Gaming-Gear - Eingabegeräte explizit für Spieler - sind längst kein Nerd-Kram für Pseudo-Profis mehr. Jeder Spieler, der im Multiplayer unterwegs ist und im Singleplayer maximalen Spielspaß will, sollte diese Hardware haben. Wir haben die heißesten Geräte getestet.

Das Angebot an Gamer-Zubehör ist riesengroß. So groß, dass man sehr schnell den Überblick verliert. Lohnt sich die Maus für 50 Euro? Verhilft mir das 70 Euro teure Keyboard zu besseren Reaktionen? Oder liefert das 90-Euro-Headset wirklich so guten Klang, wie es auf der Verpackung draufsteht. Eigentlich müsst man jedes Eingabegerät vorher selbst ausprobieren, um zu sehen, ob es den eigenen Ansprüchen genügt.

Gaming-Hardware - Maus, Tastatur, Headset: Top-Hardware für Gamer

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Ausrüstung für Gamer: Maus, Tastatur, Headset. Doch was taugt wirklich?
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Da die meisten Gamer diese Test-Chance nicht bekommen, übernehmen wir einfach diesen Part für euch. Wir haben deshalb eine ganze Ladung an verschiedensten Eingabegeräten - von der Gamer-Maus über die Tastatur bis hin zum Spieler-Headset - einfliegen lassen und uns in die Schlacht geworfen, ausprobiert, gehört, geklickt und getippt. Welche Geräte uns dabei besonders positiv aufgefallen sind, erfahrt ihr in unserem Vergleichstest.

Gaming vom Feinsten

Eine gute Gamer-Maus sollte perfekt in der Hand liegen und flott auf Bewegungen reagieren. Ein empfehlenswertes Keyboard muss dagegen viele Zusatztasten und -funktionen bieten. Die besten Spieler-Headsets sollten dagegen besonders komfortabel sitzen und satten Sound liefern. Nehmt Platz und informiert euch - mit unseren Empfehlungen spielt ihr (fast) wie die Pro-Gamer.

Gaming-Mäuse: Ultra-präzise und extrem handlich

Die Maus ist vor allem in schnellen 3D-Shootern wichtig, aber auch bei gemächlichen Echtzeit-Strategiespielen bildet der Nager das Zentrum jeder Bewegung. Wir haben drei Vertreter getestet.

Eine gute Gaming-Maus verfügt über vielerlei Eigenschaften. Offensichtlichstes Merkmal sind verschiedene Einstellungen bei der Auflösung des Lasers - gemessen in dpi, den "dots per inch". Außerdem sollte sie mehr als nur drei Maustasten haben und am besten eine rutschfreie Oberfläche besitzen, so dass auch schwitzige Hände nicht in Bedrängnis kommen.

Testsieger: Cyborg R.A.T. 7

Eine ganz spezielle und gleichermaßen interessante Maus haben wir vom amerikanischen Gaming-Spezialisten Mad Catz bekommen. Die R.A.T. 7 ist weit mehr als eine normale Gaming-Maus. Der Clou: Sie lässt sich in der Länge verändern - damit könnt ihr die Maus ganz individuell an die Größe und Form eurer Hand anpassen. Außerdem lässt sich die Stellung der Daumen-Auflage verändern, die zwei Maustasten beherbergt.

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Mad Catz R.A.T. 7: Irre Maus für irre Gamer.
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Auch bei allen weiteren Features glänzt die R.A.T. 7 mit Gimmicks, von denen andere Gaming-Mäuse nur träumen können. Das beginnt bereits bei der sehr hohen maximalen Laser-Auflösung von 5.600 dpi und geht über drei verschiedene Aufsätze für die Maustasten und den Body (ein Aufsatz wurde 4 mm dicker gestaltet, um auch die Höhe der Maus verstellen zu können). Außerdem könnt ihr per mitgelieferten Gewichten die Haptik der Maus verändern und somit euren Ansprüchen anpassen, könnt die fünf verfügbaren Maus-Tasten frei programmieren und - on-the-fly - mit einem Button zwischen vier verschiedenen DPI-Stufen wechseln. Letztere lassen sich in einem umfangreichen Software-Menü (für Windows) einstellen. Das Chassis der Maus besteht aus Leichtmetall und ist somit robust.

Fazit

Die Cyborg R.A.T. 7 ist eine der besten Mäuse, die wir je in die Finger bekommen haben. Während Razer, Microsoft und Co. vor allem an Laser, DPI-Zahl oder Mausform basteln, dürft ihr bei unserem Testsieger mehr als nur ein paar Variablen verändern. Die Justierung der Maus-Länge ist eine schlicht geniale Idee und macht endlich mit "Die Maus ist zu lang / zu kurz / zu groß / zu klein" Schluss. Trotz des hohen Preises von voraussichtlich rund 100 Euro ist sie jeden Cent wert.

Preis: rund 100 Euro

Anmerkung: Die R.A.T. 7 ist ab September erhältlich und wird auf der diesjährigen GamesCom 2010 der Öffentlichkeit präsentiert und kann dort ausprobiert werden.

Alternative: CM Storm Inferno

Eine weitere sehr interessante Maus kommt von Cooler Master. Unter dem Label CM Storm produzieren die Asiaten allerlei Zubehör und Komponenten für Spieler. Die Inferno-Maus eignet sich besonders für Fans von Online-Rollenspielen und bietet daher insgesamt 11 programmierbare Tasten. World of Warcraft bietet beispielsweise eine ganze Reihe verschiedener Zauber, die ihr auf diese Maustasten legen könnt. Optisch sieht sie ein wenig aus wie der direkte Vorgänger - die Sentinel.

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CM Storm Inferno: Gute Maus für Spieler mit kleinen Händen.
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Der verbaute Laser arbeitet mit einer maximalen Auflösung von 4.000 dpi - das reicht selbst für Profi-Gamer vollkommen aus. Cooler Master integriert insgesamt 128 KByte Onboard-Speicher, worauf ihr Profile und Profil-Bilder speichern könnt. Damit nehmt ihr die Maus problemlos überall hin mit und nutzt sie auch an fremden Rechnern mit den bekannten Einstellungen. Die Inferno liegt sehr gut in der Hand, bietet eine profilreiche Oberfläche, ein großes und sehr gut verarbeitetes Mausrad und weiß auch in Sachen Präzision voll zu überzeugen.

Fazit

Die Inferno spricht eine andere Zielgruppe an als die Sentinel. Sie ist insgesamt kompakter und eignet sich daher eher für kleine Hände. Außerdem setzt Cooler Master den Spar-Hammer an und wird die Inferno unter 50 Euro anbieten. Dabei ist sie alles andere als ein Einsteiger-Gerät. Dennoch: Mit den Großen des Business - Razer oder Logitech - kann die Inferno nicht mithalten, auch wenn der Hersteller auf einem guten Weg ist. Wer eine günstige Gamer-Maus mit vielen Features und Buttons sucht, darf aber bedenkenlos zugreifen.

Preis: rund 50 Euro

Anmerkung: Die Inferno ist ab August im Handel erhältlich. Auf der GamesCom 2010 könnt ihr euch von der Maus selbst ein Bild machen.

Preistipp: A4Tech XL-747H

Schnäppchenjäger haben bei Gaming-Mäusen relativ wenig Auswahl. Neben einigen Billig-Modellen von Razer und Microsoft, die in Sachen Ausstattung deutlich abgespeckt wurden, gibt es kaum echte Knaller. Anders bei der XL-747H von A4-Tech. Auch wenn der Produktname ziemlich unsexy erscheint, hat das Produkt dahinter Einiges auf dem Kasten. Der Korpus ist wohlgeformt und liegt gut in der Hand. Linkshänder kommen mit der Maus jedoch nicht zurecht - sie ist voll auf Rechtshänder ausgelegt. Der Laser arbeitet mit einer maximalen Auflösung von 3.600 dpi.

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XL-747H: Preiswerte und ordentliche Gamer-Maus.
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Das Highlight ist jedoch der sogenannte Anti-Vibrate-Modus. Dieser stoppt den Mauszeiger, wenn die Maus eine feste Unterlage verlässt und beispielsweise hochgehoben wird. Während bei den meisten anderen Mäusen dann noch eine kleine Restbewegung erfolgt, ruckelt oder vibriert der Zeiger respektive das Fadenkreuz in 3D-Shootern keinen Millimeter. Das funktioniert in den meisten Fällen auch erstaunlich gut und hilft bei Nervosität in wichtigen Matches oder allgemein zittrigen Fingern. Ab und an versagt das System jedoch und der Mauszeiger macht seltsame Sprünge, die keinen Sinn ergeben. Unterstützend wirkt dafür die gummierte Oberfläche, die rutschfreies Spielen ermöglicht.

Fazit

Ganz klar, die XL-747H von A4-Tech ist keine Highend-Gamer-Maus. Trotzdem hat sie erfreulich viele Funktionen, die sehr interessante Anti-Vibrations-Technologie und eine gute Form, die sich vor allem für große Hände eignet. Sie hat zwar ihre Ecken und Kanten, ist für sparsame Spieler aber durchaus eine veritable Alternative.

Preis: rund 35 Euro

Gaming-Tastaturen: Alle Befehle stets im Griff

Neben der Maus entscheidet vor allem die Tastatur über Sieg oder Niederlage. Gerade Strategie-Spieler genießen den Luxus, möglichst viele Makro-Tasten mit Shortcuts zu belegen.

Eine gute Gaming-Tastatur muss Vieles bieten. Wichtig sind die schon erwähnten Makro-Tasten, die Befehle oder Befehlsketten abspeichern und auf Knopfdruck abspulen. Desweiteren sollte Anti-Ghosting an Bord sein, das auch das parallele Betätigen mehrerer Testen problemlos ermöglicht. Und zuletzt sollten die Tasten "was aushalten" - schließlich behandeln Gamer ihre Tastatur nur selten pfleglich.

Testsieger: Logitech G110

Unser Testsieger kommt von Logitech und trägt die Bezeichnung G110. Als besondere Merkmale bietet das Gaming-Keyboard eine Funktion, um Makros direkt aus einem Spiel heraus aufzunehmen und einen integrierten USB-2.0-Hub für weitere Geräte. Das G110 hat außerdem eine Hintergrundbeleuchtung, die individuell farblich angepasst werden kann. Die programmierbaren G-Tasten könnt ihr mit 36 einzeln konfigurierbaren Tastenkombinationen belegen - entweder unter Windows oder eben direkt im Game.

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Logitech G110: Die beste, aktuelle Tastatur für Gamer.
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Die Tastatursoftware erkennt das gestartete Spiel und lädt dann automatisch die richtigen Makros in das Keyboard. So könnt ihr Tastenfolgen direkt für das jeweilige Spiel erstellen. Logitech verbaut im G110 eine integrierte USB-Soundkarte. Somit schließt ihr euer Headset mit 3,5-Zoll-Klinkenstecker direkt in das Keyboard ohne Umweg über den Rechner. Das G110 bietet bewährte Logitech-Qualität und eignet sich hervorragend zum Spielen.

Fazit

Und wieder mal dominiert Logitech bei den Keyboards. Nach dem hervorragenden G19 zeigt das G110 trotz fehlendem Display eine Glanzleistung im Test. Es gibt kaum Negatives zu berichten. außer dass ihr eure externe 2,5-Zoll-Festplatte besser nicht an den USB-Hub anschließen solltet, da die Stromversorgung nicht reicht. Der integrierte Soundchip ist zwar eine gute Idee, dürfte für Akustik-Freunde aber zu wenig sein.

Preis: rund 55 Euro
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Alternative: Steel Series Merc Stealth

Die Merc Stealth ist zwar schon etwas länger auf dem Markt, gehört aber immer noch zu den interessantesten Tastaturen für Gamer. Ursprünglich wurde die Tastatur von Ideazon entwickelt – Freunde des beliebten ZBoards dürften das Unternehmen bereits kennen. Als SteelSeries die Rechte daran erwarb, wurde die Tastatur unter dem Firmennamen weiter verkauft. Die Merc Stealth überzeugt durch viele Funktionen, die für Spieler sinnvoll sind. Auffällig ist der zusätzliche Tastenblock, der sich auf der linken Seite der Tastatur befindet: Dort sind unter anderem die für die Bewegung des Spielcharakters in vielen Ego-Shootern und Rollenspielen genutzten Tasten W, S, A und D nochmals vertreten. Hinzu kommen die Leertaste (Springen), R (Waffe nachladen), Druck für Screenshots, die Leertaste (Springen) und weitere entscheidende Tasten.

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Steel Series Merc Stealth: Ein Klassiker unter den Gaming-Keyboards.
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Angenehm: Die Zusatztasten sind leicht schief verbaut und erlauben so eine natürlichere Handposition beim Spielen. Diverse Makro-Tasten gehören ebenfalls zur Ausstattung. Über die Z-Engine, quasi der Treiber für die Tastatur, belegt ihr das linke Tastenfeld entsprechend dem Spiel, das ihr zocken wollt. Dabei stehen über 100 Profile zur Wahl, bei Bedarf könnt ihr auch eigene Profile anlegen.

Fazit

Die Merc Stealth ist immer noch unsere Tastatur der Wahl. Bisher hat niemand den schief angelegten "Game-Bereich" kopiert, obwohl dieser unheimlich sinnvoll ist und die normalen Tasten für Office und Co. schont. In Kombination mit dem fairen Preis ist das Keyboard eine absolute Empfehlung.

Preis: rund 55 Euro
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Preistipp: Microsoft Sidewinder X4

Microsoft Hardware präsentiert mit dem Sidewinder Keyboard eine Tastatur speziell für Gamer, die an das erste Sidewinder-Keyboard mit der Bezeichnung X6 erinnert. Jedoch verzichtet der Hersteller auf den abnehmbaren Ziffernblock und behält im Groben die Form, das Design und auch die meisten Features bei. Wie schon beim X6 lassen sich die Ziffern des Blocks frei belegen und als Makrotasten nutzen. Dies löst Microsoft sehr einfach: Wenn ihr die Keyboard-Software installiert habt, reicht das Drücken der Makro-Taste und die Kombination, die ihr darauf speichern wollt.

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Sidewinder X4: Sehr preiswert und dennoch gut.
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Leider spart sich Microsoft bei der X4 auch die unheimlich angenehmen Drehregler zum Einstellen der Helligkeit und der Lautstärke. Beim X4 bleibt diese Stelle einfach leer. Den Druckpunkt der Tasten wählt Microsoft ansprechend. So liegt dieser etwas tiefer als bei einer normalen Notebook-Tastatur. Das X4 ist bereits seit etwas längerer Zeit erhältlich, liefert aber immer noch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis aller Gamer-Tastaturen.

Fazit

Das Sidewinder X4 hat in unserem Test einen ziemlich guten Eindruck gemacht. Im Vergleich zur nur grob 10 Euro teureren Sidewinder X6 bietet sie jedoch deutlich weniger Features. Tun euch also diese 10 Euro nicht weh, greift lieber zum teureren Schwestermodell.

Preis: rund 40 Euro
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Stereo-Gaming-Headsets: Rauschfrei zum Sieg

Kommunikation ist alles! Egal, ob ihr mit 24 anderen Spielern World of Warcraft spielt oder mit euren Freunden Counterstrike zockt - am schnellsten verständigt man sich über ein paar Worte.

Die Anforderungen an ein echtes Gamer-Headset sind hoch. Wichtig ist vor allem der Komfort. Das Headset muss auch nach mehreren Stunden noch bequem auf dem Kopf sitzen, darf nirgends drücken und sollte auch bei schnellen Bewegungen einen festen Sitz garantieren. Selbstverständlich muss auch der Spiele-Sound glasklar über die Ohrmuscheln ankommen und das Mikro möglichst rauschfrei die Stimme übertragen.

Testsieger: Turtle Beach PX21

Die in Deutschland kaum bekannte Firma Turtle Beach hat ein ziemlich interessantes Headset im Angebot. Das Ear Force PX21 eignet sich für alle Spieler. Egal, ob ihr eine Playstation 3, eine XBox 360 oder einen Gaming-PC besitzt - das Headset ist mit allen aktuellen Systemen kompatibel. Die Installation auf allen Plattformen ist denkbar einfach; ein gedruckter Guide liegt dem Headset bei. Toll: Neben der Wiedergabe des normalen Gaming-Sounds nutzt ihr das Headset auch für Live-Chatting auf eurer XBox 360 und quatscht so problemlos mit euren Freunden.

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Turtle Beach PX21: Rundum gutes Headset mit einigen Highlights.
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Technisch ist das PX21 ein solides Stereo-Headset ohne wirkliche Schwächen. Zwar unterstützt das Gerät keinen Surround-Sound - für die meisten Fälle reichen die beiden verfügbaren Kanäle aber aus. Ebenfalls gut: Das Kabel des PX21 ist fast 5 Meter lang - ihr müsst also nicht direkt vor eurem TV sitzen, um das Headset zu nutzen. Das Mikrofon lässt sich durch viele Gelenke nach Belieben bewegen und verstellen. So ist immer sicher gestellt, dass es genau richtig platziert werden kann. Letztlich loben wir auch die Verarbeitung, den Tragekomfort (das Headset ist sehr leicht) und die Sound-Qualität der Lautsprecher und des Mikros.

Fazit

Das Turtle Beach PX21 ist ein rundum gelungenes Headset für Spieler und Voice-Chatter. Die Ton-Qualität geht voll in Ordnung, das Headset sitzt stets bequem auf dem Kopf und auch die Verarbeitung ist gelungen. Einzig auf Surround-Sound müsst ihr verzichten, da das Headset nur Stereo anbietet. Dafür könnt ihr es an die 360, die PS3 und den PC gleichermaßen anschließen.

Preis: rund 65 Euro

Alternative: Steel Series Siberia v2

Ein weiteres Stereo-Headset kommt von Steel Series und sieht nicht nur auf den ersten Blick ziemlich schick aus. Der Hersteller lackiert das Headset in leuchtendem Weiß - das fällt natürlich sofort auf und sticht auch aus der Masse der grau-schwarzen Modelle heraus. Aber nicht nur optisch überzeugt das Siberia v2 - auch die Leistung kann sich durchaus sehen lassen. Wie schon das Turtle-Beach-Modell verzichtet der Hersteller auf Surround-Sound und verbaut nur zwei Lautsprecher für Stereo. Das macht nichts, denn die Sounds kommen richtig ordentlich, kräftig und wuchtig ans Ohr - und das selbst bei sehr niedrigen und sehr hohen Lautstärken, wo viele Konkurrenten schwächeln.

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Steel Series Siberia v2: Gutes Headset für Gamer mit Stil.
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Nachbessern müsste Steel Series vor allem beim Mikrofon. Zwar ist es sinnvoll angebracht und kann sogar in eine dafür vorgesehene Aussparung eingefahren werden - während des Spiels hatten wir aber große Mühe, es ordentlich herauszubekommen ohne das Headset abzusetzen. Ebenso fehlt eine Rauschunterdrückung auf Hardware-Ebene, die der Qualität des Gesprochenen sehr zuträglich gewesen wäre. Ein Highlight ist dagegen die Verarbeitung. Auch wenn das Headset komplett aus Plastik besteht, ist es sehr stabil. Die Aufhängung auf der Oberseite passt das Siberia v2 automatisch an die Kopfform an. Mechanisches Verstellen des Tragebügels wird damit überflüssig.

Fazit

Das Steel-Series-Headset ist eine echte Empfehlung für alle Spieler, die vor allem auf eine sehr gute Verarbeitung und eine hübsche Optik wert legen. Technisch geht das Siberia v2 ebenfalls voll in Ordnung, hält aber mit dem Turtle-Beach-Testsieger nicht ganz mit.

Preis: rund 65 Euro
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Preistipp: A4Tech HS-100

Sind euch 70 Euro zu viel für ein Headset? Wenn ihr die eigenen Ansprüche ein wenig herunterschraubt, geht das auch viel günstiger. Ein immer noch sehr brauchbares und dabei enorm preiswertes Modell kommt von A4Tech und trägt den Namen HS-100. Dahinter verbirgt sich ein einfaches Stereo-Headset mit großen Ohrmuscheln und einem neutralen Plastik-Look. Die Sound-Qualität geht in Ordnung, die Lautsprecher produzieren weitgehend klare Klänge. Jedoch scheint es Probleme bei der Abschirmung zu geben, denn das Headset rauscht, wenn gerade kein Ton ausgegeben wird. Wer das Headset also auch in einer Sound-Pause aufhat, dürfte sich eventuell genervt fühlen; wer eine dickere Haut hat und leichtes Rauschen akzeptiert, kommt damit aber klar.

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A4Tech HS-100: Sehr preiswertes Headset für sparsame Gamer.
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Das Mikrofon ist steif an der linken Ohrmuschel angebracht - kein Vergleich zu den biegsamen Mikros der teureren Konkurrenz. Die Verarbeitung geht in Ordnung, wenngleich ein falscher Griff das Plastikgestell in arge Bedrängnis bringen dürfte. Man sollte das HS-100 also pfleglich behandeln. Positiv ist der Tragekomfort des Headsets. Es ist relativ leicht, passt sich gut der Kopfform an und sitzt fest auf den Ohren.

Fazit

Erwartet keine Wunderdinge vom HS-100, das ist bei einem Preis von unter 20 Euro auch nicht drin. Wir gehen auch davon aus, dass das HS-100 kein Produkt für die Ewigkeit ist, sondern eher nur eine gewisse Zeitspanne überbrücken soll. Alternativ dient es als Zweit-Gerät, falls das Haupt-Headset zu Bruch geht.

Preis: rund 15 Euro
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