Erst in der letzten Woche sorgte ein Urteil des Bundesgerichtshofs für Aufsehen, laut dem Eltern nicht für die Filesharing-Vergehen ihrer Kinder haften, wenn sie denn diese auch entsprechend aufgeklärt und damit Tauschbörsen und Co. verboten haben. Sollte es jedoch keinen Anlass geben, müssen die Kinder nicht überwacht werden.

Nun wurde ein Mustervertrag von der Medienrechtskanzlei Wilde Beuger Solmecke veröffentlicht, der auf deren Website kostenlos heruntergeladen und ausgedruckt werden kann. Mit diesem Vertrag sollen sich Eltern vor Klagen schützen können.

So stimmt das Kind mit dem Vertrag zu, keine Bilder, Videos, Musik oder Filme ohne Zustimmung der Eltern hoch- oder herunterzuladen. Ebenso dürfe das Kinde keine Online-Einkäufe tätigen, nicht bei eBay mitbieten und schon gar nicht an kostenpflichtigen Onlinespielen teilnehmen. Die Wiedergabe des Passwortes wird ebenso untersagt.

Darüber hinaus werden aber noch andere Bereiche mit dem Vertrag abgedeckt, wie beispielsweise Cybermobbing. Ebenso versichert das Kind, dass es respektvoll mit anderen Mitmenschen umgeht, auf seine Privatsphäre achtet, sich an die vereinbarte Surfzeit hält und keine Seiten ansurft, die für sein Alter nicht geeignet sind.

Wichtig ist neben der Belehrung des Kindes auch ein Datum anzugeben, so dass jederzeit belegt werden kann, dass die Eltern ihrer Sorgfaltspflicht nachgekommen sind. Den Vertrag könnt ihr euch unter dem Quellenlink als PDF herunterladen.