Die Festplattenentwicklung scheint manchmal zu stagnieren. Doch immer wieder sorgen neue Technologien dann doch für Fortschritt. Jetzt sorgt Western Digital bzw. das von WD übernommene Unternehmen Hitachi Global Storage Technologies (HGST) mit der Meldung für Aufsehen, dass man schon 2013 mit Helium gefüllte HDDs anbieten könnte.

Der große Vorteil dieses Gases ist die geringere Dichte im Vergleich zu Luft. Durch den sinkenden Widerstand fallen die Kräfte, die auf die einzelnen Platters wirken, schwächer aus. Dadurch können die Platters wiederum dichter übereinander gestapelt und so die Kapazität der Festplatte deutlich erhöht werden.

Gleichzeitig sinkt der Stromverbrauch - nach Angaben von HGST um respektable 23 Prozent. Dank der höheren Kapazität fällt der Wert Watt-pro-TB noch positiver aus, er verbessert sich um 45 Prozent. Gerade große Datenzentren dürften also von der neuen Technologie stark profitieren.

Helium-gefüllte Festplatten dürften bereits 2013 auf den Markt kommen. Genauere Angaben zu einzelnen Modellen gibt es noch nicht. Allerdings lässt sich zumindest erahnen, welche Kapazitäten so realisiert werden könnten. Dank Helium-Füllung lassen sich nicht mehr nur fünf, sondern bis zu sieben Platters in einer Festplatte nutzen. Bei derzeit üblichen 1-TB-Platters wären also Festplatten mit 7 TB Speicherplatz vorstellbar.

Noch ist allerdings unklar, ob die Helium-Festplatten dem Enterprise-Segment vorbehalten bleiben oder gleich auch für Consumer angeboten werden.