelklasse und eignet sich nur für ältere Spieletitel oder frustresistente Spieler, die auch vor geringer Grafikqualität nicht zurückschrecken. Fairerweise muss gesagt werden, dass der XPS 420 ansonsten ein prima System ist, das in Sachen Ausstattung den ersten Platz belegt.

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XPS 420: Bestmarke in Ergonomie, jedoch schwache Grafikkarte
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Hierzu gehört der Intel Core 2 Duo E8300 (2,8 GHz), 2 GByte RAM, eine 650-GByte-Festplatte, 2 HDMI-Anschlüsse und ein Board mit Intels X38-Chipsatz. Somit richtet der äußerlich sehr hübsche Rechner vor allem an Multimedia-Nutzer. Spieler investieren die gesparten 150 Euro besser in eine GeForce 8800 GT mit 512 MByte RAM. In der vorliegenden Konfiguration kostet der Dell-PC nämlich rund 850 Euro.

Gesamtnote: 74,8
Preis: rund 850 Euro

Platz 6: Acer Aspire M5630

Ohne Bestwert und mit durchgehend durchschnittlichen Merkmalen zeigt sich Acers Aspire M5630. Der Hersteller verbaut darin den bekannten Core 2 Quad Q6600 – in Zeiten von Penryn etwas nachlässig. Hinzu kommt die schon angestaubte GeForce 8800 GTS mit 320 MByte Speicher auf Basis von Nvidias G80-GPU. Auch hier hätten wir uns ein moderneres Modell gewünscht, wenngleich die Grafikkarte an sich keine schlechten Leistungswerte liefert.

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Aspire M5630: Veraltete Komponenten liefern durchschnittliche Werte.
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Ausstattungsmäßig liegt Acer dennoch gut im Schnitt. Bei rund 200 Watt Leistungsaufnahme unter Volllast zeigt sich die Problematik älterer Hardware, die noch nicht ideal auf Stromsparen konstruiert wurde. Dennoch liegt das System auch bei der Ergonomie im Mittelfeld. Das gleiche Bild zeigt sich bei der Leistung: Befriedigende Werte – durch die Bank. Spielern empfehlen wir den Acer Aspire M5630 daher nicht, da man für das gleiche Geld anderweitig deutlich mehr bekommt.

Gesamtnote: 74,7
Preis: rund 750 Euro

Fazit: Jetzt ist die Zeit, zuzuschlagen

Spiele sind schon seit Beginn des IT-Zeitalters einer der großen Triebmotoren für neue Hardware. Derzeit stehen die Gaming-Sterne so gut, dass wir euch ans Herz legen, euch jetzt für einen Spiele-Rechner zu entscheiden. So günstig seid ihr noch nie zu einem schnellen PC gekommen.

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Selbst Grafikperlen wie Race Driver: Grid laufen auf Vierkernern flüssig.
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Zwei oder vier Kerne - das ist hier die Frage, oder? So einfach zu beantworten ist sie jedoch nicht - nicht mal für Spieler. Unsere Testergebnisse zeigen, dass es nicht immer eine Quad-Core-CPU sein muss, die gute Spiele-Leistung produziert. So hat sich der Atelco 4media! E8400 wacker geschlagen - und das mit einem Zweikerner als Herz. Trotzdem: Gerade im Spielebereich werden sich nach und nach mehrkernige Prozessoren durchsetzen. Wer also jetzt schon auf Nummer Sicher gehen will, greift zu einem Rechner mit Quad-Core - am Besten aus Intels Penryn-Serie oder AMDs Neuauflage der Phenom-Reihe.

Grafikkarte ist am wichtigsten

Für Gamer spielt die Grafikkarte eine enorm wichtige Rolle. Ihr könnt den stärksten Prozessor im System haben - wenn die Grafikkarte nicht entsprechend dimensioniert ist, bringt euch das in modernen 3D-Spielen gar nichts. Wer auch zukünftig hohe Frameraten und fantastische Grafik genießen will, sollte mindestens eine GeForce 8800 GT oder Radeon HD 3870 sein Eigen nennen. Mittelklasse-Karten punkten zwar beim Preis - diese Sparsamkeit rächt sich aber spätestens, wenn ihr Crysis spielen wollt.

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MMOs der Marke Warhammer Online benötigen dringend mehr RAM.
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Die dritte wichtige Komponenten ist der Arbeitsspeicher. Während sich DDR2 bereits zum Standard aufgeschwungen hat, ist vor allem die Menge entscheidend. Ausreichend ist derzeit zwischen 2 und 3 GByte. Mehr lohnt sich kaum, da ihr sonst ein 64-Bit-Betriebssystem installieren müsst. Gerade im Bereich der Online-Rollenspiele empfehlen wir euch 3 GByte RAM - hier werden massiv große Datenmengen bearbeitet, die bei zu geringer RAM-Menge auf der Festplatte zwischengespeichert werden. Das Ergebnis: Der berüchtigte Ruckel-Teufelskreis.