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Mit welchem Browser seid ihr in Zukunft besser im Internet unterwegs? Wir haben die aktuellsten Browser-Versionen in den Kategorien Komfort, Funktionen und Sicherheit gegeneinander antreten lassen. Microsoft Internet Explorer 7 XP Release-Candidate 1 gegen Mozilla Firefox 2.0 Beta 2. Auf den folgenden Seiten erfahrt ihr, wie sich die Kontrahenten geschlagen haben.

Tabbed Browsing: Beide machen Ihre Sache gut (Punktestand: 1:1)

Auch der IE beherrscht nun Tabs.

Der Internet Explorer zieht nach: Das Surfen mit Tabs ist in beiden Browsern sehr gut integriert. Seiten in neuen Tabs öffnen, die Reihenfolge von Tabs ändern und Navigieren in Tabs - beide beherrschen das Wesentliche.

Ob man darüber hinaus die Kachelvorschau geöffneter Tabs des IE oder das Feature "geschlossenen Tab wiederherstellen" des Firefox bevorzugt, ist letztlich Geschmacksfrage.

Suche: Knapper Sieg für Firefox (Punktestand: 0:1)

Ausgefeilte Suche im Firefox.

Sowohl beim Internet Explorer als auch bei Firefox habt ihr mit einer Suchleiste die Möglichkeit, selbst definierten Suchmaschinen Schlüsselwörter zu übergeben. Beide unterstützen die bekanntesten Web-Suchen und bieten mit einem eigenen Manager weitreichende Konfigurations-Möglichkeiten.

Nur durch die clevere Vorschlag-Funktion und die riesige Zahl an Suchmaschinen gewinnt der Firefox knapp.

Rechtschreibprüfung: Punkt für den Firefox (Punktestand: 0:1)

Übersetzung leicht gemacht: Firefox bieten eine Soforthilfe.

Wer häufig Text in Formularfelder einträgt wird diese Funktion schätzen. Schon während der Eingabe unterstreicht der Firefox falsch geschriebene Wörter. Besonders für Blogger eine hilfreiche Funktion. Wörterbücher in mehreren Sprachen gibt es zum Download. Hier hat der Internet Explorer Nachholbedarf.

Favoriten-Verwaltung: Links schnell gespeichert (Punktestand: 1:1)

So geht's schneller: Eine gute Favoritenverwaltung bieten beide.

Im Bereich Favoriten-Verwaltung nehmen sich die Browser nicht viel. Beide beherrschen das Speichern von Links mit nur wenigen Klicks. Ein Manager erleichtert die Verwaltung. Auf Wunsch stellen beide Browser die Bookmarks übersichtlich in der Sidebar dar.

Konfiguration: Komplette Kontrolle über den Firefox (Punktestand: 0:1)

Versierte Benutzer können ihren Firefox exakt nach ihren Wünschen konfigurieren.

Für Firefox-Nutzer schon längst keine Neuerung mehr: Nach der Eingabe von "about:config" in der Adresszeile des Browser, können Sie nahezu jeden Punkt der Konfiguration regeln. Die für die meisten Anwender wichtigen Funktionen sind in ein eigenes Menü ausgelagert. Auch der IE bietet ein umfangreiches Konfigurations-Menü, kann mit dem Firefox aber nicht mithalten.

Feed-Reader: Internet Explorer mit mehr Funktionen (Punktestand: 1:0)

Punkt für den IE: Die Feed-Verwaltung ist etwas besser gelöst.

Beide Browser unterstützen die Anzeige von WebFeeds direkt im Browser. Während Sie beim Firefox - abgesehen von reiner Text-Darstellung und "Live-Bookmarks" - einen externen Reader bemühen müssen, bietet der IE mehr.

Der Internet Explorer bietet die Feed-Verwaltung direkt in der Sidebar an. Meldungen können Sie zudem durchsuchen und sortieren.

Skalieren: Bessere Lesbarkeit mit dem IE (Punktestand: 1:0)

Skalieren können beide, bei Grafiken klappt's aber nur im IE.

Während einige Webseiten gut lesbar sind, muss man bei anderen fast in den Monitor kriechen, um die winzigen Buchstaben und Bilder zu erkennen.

Eine Möglichkeit Seiten individuell zu skalieren hilft. Beide Browser unterstützen eine solche Funktion. Aber nur der Internet Explorer skaliert auch Grafiken, so dass Sie diese eingehender untersuchen können.

Drucken: Die Webseite auf dem Blatt Papier (Punktestand: 1:0)

Die Druck-Features des Internet Explorers beeindrucken.

Der Ausdruck zählt zu den wesentlichen Funktionen eines Browsers. Bei Testläufen liefern beide Programme gute Ergebnisse. Mit der Mehrseiten-Druckvorschau und der cleveren Funktion den Druck-Bereich vorher zu beeinflussen, liegt der Internet Explorer vorne.

Sitzungs-Wiederherstellung: Sicher mit dem Firefox (Punktestand: 0:1)

Geht nur im Firefox: Wiederherstellung einer Sitzung.

Ab Version 2.0 bietet der Firefox die Möglichkeit, eine abgebrochene Sitzung wieder aufzunehmen. Stürzt der Rechner während der Internet-Sitzung ab, könnt ihr mit dem Firefox dort weiterarbeiten, wo ihr gerade wart; inklusive geöffneten Dokumenten, in Formularfelder eingetragenen Text und angefangenen Downloads.

Eine vergleichbare Funktion besitzt der IE nicht.

Download-Manager: IE-Benutzer immer noch ohne (Punktestand: 0:1)

Knapp: Der Download-manager des Mozilla-Browsers schlägt den IE.

Wer bei einem Download mit dem Internet Explorer eine Pause einlegen will oder einen abgebrochenen Download fortsetzen möchte, der muss zusätzliche Software bemühen. Auch der Download-Manager des Firefox-Browser bietet nur das Allernötigste. Dennoch können Links per Drag & Drop herunter geladen, sowie Downloads pausiert und fortgesetzt werden. Knapper Punkt für den Firefox.

Phishing-Filter: Verdächtige Seiten erkennen (Punktestand: 1:1)

Sicher ist sicher: Phishing-Attacken werden von beiden Browsern blockiert.

Beide Browser-Versionen unterstützen einen Filter, der Sie vor Phishing-Attacken schützen soll. Anhand einer Blacklist warnt Ihr Browser Sie, bevor Sie eine solche Seite ansurfen. Eine Meldung wird angezeigt und der Nutzer behält die Entscheidung, ob er die Seite dennoch aufrufen möchte oder nicht. Gleichstand für beide Browser.

Eigene Daten: Schutz der Privatsphäre (Punktestand: 1:1)

Sensible Daten können bei beiden Kontrahenten auf Knopfdruck gelöscht werden: Gleichstand.

Während ihr surft, legt der Browser diverse Daten auf Ihrer Festplatte ab. Besuchte Seiten, angesehene Multimedia-Dateien, Cookies, Passwörter. Solch sensible Daten sind dann potenziell für Angreifer von außen einsehbar. Aus diesem Grund unterstützen beide Browser das Löschen solcher Daten beim Beenden des Programms und erhalten beide einen Punkt.

PopUps: Nervige Fenster (Punktestand: 1:1)

Gehört mittlerweile zum guten Ton: Popup-Blocker.

Da bei PopUp-Fenstern dem Anwender nicht unbedingt klar ist, welche Seite das Fenster geöffnet hat, können die nervigen Fensterchen zum Phishen missbraucht werden. Ein genereller PopUp-Blocker verringert das Risiko. Beide Browser besitzen einen solchen Blocker, der bei beiden Programmen gute Dienste leistet. Gleichstand.

Ein knappes Duell zwischen zwei beliebten Browsern. Beide erledigen ihre Aufgabe so gut, dass die Wahl des Programms immer mehr zur Geschmacksfrage wird. Besonders bei den Komfort-Funktionen hat der Internet Explorer mit der Version 7 deutlich zugelegt. Tabbed-Browsing, Suchleiste, Konfiguration: In allen Bereichen ist er besser geworden. Nur durch echte Innovationen, wie Suchvorschläge und Rechtschreibprüfung kann der Firefox knapp vorbei ziehen.

Umgekehrt verhält es sich beim Funktionsumfang. Feed-Reader, Seiten skalieren, drucken: In allen Bereichen bietet der Internet Explorer mehr als der Firefox. Beachtet man zusätzlich, dass für beide Browser ein umfangreiches Add-On-Angebot zur Verfügung steht, mit dem die Software an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann, ist auch hier der Unterschied eher zu vernachlässigen.

In puncto Sicherheit stehen sich die Browser beim Funktions-Angebot in nichts nach.

Es ergibt sich eine Gesamtergebnis von 10 (Firefox) : 8 (IE) Punkten. Damit sicher sich der Firefox erneut den Sieg, der Vorsprung wird allerdings knapper.

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