Im vergangenen Jahr gab es in Thailand eine Flut und dabei wurde bekanntlich ein großer Teil der Festplattenproduktionsstätten beschädigt oder sogar komplett zerstört. Dies hatte zur Folge, dass die Preise für die Festplatten massiv stiegen.

Dies hat sich laut Bitkom auch im ersten Quartal 2012 immer noch nicht geändert. Denn die Preise sind laut Bitkom lediglich um zwei Prozent gegenüber dem Vorquartal gesunken und liegen damit praktisch auf dem identischen Niveau. Zur Erinnerung: Die Festplattenpreise stiegen im vierten Quartal 2011 etwa um 40 Prozent.

Um das Preisniveau zu ermitteln, hat Bitkom insgesamt 2671 Modelle mit dem vorherigen Quartal verglichen. Trotzdem sollten Käufer die Preise bestimmter Modelle beobachten sowie die Angebote von Einzelhändlern und auch Online-Shops vergleichen. Denn es hat in den letzten Monaten zum Teil extreme Auf- und Abschläge gegeben, sodass auch immer wieder die Preise einzelner Modelle innerhalb von kurzer Zeit extrem gefallen sind.

Trotz der hohen Festplattenkosten geht der Branchenverband aber nicht von einer Preissteigerung von Komplettrechnern aus, da die Konkurrenz untereinander einfach zu hoch ist.

Offen bleibt hingegen die Frage, wann die Preise für die Festplatten fallen werden. Laut Bitkom sollen diese noch im Laufe des aktuellen Jahres nachgeben, aber es bleibt offen, ob das niedrige Niveau vor der Flutkatastrophe ebenfalls in diesem Jahr wieder erreicht wird.

Denn schließlich mussten die Firmen eine Menge Geld in die Hand nehmen, um die zerstörten Produktionsstätten wieder aufzubauen. Die Preise sollen aber laut ersten Analysen im September wieder deutlich nachgeben.