Die erst kürzlich durch Foxconn, den weltweit größten Produzenten von Elektronikteilen für die Unterhaltungsindustrie, vorgenommenen Lohnerhöhungen von erst 30% und dann noch einmal 66% scheinen, entgegen den Aussagen der Firma, doch mit den Selbstmordfällen zusammen zu hängen. Wie Foxconn-CEO Guo Tai-ming nun bestätigt, wurde die Entschädigung, die Angehörige von Selbstmordopfern bisher ausgezahlt wurde, abgeschafft.

Die Entschädigung, welche einem zehnfachen Jahresgehalt in Höhe von 110.000 Yuan (16.100 $) entsprach, soll nicht länger angeboten werden. Die Firma hofft damit, den von ihr vermuteten Hauptgrund dafür, dass sich so viele das Leben nahmen, auszuhebeln. Durch die Möglichkeit, eine 66% Lohnerhöhung zu bekommen, die davon abhängt bestimmte Leistungsziele zu erreichen, erhofft man sich, die Arbeiter zu motivieren und ihren Eifer auf einen Höchststand zu erheben.

Der Foxconn-CEO kündigte ebenfalls an, dass sie darüber nachdenken, einen Teil der Fabrikarbeit von China entweder nach Taiwan oder Vietnam zu verlegen. Möglicherweise um ein wenig den Druck aus der beträchtlich bevölkerten Fabrik in Shenzhen zu nehmen.

Die Ankündigung reiht sich in eine Anzahl von Veröffentlichungen ein, die in den letzten Wochen über die Vorfälle bei Foxconn bekannt geworden sind. So sollen auch Arbeiter von Wachleuten in der Fabrik verprügelt worden sein (was allerdings auf dem veröffentlichten Video nicht deutlich zu erkennen ist). Ob die ebenfalls fragwürdigen Arbeitsbedingungen verbessert werden sollen, auch noch unklar.