Endlich ist er da: Ubisofts 3D-Shooter Far Cry 2 hat den Markt erreicht und setzt die grafische Messlatte wieder ein Stück nach oben. Wir haben das Spiel auf Herz und Nieren getestet und geben Tipps für die richtige Rechner-Wahl.

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Afrika, Savanne, Dürreperiode: Das Setting des Shooters Far Cry 2 gibt die besten Vorlagen für hervorragende, detailgenaue Grafik. Ubisoft Montréal, verantwortlich für die Entwicklung des Spieletitels, hat das Beste daraus gemacht und liefert realitätsnahe Bilder auf euren Bildschirm. 50 Quadratkilometer frei begehbare Fläche wurden mit tollen Landschaften gefüllt und mit hunderten Spielfiguren - Feind und Freund - belebt.

Far Cry 2 - Ruckelfrei genießen: der perfekte PC für Far Cry 2

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Far Cry 2 ist ein echter Ressourcen-Fresser. Mit unseren Tipps spielt ihr trotzdem ruckelfrei.
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Wen wundert es dabei, dass Far Cry 2 einen starken Rechner braucht? Anders als bei Crysis haben die Entwickler jedoch stark optimiert, um das Game auch auf älteren Rechnern zum Laufen zu bewegen. Dennoch: Richtig viel Spaß macht das Spiel erst in der Detailstufe "Hoch" oder darüber. Welchen PC ihr dafür benötigt oder wo ihr am besten nachrüstet, lest ihr auf den folgenden Seiten.

Test-Parcours: Was braucht Far Cry 2?

Im Gegensatz zu Crysis reicht die Leistung preiswerter Komplett-Rechner oftmals aus. Wenn ihr aber alle Details auf die maximale Stufe stellen und gleichzeitig eine hohe Auflösung einstellen wollt, darf es gerne etwas mehr sein.

Wir haben für euch zwei Rechner getestet, auf denen wir Far Cry 2 ausführlich und in verschiedenen Einstellungen gespielt haben. Unser Mittelklasse-PC kostet derzeit rund 500 Euro. Ein weiteres System ist mit einem Extreme-Prozessor von Intel und einer leistungsstarken Grafikkarte von Nvidia ausgerüstet. Unser Test beinhaltet den DirectX-9- und DirectX-10-Modus des Spiels. Getestet wurde auf Windows XP (SP3) und Windows Vista (SP1). Das beim System notierte Betriebssystem stellt die dafür ideale Wahl dar. Beide Systeme haben wir außerdem mit den aktuellsten Treibern ausgestattet - AMD und Nvidia haben spezielle Versionen für Far Cry 2 veröffentlicht, die ihr auch bei uns zum Download findet.

Far Cry 2 - Ruckelfrei genießen: der perfekte PC für Far Cry 2

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High-End-PC: Keine Probleme beim Zocken.
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High-End-System

Unser High-End-System basiert auf MSIs P35 Platinum. Das Mainboard ist mit Intels P35-Chipsatz ausgestattet, der auch Penryn-Prozessoren unterstützt. Als Prozessor kommt der Intel Core 2 Extreme QX6850 zum Einsatz, der mit vier Kernen und 3,0 GHz Taktfrequenz betrieben wird. Als Grafikkarte nutzen wir die Geforce 9800 GTX+, eine überarbeitete Version der 9800 GTX, die dem High-End-Segment zuzuordnen ist. 4 GByte Arbeitsspeicher und ein 64-Bit-Vista komplettieren die relevanten Komponenten. Als Test-Monitor kommen ein 22-Zoll-TFT von Medion und ein 19-Zoll-Modell von Dell zum Einsatz.

Wie erwartet können wir Far Cry 2 in den nativen Auflösungen bei höchsten Details gut spielen. Der DirectX-10-Renderer sieht besser aus und läuft etwas langsamer als das DirectX-9-Pendant. Mit 1.680 x 1.050 Pixel und höchsten Details kommen wir im DX-9-Modus auf durchschnittlich 42 Frames pro Sekunde, im DX-10-Modus auf etwa 40 Frames pro Sekunde - kein großer Unterschied also. Der Test mit dem 19-Zoll-TFT fällt logischerweise noch besser aus, da hier eine niedrigere Auflösung gefahren wird.

Fazit: Wenn ihr auf einen Quad-Core-Prozessor, 2 oder mehr GByte Arbeitsspeicher und eine aktuelle Grafikkarte der High-End-Klasse zurückgreifen könnt, zickt Far Cry 2 nirgendwo rum. Selbst bei hohem Gegner- oder Effekt-Aufkommen ruckelt das Spiel nicht. Lediglich dann, wenn ihr sehr nah an brennende Gegenstände heranlauft oder direkt vor Explosionen steht, ruckelt das Bild kurzzeitig.

Download: Nvidia Forceware 180.42 Beta (XP)

Download: Nvidia Forceware 180.42 Beta (Vista)

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Mittelklasse-System: Mit Abstrichen gut zu nutzen.
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Mittelklasse-System

Unser Mittelklasse-System basiert auf einem günstigen Zwei-Kerner, der auf einem Mainboard mit Intels P31-Chipsatz Platz nimmt. Der Intel Core 2 Duo E8200 taktet mit 2,66 GHz und verfügt über einen L2-Cache von 6 MByte. Weiterhin haben wir eine ATI Radeon HD 3870 mit 512 MByte Speicher verbaut - eine ehemalige High-End-Karte, die heute ins gute Mittelfeld passt. 2 GByte Arbeitsspeicher und Windows XP Professional gehören zur weiteren Ausstattung.

Den preiswerten Rechner haben wir anfangs an den 19-Zoll-TFT angeschlossen, die native Auflösung von 1.280 x 1.024 Pixel ausgewählt und mit der höchsten Detaildichte im DX-10-Modus gespielt. Bereits nach wenigen Schritten in freier Wildbahn ruckelt Far Cry 2 ordentlich; kommen noch Gegner oder großflächige Effekte dazu, verkommt der Shooter zu einer Dia-Show. Eine Detailstufe darunter - also "hoch" - sieht die Situation anders aus. Das Spiel läuft deutlich flüssiger; bei Effekten ruckelt es aber weiterhin. Umgeschaltet auf den DirectX-9-Modus gewinnen wir erneut einige Frames. Die beste Kombination ist jedoch, DX 9 mit "mittleren" Details einzustellen. Hier ruckelt das Game nur bei sehr hohem Effekt-Aufkommen; ansonsten habt ihr stets ein flüssiges Bild vor euch.

Fazit: Ein solches Mittelklasse-System arbeitet mit Far Cry 2 zwar nicht ideal zusammen, reicht aber für mittlere Detailstufen. Besitzt ihr ein solches System, solltet ihr zuerst die Grafikkarte austauschen; der Prozessor und die Menge an Arbeitsspeicher reichen aus. Wenn ihr nicht aufrüstet, solltet ihr auf jeden Fall auf den DirectX-10-Modus verzichten.

Download: ATI Catalyst für XP

Download: ATI Catalyst für Vista

Selbstgebaut: Diese Hardware reicht aus

Wenn ihr sowieso gerade den Neukauf eines Spiele-Rechners plant, könnt ihr ihn getrost auf Far Cry 2 auslegen. Alle anderen aktuellen Spieletitel laufen damit prima und auch zukünftige Games werden flott genug beschleunigt.

Machen wir uns nichts vor: Der beste 3D-Shooter macht keinen Spaß, wenn die Grafik nicht stimmt. Mit unseren Hardware-Empfehlungen macht ihr nichts falsch: Mit einem solchen Rechner sieht Far Cry 2 zum Anbeißen aus. Und das Beste: Der Rechner kostet keine 700 Euro.

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MSI P45 Neo3-FR: Eine flotte Grundlage für den Far-Cry-2-PC.
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Mainboard: MSI P45 Neo3-FR (Sockel 775)

Das MSI-Mainboard basiert auf Intels aktuellem P45-Chipsatz, dem offiziellen Nachfolger des beliebten P35. Das Board unterstützt alle aktuellen Core-2-Duo-, Core-2-Quad- und Core-2-Extreme-CPUs, die es auf dem Markt gibt. Einziger Nachteil: Intels kommende Prozessor-Generation Core i7 könnt ihr damit nicht betreiben.

Preis: etwa 70 Euro

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Intel Core 2 Duo E8400: QuadCore ist nicht notwendig.
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Prozessor: Intel Core 2 Duo E8400

Quad-Core muss nicht sein: Investiert in den Core 2 Duo E8400, einen zeitgemäßen Dual-Core-Prozessor auf der Penryn-Architektur. Die CPU ist mit einer Taktfrequenz von 3,0 GHz ausgestattet und erreicht ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Mit 6 MByte L2-Cache und der Unterstützung des FSB 1333 wird er noch lange ein treuer Spiele-Begleiter sein.

Preis: etwa 140 Euro

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Corsair DDR2-800 PC2-6400: Guter Arbeitspeicher ist derzeit günstig.
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Arbeitsspeicher: 2 GByte (Corsair DDR2-800 PC2-6400)

2 GByte RAM sollten es auf jeden Fall sein. Idealerweise läuft der Rechner mit 1-GByte-Riegeln im schnelleren Dual-Channel-Modus. Wenn ihr 3 GByte RAM nutzt, müsst ihr darauf verzichten. Achtet auch darauf, dass ihr nicht unbedingt das Billigste vom Billigen nehmt. Aktueller Arbeitsspeicher sollte mindestens mit 800 MHz betrieben werden und dafür auch zertifiziert sein. Außerdem besteht bei sehr günstigem Speicher oftmals die Gefahr der Überhitzung - besonders dann, wenn ihr eure CPU übertakten wollt.

Preis: etwa 40 Euro

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Palit Radeon HD 4850: Flotte Grafikkarte für alle Games.
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Grafikkarte: Palit Radeon HD 4850 (512 MByte)

Auch wenn Ubisoft bei der Entwicklung von Far Cry 2 stark mit Nvidia zusammengearbeitet hat, raten wir zur neuen Radeon HD 4850. Diese Grafikkarte verfügt über ein kaum schlagbares Preis-Leistungsverhältnis. Die Leistung reicht selbst für das Bombast-Spiel Crysis aus - alle anderen aktuellen Games beschleunigt sie problemlos. Die Palit-Karte ist mit 512 MByte GDDR3-Speicher ausgestattet und bietet Taktraten von 625 MHz (Chip) und 1,98 GHz (Speicher). Der Speicher ist über ein flottes 256-Bit-Interface angebunden.

Preis: etwa 130 Euro

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WD Caviar SE16: Gute Platte mit viel Speicherplatz.
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Festplatte: WD Caviar SE16 (640 GByte)

Als Festplatte empfehlen wir die Caviar SE16 von Western Digital - den aktuellen Preis-Leistungssieger unter den internen SATA-Festplatten. Das Modell bietet eine Speichermenge von 640 GByte - und somit ausreichend Platz für dutzende Spiele-Installationen, eure Musik-Sammlung und weitere Desktop-Anwendungen.

Preis: etwa 60 Euro

Alles Weitere hängt von eurem Geschmack ab. So entlastet ihr die CPU, wenn ihr euch beispielsweise eine separate Soundkarte zulegt. Die Soundblaster X-Fi Xtreme Gamer von Creative Labs kostet nur noch rund 60 Euro und liefert satten Sound für euer Surround-System oder das Headset.

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Soundblaster X-Fi Xtreme Gamer: Wenn euch der Onboard-Sound nicht reicht.
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Beim Netzteil solltet ihr darauf achten, dass es leise ist und über mindestens 500 Watt verfügt. Gerade dann, wenn ihr später auf eine Quad-Core-CPU oder eine stärkere Grafikkarte aufrüsten wollt, solltet ihr etwas Luft nach oben haben. Ebenso zieht die Nutzung mehrerer Laufwerke oder externe USB-Gadgets einiges an Strom. Das Corsair HX 520W gibt es ab rund 80 Euro, liefert 520 Watt und bleibt dabei schön ruhig.

Zusammen mit einem Gehäuse und einem preiswerten DVD-Brenner kommt ihr somit auf rund 650 Euro - ein fairer Preis für einen flotten Spiele-Rechner.

Fazit: Der perfekte Far-Cry-2-PC kostet nicht die Welt

Anders als damals bei Crysis finden wir hier schnell zum richtigen PC. Und dieser muss nicht einmal viel kosten: Für rund 650 Euro - oder etwas mehr bei einem Komplett-PC - bekommt ihr ein absolut ausreichendes Gerät.

Wir raten: Bastelt euch euren Far-Cry-2-PC doch einfach selbst zusammen - oder lasst ihn euch bauen. So kommt ihr wesentlich günstiger davon, da ihr bei jeder einzelnen Komponente den besten Preis herausschlagen könnt. Gerade dann, wenn ihr bereits eine Lizenz von Windows XP oder Vista besitzt, spart ihr hier oftmals 100 Euro oder mehr.

Die Kernkomponenten entscheiden

Achtet besonders auf eine schnelle Grafikkarte. Wer unsere Empfehlung - die Radeon HD 4850 - nicht will, kann auch zu Nvidia greifen. Beispielsweise bietet die rund 180 Euro teure Gigabyte GF9800GTX+ (512 MByte) ganz ähnliche Leistungswerte. Wer es eine Spur günstiger will, ist auch bei der Leadtek GF9800GT (512 MByte) für etwa 110 Euro gut aufgehoben.

Beim Prozessor und Arbeitsspeicher solltet ihr keine Kompromisse eingehen. Ein schnelles Core-2-Duo-Modell ist Grundlage für ein langlebiges Gaming-System. Auf einen Athlon 64 X2 oder Pentium-Modelle solltet ihr verzichten. Wenn ihr auf jeden Fall einen Quad-Core-Prozessor haben wollt, raten wir zum rund 230 Euro teuren Intel Core 2 Quad Q9400 mit 2,66 GHz Taktfrequenz und 6 MByte L2-Cache.

Alle weiteren Komponenten könnt ihr fast frei wählen. Mit unseren Vorschlägen fahrt ihr sicher: Alle Komponenten sind zueinander kompatibel und wurden auf Preis-Leistungstauglichkeit geprüft. Individualisten finden sicherlich einen Weg, ihr persönliches System daraus zu gestalten.