Die nächste Runde im stetigen Gerangel um den Thron der Browserkönige ist eröffnet. Microsoft ließ verlautbaren, dass die nächste Version ihres "Internet Explorers" der schnellste Browser des Internets werden solle.

Harte Worte, aber immerhin unterlegt Microsoft sie auch mit scheinbar harten Fakten. In einem Vergleichsbericht des Marktforschungsinstitutes comScore konnte sich die Vorabversion des IE 8.0 gegen Chrome 1.0 und Firefox 3.05 durchsetzen.


Dazu wurden die Ladezeiten von 25 Webseiten, die laut den Angaben des Instituts zu den weltweit meistbesuchten Internetpräsenzen gehören, getestet. Microsofts Browser konnte sich bei immerhin 17 der getesteten 25 Internetseiten behaupten, darunter YouTube, Facebook, E-Bay und Mozilla. Unter den Top Ten der beliebtesten Seiten sicherte sich der Browser aus Redmond immerhin 5 Geschwindigkeitsrekorde.

Kurioses Detail dabei: Ausgerechnet die Seite microsoft.com konnte der Firefox schneller laden als die Konkurrenz.

Kritisch zu den Ergebnissen äußerte sich hingegen Google-Sprecher Stefan Keuchel gegenüber pressetext:

"Zahlreiche Tests belegen, dass Google Chrome durch seine V8-Javascript-Engine im Vergleich zu anderen Browsern deutlich schneller ist"


Desweiteren ist zu beachten, dass für im Vergleichstest sowohl der von Apple viel für seine Geschwindigkeit beworbene Apple-Browser Safari außen vor blieb, als auch die Browseralternative Opera. Im Übrigen wurden nur Releaseversionen der entsprechenden Konkurrenten herangezogen. Zu beachten ist aber, dass beispielsweise der Firefox 3.5 mit einer umfangreichen Generalüberholung der Layout-Engine "Gecko" aufwarten wird, welche nochmals für einen gehörigen Leistungsschub sorgen soll.