Laut dem Blog Techcrunch ist Facebook an einer Übernahme des Nachrichtendienstes Whatsapp interessiert. Der Blog beruft sich dabei auf Quellen, die „nah an der Sache sind“.
Das 2009 gegründete Unternehmen Whatsapp Inc. stellt Nutzern den gleichnamigen Nachrichtendienst Whatsapp zur Verfügung, über dem Nachrichten bei einer verfügbaren Internetverbindung versendet werden können.

Der Dienst läuft auf allen relevanten mobilen Betriebssystemen und dient seit jeher als günstige Alternative zu SMS-Nachrichten. Zudem lassen sich kostengünstig Bilder oder Videos über den Messenger versenden. Mark Zuckerberg, Gründer von Facebook, deutete erst vor kurzem an, dass Facebook sich mehr um den mobilen Bereich kümmern werde.

Whatsapp könnte für das kalifornische Unternehmen Facebook Inc. besonders interessant sein, da der Nachrichtendienst viele Nutzer vorzeigen kann. Vor etwa einem Jahr im Oktober 2011 vermerkte das Unternehmen, dass man die eine Milliarde-Nachrichten-Marke pro Tag erreicht habe – inzwischen sind es bereits zehn Milliarden Nachrichten.

Facebook erhofft sich mit der Übernahme wachsende Einnahmen. Das angestrebte Modell, seine Einnahmen mit Werbung zu steigern und so weitere Investoren zu gewinnen, funktioniert nicht wie geplant. Im Desktop-Bereich sind die großen Probleme Applikationen für Browser wie AdBlock, die die Werbung nicht anzeigen lassen. Die für den mobilen Bereich gesponserten Beiträge, die Unternehmen erwerben können, um sie von der Chronik abzuheben, laufen schleppend. Whatsapp lässt seine Applikation bisher für 0,89 Euro im App-Store verkaufen, bei Android ist sie zunächst kostenlos.

Der Nachrichtendienst hat allerdings seit seiner Entstehung mit Sicherheitsproblemen zu kämpfen. So ist es trotz neuestem Update noch immer möglich, den Account eines anderen Nutzers zu übernehmen. Zuvor wurden die Nachrichten unverschlüsselt versendet und es war möglich, diese auszulesen. Whatsapp ist auf den Betriebssystemen iOS, Android, Blackberry OS, Windows Phone 7, Windows Phone 8, Symbian und MeeGo erhältlich.