Der DVD-Nachfolger will die Wohnzimmer erobern. Doch so brillant die HD-Videos sind, so problematisch ist für viele der Umstieg. Unser Blu-ray-Special hilft und klärt alle offenen Fragen.

Die Schweißperlen auf der Stirn des Helden, die winzigen Lachfältchen um die Augen der weiblichen Hauptfigur – bei Filmen in High-Definition (HD) sieht man jedes Detail. Aber im Detail steckt auch das Problem beim HD-Genuss. Obwohl nun immerhin der Formatkrieg zwischen Blu-ray und HD-DVD entschieden ist, hakt es auch beim Sieger Blu-ray bei vielen Kleinigkeiten – was vor allem daran liegt, dass immer neue Standards, Features und Kopierschutz-Mechanismen die Käufer verwirren.

Noch geringe Nachfrage

Entsprechend zurückhaltend sind die deutschen Privathaushalte bei der Anschaffung von Blu-ray-Playern: Bis Ende 2008 soll es gerade mal 1,2 Millionen Haushalte mit Blu-ray-Abspielgeräten geben – bei fast 40 Millionen Haushalten in der Bundesrepublik eine äußerst geringe Zahl.

Blu-ray - Der totale Überblick: Player, Brenner und Laufwerke im Vergleich

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Blu-ray: detailschärfer und bessere Farben als herkömmliche DVDs.
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Das liegt natürlich auch an den immer noch sehr hohen Preisen für Player und Medien. Hier sind die Hersteller dringend gefordert. Aber wir können wenigstens die Verwirrung mildern und die entscheidenden Einzelheiten des HD-Standards erklären. gamona zeigt, wie ihr euer Heimkino ohne große Investitionen und Aufwand so umbauen könnt, dass sich Blu-ray-Filme in voller Auflösung und Detailschärfe abspielen lassen.

Das vorneweg: Wer HD-Filme sehen will, braucht ein Flachbild-TV oder einen Beamer mit HD-ready-Logo, besser noch mit voller HD-Auflösung (FullHD).

Ein alter Röhrenfernseher kann das hochauflösende Bild gar nicht zeigen. Zurzeit klappt das Abspielen über analoge Schnittstellen zwar noch, es ist aber zu befürchten, dass die Filmstudios demnächst beschließen, die analoge Wiedergabe abzuschalten und den Blu-ray-Film nur noch über die digitalen Schnittstellen HDMI und DVI (mit HDCP) auszugeben.

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Panasonic TH-42PX8E: Reaktionsschnelligkeit und ein klasse Bild zeichnen diesen Plasma-Fernseher aus.
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Um auch in Zukunft und vor allem in voller Brillanz Blu-ray-Filme zu sehen, ist also der Besitz eines geeigneten Wiedergabegerätes nötig. Wenn bereits ein passendes HD-Wiedergabegerät in eurem Wohnzimmer steht, sind die elementaren Voraussetzungen für den Blu-ray-Genuss schon geschaffen. Bei den meisten Besitzern eines Flachbild-Fernsehers fehlt da eigentlich nur noch ein geeignetes Abspielgerät.

Gut und günstig: TV und Beamer für Blu-ray

„HD ready“- oder „FullHD“-Logo sind Pflicht, um Blu-ray-Videos abzuspielen. Wir stellen zwei erschwingliche Top-Geräte vor.

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Heim-Beamer: Der EMP-TW680 von Epson ist erfreulich leise.
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Volksplasma: Ein empfehlenswerter Fernseher für den Blu-ray-Genuss ist der Panasonic TH-42PX8E. Er ist reaktionsschnell, hat ein hervorragendes Bild und kostet mit gerade mal 750 Euro erfreulich wenig. Fehlt noch ein HD-taugliches Gerät, ist der TH-42PX8E die erste Wahl für das Heimkino.

Guter Beamer: Mt dem EMP-TW680 hat Epson ein Spitzengerät für knapp 800 Euro auf den Markt gebracht. Bei einer maximalen Bilddiagonale von 7,6 Metern kommt echtes Kino-Feeling auf. Obendrein bleibt die Geräuschentwicklung der Lüfter im Projektor unterhalb eines wirklich störenden Pegels.

Blu-ray-Player: Zu viele Standards, zu teuer

Für DVDs ist ein klassischer DVD-Player die einfachste Lösung, um sich einen Film auf einer der Silberscheiben anzusehen. Klar. Da liegt die Vermutung nahe, dass dies für Blu-ray ebenfalls gilt. Leider gilt dieser Umkehrschluss nicht.

Es gibt zwar mittlerweile jede Menge Blu-ray-Player fürs Wohnzimmer, wirklich empfehlenswert ist jedoch die gesamte Klasse noch nicht. Das liegt zum einen an den hohen Preisen, zum anderen aber auch an den sich ständig weiterentwickelnden Blu-ray-Standards.

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Sony BDP-S 300: günstigster Blu-ray-Player auf dem Markt.
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Profil-Wirrwarr

Mittlerweile sind drei Blu-ray-Profile für Video und eines für Audio auf dem Markt: Der Initial-Standard 1.0, der alle grundlegenden Funktionen bietet, die Erweiterung 1.1 (Bonus View) mit einem zweiten Audio- und Video-Decoder für die Bild-in-Bild-Funktion und das aktuelle Profil 2.0 (auch als „BD-Live“ bezeichnet), das mindestens drei Video-Decoder sowie 1 GByte Speicher und eine Internetverbindung bei jedem Gerät vorschreibt. Mittlerweile gibt es sogar das Blu-ray-Profil 3.0, das sich aber ausschließlich mit Blu-ray-Audio-Discs beschäftigt.

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Samsung BD-P1500: Bietet bereits den Profil 1.1 Standard.
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Geheimniskrämerei

Da ist man als normaler Kunde schon überfordert – vor allem deswegen, weil die meisten Player-Hersteller das Profil, das sie unterstützen, nicht auf der Verpackung angeben. Erkennen können Sie das Profil aber meistens am Preis: Den günstigsten Blu-ray-Player auf dem Markt, den Sony BDP-S 300, gibt es für knapp unter 250 Euro – allerdings nur mit dem alten Blu-ray-Profil 1.0. Die zahlreichen Funktionen, die aktuelle Blu-ray-Scheiben bieten, lassen sich mit diesem Player nur beschränkt nutzen.

Unter 300 Euro nur Minimalausstattung

Ab etwa 280 Euro bekommen Sie bereits einen Profil-1.1-Player: Der Samsung BD-P1500 bietet zumindest schon Bild-in-Bild-Features. Die Netzwerkschnittstelle dient allerdings lediglich zum Updaten der Firmware des Players. Grundsätzlich lassen sich Blu-ray-Player, wie auch die meisten DVD-Player, per CD oder übers Internet mit einer neuen Firmware versehen. Die Features, die ein neues Profil vorschreibt, erreichen sie damit aber nicht – die neuen Hardware-Voraussetzungen sind natürlich nicht per Software nachrüstbar.

Auf dem neuesten Stand

Sucht man also einen Player, der zumindest videoseitig auf dem Stand der Technik ist, wird es richtig teuer: Das momentan günstigste Modell mit dem Blu-ray-Profil 2.0 ist der Panasonic DMP-BD50 für knapp 500 Euro. Das ist viel Geld in Anbetracht der Tatsache, dass man nicht sicher sein kann, wann bereits der nächste Standard am Start ist.

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PlayStation 3: Die Spielekonsole ist dank Updates immer auf dem neuesten Stand.
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Für alle Standards: PlayStation 3

Der einzige Blu-ray-Player, der sich aufgrund enormer Hardware-Reserven seit seiner Einführung mit Profil 1.0 stetig auf den neuesten Stand bringen lässt, ist tatsächlich Sonys PlayStation 3. Seit Kurzem ist die PS3 sogar in der Lage, BD-Audio nach dem Profil 3.0 mit allen Features wiederzugeben. Mittlerweile kostet die 40-GByte-Version noch etwa 380 Euro. Das ist etwas mehr als die derzeit günstigsten Player, dafür lässt sich die PS3 aber wohl auch in Zukunft durch Updates immer wieder auf den neuesten Stand zu bringen – an der nötigen Leistung wird es der PlayStation jedenfalls nicht fehlen. Dass man mit der PS3 auch eine leistungsfähige Spielekonsole und einen vollwertigen Streaming-Client bekommt, ist da fast nur noch ein nettes Extra.

Immer noch viel zu teuer

Die Anschaffung eines Blu-ray-Players ist derzeit immer noch ein überraschend teurer Spaß. Überraschend deshalb, weil die Technik schließlich nicht mehr in den Kinderschuhen steckt. Bereits 2002 – also vor sechs Jahren – wurde der erste Blu-ray-Standard verabschiedet. Erinnert man sich an die Einführungszeit der Video-DVD 1997, sind die Playerpreise innerhalb von sechs Jahren bis 2003 von umgerechnet etwa 1.000 Euro auf deutlich unter 100 Euro gefallen. Ein vergleichbarer Preissturz würde sicher auch der Blu-ray helfen – doch da haben die Hersteller der Player noch viel nachzuholen.

Blu-ray am PC: Die günstigste Lösung

Die Hersteller von Consumer- Elektronik-Geräten sind also noch nicht so weit, sie bieten ihre Geräte noch zu teuer an und sind zu wenig flexibel. Die Hersteller von Computer-Laufwerken mit Blu-ray-Unterstützung aber haben die Zeichen der Zeit erkannt und starten gerade einen Preiskampf.

Mittlerweile sind die ersten Blu-ray-Laufwerke für um die 100 Euro zu bekommen. Und: Beinahe jeder PC, der in den letzten zwölf Monaten gekauft wurde, kann einfach aufgerüstet werden, um Blu-ray-Filme abzuspielen.

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HDMI-Anschluss: Ist nötig, um Blu-ray-Scheiben abspielen zu können.
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Noch vor weniger als zwei Jahren haben es nur sehr leistungsstarke Computer geschafft, den Inhalt einer Blu-ray-Filmscheibe ruckelfrei wiederzugeben. Zum einen muss der PC den Anforderungen der Verschlüsselung genügen und einen HDMI-Port oder einen DVI-Anschluss mit HDCP-Support aufweisen, was vor zwei Jahren bei Weitem noch nicht selbstverständlich war. Zum anderen zwang die hohe Rechenlast, die das Decodieren des Datenstroms mit sich bringt, selbst die meisten Zwei-Kern-Prozessoren in die Knie – mit einer CPU-Auslastung von 100 Prozent, hohem Stromverbrauch sowie starker Hitze- und Lärmentwicklung.

Hilfe von der Grafikkarte

Mittlerweile haben die Grafikchip-Hersteller ATI und nVidia eine neue Lösung gefunden. Sie decodieren den Film nicht mehr mithilfe der CPU, sondern greifen auf die Leistungsreserven der Grafikkarte zurück. Das hat den großen Vorteil, dass auch weniger rechenstarke PCs durch ein Grafikkarten-Update die Fähigkeit der Blu-ray-Wiedergabe erlangen können – was deutlich leichter zu bewerkstelligen ist als ein CPU-Upgrade. Zudem bleibt der CPU genügend Spielraum für andere Aufgaben.

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DVI: Benötigt einen Adapter, um Blu-ray-Scheiben abspielen zu können.
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ATI hat diese Hardware-Beschleunigung für Blu-ray seit der HD-2000-Serie integriert, nVidia bringt die Unterstützung seit der GeForce-8000-Reihe mit. Beide Hersteller sehen im Chip-Design vor, HDCP zu unterstützen und das Signal per DVI oder HDMI auszugeben. Zusätzlich schaffen es beide, sogar das Audiosignal, das eigentlich auf dem DVI-Stecker nichts verloren hat, in den Videostrom zu integrieren. Damit wird das Signal den HDMI-Anforderungen gerecht, die eine Übertragung von Ton und Bild vorsehen.

Unterschiedliche Konzepte

Die beiden Hersteller gehen dabei unterschiedliche Wege: nVidia holt sich den Ton einfach über ein internes Kabel, mit dem man das Audio-Signal aus dem SPDIF-Port des Mainboards abgreift und auf die Karte führt. ATI geht einen Schritt weiter und packt zum Grafikchip einen eigenen Audiochip hinzu. Dadurch arbeitet die Grafikkarte auch als Soundkarte und verbindet so auch ohne durchaus lästige Kabel den Ton mit dem Bild.

Eine High-End-Grafikkarte im Computer ist jedoch in vielen kleinen und fürs Wohnzimmer geeigneten PC-Gehäusen ein störendes Element. Denn abgesehen von der willkommenen Blu-ray-Unterstützung und der guten Spieleleistung braucht sie Platz und damit ein großes PC-Gehäuse, zieht viel Strom und erzeugt neben ganz schön viel Hitze meistens auch unangenehmen Lärm.

Blu-ray onboard

Aber auch hier haben die Hersteller mitgedacht und sogar in ihre Onboard-Grafiklösungen eine Blu-ray-Hardwarebeschleunigung integriert. Bei AMD gibt es den vollen Support seit der Chipsatz-Generation 780G, bei nVidia ab dem nForce 780. Auch Intel bleibt nicht zurück und packt seit dem G35 ebenfalls volle Blu-ray-Unterstützung in den Chipsatz. Oft erhält man den HDMI-Port per Adapter von DVI auf HDMI. Euren Adapter solltet ihr nach Möglichkeit nicht verlieren, meistens passt ein Ersatz-Modell einer anderen Grafikkarte nicht.

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HDMI Port: Die Grafikkarte MSI N9500GT bringt einen HDMI-Port mit.
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Leider ist gerade die HDCP-Unterstützung weder bei Grafikkarten noch bei Mainboards mit Onboard-Grafik Pflicht. Deshalb deaktivieren sparsame Hersteller gern die entsprechenden Schaltkreise, um Lizenzgebühren zu sparen. Schaut also immer ins Handbuch, ob eure Hardware auch wirklich HDCP unterstützt – hat eure Platine jedoch gleich einen HDMI-Port an Bord, ist sie für Blu-ray garantiert geeignet.

Ob euer PC bereits für Blu-ray geeignet ist oder nicht, lässt sich ganz leicht überprüfen: CyberLink BD / HD Advisor . Dieses kleine Programm überprüft euren PC und gibt euch Hinweise, welche Komponenten der Blu-ray-Wiedergabe – abgesehen vom Laufwerk – noch im Weg stehen. Achtet dabei vor allem auch auf den angeschlossenen Monitor. Manche Bildschirme sind schon mit HDCP ausgestattet, die meisten noch nicht. Schließt also am besten den HD-ready-Fernseher oder -Beamer an euren Computer an, bevor ihr das Tool startet.

Blu-ray-Brenner: Teure All-in-One-Lösung

Die ersten Blu-ray-Laufwerke, die für den PC auf den Markt gekommen sind, waren Brenner. Bereits Anfang 2006 kamen die ersten Modelle für das neue Format in die Läden – damals noch zu horrenden Preisen von bis zu 1.000 Euro.

Mittlerweile gibt es sechs Hersteller, die bereits ab 200 Euro einen Blu-ray-Brenner anbieten. Ihr erinnert euchvielleicht: Vor nicht allzu langer Zeit hat man solche Preise auch für gute DVD-Brenner bezahlt. Allerdings musste man nicht so viel für Rohlinge hinblättern wie heute für leere Blu-ray-Scheiben. Ungefähr zehn Euro kostet ein simples Medium für den blauen Laser – ziemlich viel, wenn man den GByte-Preis von Festplatten zum Vergleich heranzieht. Bei einer Blu-ray kostet das GByte etwa 40 Cent, bei einer Festplatte aktuell nur noch circa 10 Cent.

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Blu-ray-Rohlinge: Noch zu teuer. Etwa 10 Euro sind zu viel.
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Testsieger für 180 Euro

Wer sich trotz dieser Medienpreise einen Brenner kaufen will, erhält mit unserem Testsieger, dem GGW-H20L von LG, einen Blu-ray-Brenner der Spitzenklasse. Er setzt in nahezu allen Kategorien den Top-Wert. Lediglich in der Lautheit muss er sich der Konkurrenz geschlagen geben. Die Ausstattungsliste des GGW-H20L lässt dagegen keinerlei Wünsche offen: Er brennt Blu-ray-Medien mit sechsfacher Geschwindigkeit und schafft es damit, die 25 GByte in 21:27 Minuten auf die Scheibe zu brennen. Zusätzlich bespielt LGs Top-Modell auch DVDs und CDs mit 16- beziehungsweise 40-fachem Speed.

Üppige Ausstattung

Als mittlerweile deutlich weniger wichtiges, aber dennoch interessantes Feature spielt der GGW-H20L auch HD-DVDs ab: Schließlich lässt sich derzeit mit sehr günstigen HD-DVD-Filmen so manches Schnäppchen machen, und zudem kann man mit dem LG-Brenner bereits gekaufte HD-DVDs auch in Zukunft abspielen. Sein niedriger Preis bringt unserem Testsieger gleichzeitig den Preis-Leistungs-Sieg. Somit ist er die uneingeschränkte Empfehlung für alle, die Blu-rays auch brennen möchten.

Einzige ernsthafte Alternative ist der Lite-On LH-2B1S, der bei einem Preis von 210 Euro zwar insgesamt eine etwas schlechtere Leistung bringt, keine HD-DVDs liest und auch keine DVD-RAMs brennt, dafür aber mit einem deutlich geringeren Laufgeräusch überzeugt. Und das ist ja gerade bei Wohnzimmer-PCs entscheidend.

Blu-ray-Combo- Laufwerke: Für HD-Film-Enthusiasten

Solange Blu-ray-Brenner und vor allem die Rohlinge fast jedes Budget sprengen, ist die neue Klasse der Blu-ray-Combo- Laufwerke die Empfehlung.

Einst bezeichnete man als Combo-Laufwerke Geräte, die DVDs abspielen und CDs brennen konnten. Heute können Sie mit Combos DVDs und CDs bespielen und Blu-ray-Scheiben wiedergeben.

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Combo-Testsieger: LG GGC-H20L, Leistung, Ausstattung und Preis machen ihn zum Testsieger.
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In dieser Klasse gibt es derzeit die Top-Schnäppchen. Für läppische 100 Euro bekommt ihr unseren Combo-Testsieger: den LG GGC-H20L. Die Südkoreaner schlagen ebenso wie bei den Brennern die Konkurrenz sowohl bei der Leistung als auch bei Ausstattung und Preis. Der GGC-H20L entspricht – bis auf die Blu-ray-Brennfähigkeit – dem GGW-H20L, der die Brenner-Tabelle anführt. Er bietet also auch HD-DVD-Wiedergabe. Mehr kann man sich für 100 Euro nicht wünschen.

Wenn euer PC für Blu-ray-Wiedergabe bereit ist, solltet ihr also zum Testsieger greifen. Noch ein Tipp für jeden, dem das Design seines Laufwerks wichtig ist, etwa als Bestandteil des schicken Wohnzimmer-Gehäuses: Den LG GGC-H20L gibt es mit drei auswechselbaren, separat erhältlichen Frontblenden, in Schwarz, Computer-Grau und Silber.

Blu-ray-ROM-Drives: Noch keine Alternative

Zur dritten Gruppe von Blu-ray-Laufwerken gehören die Geräte, die gar nicht brennen können.

Diese Klasse ist sehr neu, sodass es erst wenige Modelle gibt – in unser Testcenter haben es gerade mal zwei geschafft. Wirklich interessant wird diese Geräteklasse erst, wenn die Laufwerke deutlich billiger angeboten werden als Combo-Drives.

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Sony NEC Optiarc BDU-X10S: Reines Abspielgerät ohne Brennfunktion.
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Das bessere der beiden, das Sony NEC Optiarc BDU-X10S, kostet momentan 160 Euro, das Zweitplatzierte von Lite-On etwa 110 Euro – es ist teurer und leistungsschwächer als das Combo-Drive LG GGC-H20L. Somit lässt sich derzeit kaum eine Käuferschaft für diese Geräteklasse finden. Es sei denn, jemand legt Wert darauf, dass das Laufwerk nicht brennen kann, was bei manchen Firmencomputern der Fall sein könnte.