Die Zwillinge Tyler und Cameron Winklevoss reichten in Boston erneut Klage ein und wollen damit einen Vergleich aus dem Jahr 2008 annullieren lassen. Sie werfen Facebook bzw. Mark Zuckerberg vor, sie bei dem Vergleich über den Tisch gezogen zu haben.

Facebook - Winklevoss-Zwillinge reichen erneut Klage ein und wollen mehr Geld erstreiten

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Die Winklevoss-Zwillinge
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Erst im April scheiterten sie mit ihrer Klage vor einem Berufungsgericht in Kalifornien. Laut den Winklevoss-Zwillingen habe Zuckerberg ihre Idee zum sozialen Onlinenetzwerk ConnectU während der gemeinsamen Studienzeit an der US-Eliteuni Harvard im Jahr 2003 gestohlen.

Sie hatten Zuckerberg damals damit beauftragt, ihr Programm weiterzuentwickeln. Dieser habe sich aber nicht an den Vertrag gehalten und im Februar 2004 mit Facebook ein eigenes soziales Netzwerk gestartet.

Mit ihrer neuen Klage wollen beide mehr Geld erstreiten und sie wollen endgültig klären lassen, ob Zuckerberg ihnen vor dem Vergleich wichtige Details vorenthalten hat. Dabei geht es hauptsächlich um Chatnachrichten aus der Facebook-Gründungszeit, die im letzten Jahr öffentlich gemacht wurden. Zuckerberg bestätigte ihre Echtheit bereits und sagte, dass er die damaligen Äußerungen bedauere.

Die Zwillinge sind davon überzeugt, mit den Chatprotokollen bessere Karten vor dem Gericht in den Händen zu halten.

Die Einigung von vor drei Jahren brachte ihnen 65 Millionen US-Dollar ein, über 40 Millionen davon wurden in Facebook-Aktien ausgezahlt, die nun deutlich mehr wert sind. Damals wurde der Facebookwert mit 15 Milliarden US-Dollar kalkuliert, inzwischen sind es 50 Milliarden. Durch einen Börsengang werden 100 Milliarden für möglich gehalten.