Epic Games' Vice President Mark Rein sprach mit The List Daily über das 'Second Screen'-Feature. Dabei scheint er noch nicht ganz vollkommen überzeugt zu sein.

Epic Games - Vice President Mark Rein ist noch skeptisch gegenüber Second Screen

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Spiele wie Ubisofts Watch Dogs bieten das 'Second Screen'-Feature an
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Eines der herausragenden Features, mit denen die Next-Gen-Konsolen PS4 und Xbox One beworben werden, ist das sogenannte Second Screen. Ziel der Entwickler ist es, mithilfe von Companion Apps die Immersion weiter voranzutreiben und das Spiel noch tiefer in den Alltag der Spieler zu integrieren. Nützliches wie das Verschieben von Menüs auf einen zweiten Bildschirm ist dabei nur Beischmuck.

"Ich denke, wir werden den wahren Wert der 'Second Screen'-Idee noch sehen müssen, wenn man über SmartGlass und Companion Apps und solchen Dingen spricht", so Mark Rein, Epic Games' Vice President. "Aber das bedeutet nicht, dass es nicht eines Tages richtig groß werden kann. Ich weiß nur nicht, was es momentan genau ist."

"Wobei ich SmartGlass wirklich nutze, ist das Auswählen von Dingen aus dem Menü und beim Navigieren durch den Store, statt auf den Controller zurückzugreifen. Es ist großartig zum Filme schauen und dann weiterzuschauen, wenn man sich wegbewegt. Es gibt eine Menge toller Nutzungsmöglichkeiten und Anwendungen. Wo es sich in Spiele einbringen kann, weiß ich nicht. Ich bin nicht überzeugt davon, mein Tablet zu nehmen, mein Spiel auszuwählen und das Tablet dann wieder abzulegen und dann zu meinem Controller zu greifen. Es ist eine irgendwie seltsame Art, ein Spiel auszuwählen, also weiß ich nicht, ob es so funktionieren wird oder nicht."

Dennoch ermutige er Entwickler, sich mit diesem Feature auseinanderzusetzen und dabei Spass zu haben. Früher oder später werde eine Killer-App erscheinen, die dieses Feature rechtfertigen wird.

Worin er sich aber absolut sicher sei, ist die Tatsache, dass die Spieler aufhören sollten, Tablets und Smartphones als Konkurrenz zu den Konsolen zu betrachten. Er glaube nicht an einen solchen "Krieg". Das seien nun mal völlig unterschiedliche Plattformen mit unterschiedlichen Nutzungsgebieten. Eine Konsole sei nun mal stationär, ein Tablet trage man mit sich herum.

"Das bedeutet natürlich nicht, dass sie nicht dieselbe Leistung haben werden, und dass man nicht in der Lage sein wird, sein Tablet an den Strom zu schließen, einen Controller hinzuzufügen und damit zu spielen wie mit einer Konsole. Ich denke, das wird unausweichlich sein. Ich glaube, Apple hat den Gedanken eines Controllers bereits verinnerlicht."

Dennoch könne man Konsolen- und Tablet-Erlebnisse klar voneinander trennen. Wenn er Lust auf Need for Speed: Rivals habe, spiele er es auf einer Konsole. Ein Spiel wie Epic Games' Infinity Blade dagegen, sei ein perfektes Tablet-Erlebnis.