Nur ein Klick zu wenig, schon wurden Tausende zu einer eigentlich privaten Facebook-Party in der Kleinstadt Haren bei Groningen eingeladen. Rund 3.000 bis 5.000 Jugendliche sollen der Einladung gefolgt sein und Chaos angerichtet haben. Dabei wird von "Millionenschäden" gesprochen.

Facebook - Ein Klick zu wenig: Facebook-Party in Holland eskaliert

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuFacebook
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 40/411/41
Das ist nicht die erste Facebook-Party, die nicht als privat markiert wurde und dadurch mehrere Tausend Leute einlud.
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Die sogenannte Party eskalierte, Autos wurden angezündet, Geschäfte geplündert und mindestens 35 Jugendliche wurden festgenommen. Etwa 30 Menschen, darunter drei Polizisten, wurden verletzt - ein 84-Jähriger sogar schwer, als er durch einen Stein an den Kopf getroffen wurde.

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner von der CSU ist der Ansicht, dass Facebook mitverantwortlich gemacht werden muss, weil das Unternehmen nicht bereit dazu sei, die Datenschutz-Einstellungen zu verbessern.

Deshalb müsse Facebook unverzüglich die Nutzerkonten ändern, wie sie in der Montagsausgabe der Zeitung "Rheinische Post" erklärte. Mit restriktiven Grundeinstellungen müsse Facebook sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche nicht irrtümlich private Veranstaltungen für Millionen Facebook-User öffentlich machen können.

Laut Bürgermeister Rob Bats war man vorbereitet, doch solch eine Gewalt habe es bislang noch nicht gegeben. Das Mädchen hatte auf Facebook zu ihrem 16. Geburtstag eingeladen und dabei vergessen oder nicht darauf geachtet, diese Veranstaltung als privat zu markieren.