DirectX 11 ist angekommen. Sowohl Windows 7 als auch Windows Vista unterstützen die neue Schnittstelle; entsprechende Hardware ist ebenso schon zu kaufen. Grund genug zu zeigen, wohin der Grafik-Zug abfährt.

Dieser Artikel wurde zur Verfügung gestellt von CHIP Online.

chip.de Fotostrecke: DirectX 11 - Das bringt die nächste Generation

Mit der Veröffentlichung von Windows 7 hat Microsoft auch der DirectX-Schnittstelle neues Leben eingehaucht. Die Version 11 bietet im Vergleich zum Vorgänger entscheidende Neuerungen.

Unterstützung für die CPU

Eine der interessantesten Entwicklungen auf dem Grafikkarten-Markt findet sich auch in DirectX 11 wieder. So werden die starken Grafik-Prozessoren zur Berechnung von grafikfremden Inhalten genutzt. Nvidia hat dieses Prinzip mit CUDA bereits gezeigt. Microsoft nennt diese Technologie, die mit allen DirectX-11-fähigen Grafikkarten funktioniert, Compute-Shader und packt sie in das aktuelle DirectX-Paket.

DirectX 11 - Grafik-Revolution? Die besten Spiele und Karten für DirectX 11

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DirectX 11 verspricht den Sprung in die nächste Grafik-Generation.
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Verbesserungen in Spielen

Ein weiteres Feature nennt sich Tesselation. Prinzipiell geht es dabei um das Zerteilen eines groben Dreiecksgitters in feinere Formen. Somit können die Charaktere in Computerspielen deutlich hübscher dargestellt und selbst Feinheiten bei Haut oder Kleidung detailliert gezeigt werden. Für einen weiteren Performance-Boost sorgt Multi-Threading: Dabei geht es darum, dass mehrere Ausführungsstränge innerhalb eines Tasks gleichzeitig bearbeitet werden können. Während dies bislang vor allem bei CPUs der Fall war, macht Direct3D 11 auch auf GPUs nun davon Gebrauch.

Wir präsentieren im folgenden Artikel die besten Direct-X11-Grafikkarten, die neuen Direct-X11-Games und jene, bei denen ihr per Update in den Genuss der neuen Grafik-Highlights kommen.

Hardware: Diese Grafikkarten sprechen DirectX 11

Zwar können auch ältere DirectX-10-Grafikkarten einige Befehle der neuen Schnittstelle nutzen, die maximale Performance und Qualität bekommt ihr aber derzeit nur mit der neuen Kartengeneration von AMD.

Von den beiden großen GPU-Produzenten ist bislang nur einer zu DirectX 11 vorgestoßen. Während Nvidia an seinem Chip namens GF100 Fermi noch arbeitet und voraussichtlich erst 2010 auf den Markt kommt, hat AMD bereits eine breite Palette an verschiedenen Karten in den Regalen stehen. Wir stellen die beiden empfehlenswertesten Vertreter vor.

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Radeon HD 5850: Unsere Referenz der PCIe-Grafikkarten.
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Sehr flott: HIS Radeon HD 5850

Günstig und pfeilschnell: Die Radeon HD 5850 von HIS stürmt die Bestenlisten mit brachialer Gaming-Power, leisem Kühler und adäquatem Stromverbrauch. In Sachen Leistung hat sie unseren Benchmark-Parcours mit Bravour gemeistert. Insgesamt fallen die gemessenen Werte zwar rund 10 Prozent geringer aus als bei der HD-5870-Konkurrenz, hängen die meisten anderen Highend-Grafikkarten dennoch locker ab. Beispiel: Beim 3D-Kracher Crysis kommt das HIS-Modell auf stolze 55 Frames bei einer Auflösung von 1.680 x 1.050, vierfacher Kantenglättung und 16-fachem anisotropischen Filter.

Ein weiterer Pluspunkt ist die geringe Lautheit: Während die HD 5870 im 3D-Betrieb noch stark hörbar war, zeigt sich bei der HD 5850 ein komplett gewandeltes Bild. Mit durchschnittlich 0,7 sone auf dem Windows-Desktop und 1,1 sone in 3D-Anwendungen sind in dieser Leistungsklasse ganz famose Werte.

Preis: rund 240 Euro

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Radeon HD 5770: DX-11-Power für Sparfüchse.
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Sehr günstig: Gigabyte HD 5770

Sind euch 240 Euro schlicht zuviel Geld für eine Grafikkarte? Dann spart doch einfach 100 Euro und greift zur Radeon HD 5770. Betrachtet man die reine Performance, so liegt die HD 5770 auf Augenhöhe mit der HD 4870, der zweitschnellsten Single-GPU-Lösung von AMDs Vorgänger-Generation. 36 Bilder pro Sekunde im DirectX-Game Crysis bei einer Auflösung von 1.680 x 1.050 Pixel, vierfachem Anti-Aliasing und 16-fachem anisotropischen Filter sind für eine preiswerte Mittelklasse-Karte ein sehr guter Wert.

Daneben verfügt auch diese Karte über einen besonderen Stromspar-Modus auf dem Windows-Desktop und bleibt auch in hitzigen Situationen gelassen. Mit 0,5 sone im 2D-Betrieb und 0,7 sone bei 3D-Spielen positioniert sich die Karte auf einem hervorragenden Niveau. Dadurch erreicht die Karte eine sehr gute Bewertung in diesem Bereich.

Preis: rund 140 Euro

Jetzt bei amazon bestellen:

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Ladybug: Beeindruckende Demo von AMD.
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Erster Härtetest: DX-11-Demos

Kaum ist DirectX 11 verfügbar, gibt es auch schon den ersten Benchmark sowie einige Demos, die die Fähigkeiten der Karten aufzeigen. Wem die wenigen verfügbaren DX-11-Games nicht zusagen oder wenn nach dem Kauf einer entsprechenden Grafikkarte erstmal der Geldbeutel leer ist, dann kommt ihr so auch gratis in den Genuss der neuen Optik.

Zum einen bietet AMD zwei beeindruckende Tech-Demos an, für die ihr eine Grafikkarte der HD-5800-Serie sowie Windows 7 benötigt. Zum anderen bewertet der Heaven Benchmark die Leistung eures Systems und bietet zudem noch DirectX-9- und 10-Modi, um die Optik zu vergleichen. Beide Pakete findet ihr bei uns zum Download.

Download: Heaven - DX11 Benchmark

Download: AMD Tech-Demo-Paket

Games zum Ersten: Spiele auf Basis von DirectX 11

Bereits vor der Veröffentlichung der neuen Schnittstelle haben einige Spiele-Hersteller Projekte auf DirectX 11 optimiert. Wir stellen euch die wichtigsten Games vor, die demnächst auf den Markt kommen werden oder bereits zu kaufen sind.

Colin McRae: DiRT 2

Das Offroad-Rennspiel von Codemasters ist eines der Vorzeige-Projekte, die DirectX 11 in Szene setzen sollen. Die Entwickler legen bei dem Spiel großen Wert auf eine anspruchsvolle Präsentation. Bereits kurz nach dem Start schallt Rockmusik aus den Boxen, die das Hauptmenü begleitet und direkt klar macht, dass DiRT 2 vor allem auf brachiale Action setzt. Auch das Spiel selbst ist deutlich arcadelastiger geworden; der Simulationsanteil wurde zwar nicht gestrichen, aber merklich reduziert.

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DiRT 2: Offroad-Rennspiel mit Luxus-Optik.
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Mit eurem Boliden fetzt ihr durch die unterschiedlichsten Gebiete: Wüsten, Innenstädte bekannter Metropolen oder Dschungelgebiete. Die Ego-Engine sorgt für spektakuläre Grafik, die ihresgleichen sucht. Je nach Power eures Rechners schraubt ihr die Detaildichte so stark nach oben, dass das Spielextrem realistisch wirkt. Während Konsolen-Zocker bereits herumdüsen dürfen, lassen sich die Entwickler bei der PC-Version noch etwas Zeit, um DirectX-11-Effekte einzubauen. Laut den letzten Informationen soll das PC-Spiel am 3. Dezember auf dem Markt erscheinen.

Stalker: Call of Pripyat

Stalker geht in eine neue Runde. Während der direkte Vorgänger - Clear Sky - nicht wirklich überzeugen konnte, machen die Entwickler bei Call of Pripyat vieles wieder gut. So fallen vor allem die Quests wesentlich spannender aus, da sie diesmal nicht zufallsgeneriert sind, sondern geschrieben wurden. Somit entwickelt sich auch die Story rund um die Zone wesentlich interessanter. Auch die Welt an sich wurde deutlich entschlackt. Während Clear Sky vor Gegnern nur so überquoll und man permanent in Kämpfe verwickelt war, wird im Nachfolger auch auf das Erforschen der Gegend Wert gelegt. Somit kommt ein insgesamt realistischeres Bild der Spielwelt auf.

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Call of Pripyat: Guter Shooter mit DirectX 11.
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Grafisch hat das neue Stalker zwar einiges auf dem Kasten, sieht in vielen Situationen dennoch schlechter aus als so manches DirectX-10-Spiel. Erst bei der höchsten Detailstufe, für die ein sehr flotter Rechner vorhanden sein sollte, offenbart das Game seine Optik-Stärken. Seit der Version 1.6 bietet die X-Ray-Engine Effekte wie Hardware-Tesselation und Contact-Hardened-Shadows, die DirectX 11 vorbehalten sind. Das Spiel ist bereits erhältlich.

Aliens vs. Predator

Nach dem Original-PC-Spiel aus dem Jahre 1999 legt Publisher Sega den Horror-Shooter neu auf. Das Spielprinzip bleibt gleich: In drei verschiedenen Kampagnen steckt ihr jeweils in der Haut der drei verfeindeten Fraktionen. Dabei übernehmt ihr die Rolle des Aliens, das sich mit Klauen und Zähnen zu wehren weiß, über fast jede Anhöhe springen kann und bevorzugt aus der Dunkelheit angreift. Die Menschen-Kampagne lässt euch als Colonial Marine zu mächtigen Wummen greifen. Dieser Teil des Spiels dürfte viele Parallelen zu bekannten First-Person-Shootern haben.

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Aliens vs. Predator: Kommt nicht nach Deutschland.
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Als Predator versteht ihr euch als Meister der Tarnung: Mit einer speziellen Vorrichtung macht ihr euch unsichtbar und schleicht an eure Feinde heran, um aus dem Hinterhalt anzugreifen. Dieser Part erfordert taktisches Feingefühl und Stealth-Action; noch mehr als beispielsweise bei der Splinter-Cell-Serie vom Spieler verlangt wird. Auf Grund der heftigen Gewaltdarstellung wird das Spiel laut Sega auf dem deutschen Markt nicht veröffentlicht. DirectX-11- und Alien-Fans müssen das Spiel also importieren.

Games zum Zweiten: Per Patch zu DirectX 11

Battleforge

In der Fantasy-Welt von Nyn spielt sich Furchtbares ab: Die Götter, die einst über Nyn wachten, sind fort - und das Schicksal der Welt hängt nun an den Himmelsfürsten. Um den Sterblichen zu helfen und Ordnung in das Chaos zu bringen, könnt ihr nun Kreaturen zum Leben erwecken und in den Kampf gegen mutierte Monsterhorden schicken. Die kostenlose Version von BattleForge enthält die acht Karten der vier Mächte Natur, Schatten, Feuer und Frost, was zum Einstieg in BattleForge ausreicht.

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Battleforge: Strategie-Spiel mit DirectX 11.
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Für den tieferen Einstieg in das Spiel lassen sich durch den Einsatz von BattleForge-Punkten - so heißt die Ingame-Währung - weitere Sammelkarten hinzukaufen. Das Spielprinzip ist äußerst ungewöhnlich. Der Spieler baut nicht, wie sonst in Echtzeit-Strategiespielen üblich, eine Basis auf, in der er Truppen rekrutiert. Das Spiel ist eher eine Mischung aus Sammelkartenspiel und Echtzeit-Strategie. Seit dem 23. September steht ein Patch via Auto-Update zur Verfügung, der das Spiel dank DirectX 11 deutlich performanter gestaltet. Optisch ändert sich dagegen nichts.

Der Herr der Ringe Online

Das Online-Rollenspiel rund um Tolkiens „Herr der Ringe“-Saga ist bei seinen Fans immer noch extrem beliebt. Grundsätzlich spielt es sich wie jedes andere MMOG: Ihr erstellt einen Charakter, dessen Aussehen ihr nach Bedarf gestaltet. Weiterhin habt ihr die Wahl zwischen unterschiedlichen Klassen wie Schurke, Jäger, Wächter oder Barde. Diese spielen sich komplett anders, verfügen über verschiedene Fähigkeiten und werden im Gruppenkampf anders eingesetzt.

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HdRO: DX-11-Update kommt nächstes Jahr.
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Im Laufe des Spiels nehmt ihr Quests an - Aufgaben, die computergesteuerte Charaktere verteilen. Dabei sammelt ihr beispielsweise Gegenstände oder besiegt eine bestimmte Anzahl von Feinden. Nach erfolgreichem Abschluss bekommt ihr eine Belohnung in Form von Items, Spiel-Währung und Erfahrung. Die Erfahrungspunkte nutzt ihr zum Aufleveln eures Charakters. Neben dem Preis für die Spiel-Box müsst ihr eine monatliche Gebühr von rund 13 Euro bezahlen, um HdRO spielen zu können. Laut dem Hersteller soll "im kommenden Jahr" ein Update erhältlich sein, das die Grafik-Engine für DirectX 11 fit macht.

Dungeons and Dragons Online

Ein weiteres Online-Rollenspiel des amerikanischen Herstellers Turbine bekommt ebenfalls Unterstützung für Microsofts neuester Schnittstelle. Das Spielprinzip unterscheidet sich in einigen Punkten von anderen MMOGs wie World of Warcraft oder Aion. So versucht das Spiel, das Grundregelwerk des „Dungeons and Dragons“-Systems weitgehend beizubehalten und es nur dort zu erweitern, wo es für ein Online-Rollenspiel notwendig ist.

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DDO: Das MMOG wird 2010 verschönert.
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Im Vergleich zu anderen MMO-Vertretern läuft beispielsweise die Vergabe von Erfahrungspunkten signifikant anders ab. So bekommen der Spieler und seine Gruppe eine bestimmte Aufgabe und müssen diese bis zum Ende erfüllen, um die Erfahrung zu erhalten. Allein durch das Töten von Monstern (das sogenannte "Grinden") kann der Charakter nicht verbessert werden. Turbine will auch hier die Grafik-Engine mit DirectX-11-Features verschönern. Im ersten Quartal 2010 soll es soweit sein.