Mit der G602 bringt Logitech eine kabellose Maus auf den Markt, die sich speziell an Gamer richtet. Eine ungewöhnliche Kombination bedenkt man, dass Funkmäuse im Gaming-Bereich bisher einen schweren Stand hatten. Logitechs neue Schöpfung kann jedoch vor allem dort überzeugen, wo ihre restlichen Artgenossen scheiterten – der Präzision.

Gaming-Hardware - Logitech G602 Wireless Gaming Maus im Test

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Die Offenbarung für Gamer?
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Obwohl die Maus mit maximal 2500 dpi keine herausragende Auflösung besitzt, ist die Zeigerbewegung stets sauber. Das ändert sich auch bei verschiedenartigen Mausunterlagen, typischerweise Stoff, Kunststoff und Aluminium, nicht. Viel wichtiger ist jedoch der Umstand, dass die Funkverbindung durchgehend stabil ist und Bewegungen ohne Verzögerungen umgesetzt werden, vorausgesetzt der USB-Empfänger wird nicht zu sehr von Hindernissen blockiert. Erfreulicherweise liefert Logitech aber ein USB-Verlängerungskabel mit, mittels dem man den Empfänger auch bequem über der Schreibtischfront platzieren kann.

Die zweite große Stärke der G602 liegt in der verhältnismäßig abnorm hohen Akkulaufzeit. Wo andere kabellose Mäuse schon nach einem Tag intensiver Nutzung aufgeladen werden müssen, kann man hier bedenkenlos mehrere Wochen lang spielen, bis man sich Sorgen um den Energiestand machen muss. Das ist zurzeit einzigartig im Markt. Zusätzlich macht es das mauseigene Überwachungstool denkbar einfach, den aktuellen Akkustand zu prüfen.

In Sachen Handling kann die Maus jedoch nicht bedeutend auftrumpfen. Alles in allem ist sie verhältnismäßig schwer und setzt deshalb eine erhöhte Grifffestigkeit voraus, angenehmerweise lässt sich das Gewicht aber durch die Entnahme einer der beiden mitgelieferten AA-Batterien verringern – die Performance macht dabei keine Abstriche. In der Paradedisziplin der Logitech-Mäuse, der Ergonomie, schwächelt die G602 erstaunlicherweise ein bisschen. Die Seitentasten sind nicht perfekt positioniert und Menschen mit großen Händen könnten hier Probleme bekommen. Letztlich lässt sich dies aber nur von jedem einzelnen Käufer hinreichend bewerten.

Freuen kann man sich stattdessen über die tolle Haptik und gute Verarbeitung des Produkts. Die Tasten lassen sich schnell erreichen, weisen einen guten Druckpunkt auf und erzeugen in Folge der rauen Beschichtung einen angenehmen Grip. Auch die Klickgeräusche sind leise und fallen nicht störend auf. Einzigen Schwachpunkt bildet das Mausrad, welches etwas zu wenig haptisches Feedback gibt - das ist man normalerweise etwas knackiger gewöhnt.

Insgesamt macht die G602 also eine gute Figur. Ihre Präzision und verzögerungsfreie Umsetzung sucht bei aktuellen kabellosen Mäusen ihresgleichen, genau wie die geniale Akkulaufzeit von über 250 Stunden. Im direkten Vergleich zu kabelgebundenen Gamer-Mäusen liegt die G602 zwar immer noch zurück, wer sich aber für Funkmäuse zum Zocken interessiert, macht hier nichts falsch.