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Jahrelang war es ein Gerücht, monatelang wurde der Start-Tag erwartet: Seit Kurzem verkauft Apple in den USA endlich sein iPad. Wir haben für euch alles Wissenswerte rund um den Start und das Tablet zusammengefasst.

Seit dem 3. April, 9 Uhr Ortszeit in New York, also 15 Uhr deutscher Zeit, verkauft Apple das iPad in den USA. Nachdem die erste Produktionsserie alleine durch Vorbestellungen ausverkauft war, bildeten sich vor den Stores erwartungsgemäß lange Schlangen. Wir präsentieren euch alle aktuellen Infos zum iPad, dem Apple-Gadget des Jahres.

Lange Schlangen für das iPad

Seit jeher gehört es bei großen Produkt-Launches (nicht nur von Apple) dazu, dass zahlreiche Hardcore-Fans vor den größten Stores campieren, um die ersten Geräte zu erstehen. Erwartungsgemäß war das auch beim iPad nicht anders.

Alleine vor dem New Yorker Flagship Store bildete sich 24 Stunden vor dem Verkaufsstart eine lange Warteschlange. Eines war dieses Mal allerdings doch ganz anders als sonst: Das erste verkaufte iPad ging nämlich ausgerechnet nach Deutschland!

Apple iPad - Was taugt die Tablet-Revolution?

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Richard Gutjahr mit Beute: Das weltweit erste verkaufte iPad geht nach Bayern.
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Der Münchner Journalist und Blogger Richard Gutjahr hat sich dieses Jahr den Apple-Hype im Selbstversuch antun wollen und wurde einige Stunden vor der Öffnung des Apple Store von dessen Manager darüber informiert, dass niemand früher als er bestellt habe. So rückte Gutjahr an die Spitze der Schlange und konnte als weltweit erster Endkunde sein iPad abholen.

WLAN ab sofort, 3G später

Bei den Geräten, die heute überall in den USA von den Apple-Jüngern aus den Läden geschleppt oder im ganzen Land von UPS-Paketboten ausgeliefert werden, handelt es sich allerdings nur um die WLAN-Version des iPad. Die Variante mit WLAN und 3G soll erst Ende April in den USA erscheinen.

Das Apple iPad ist da - genial oder überflüssig?

  • 63%Bleibt mir weg mit dem Mist!
  • 14%Ich warte noch, bis die Technik ausgereift ist
  • 10%Genial! Brauche ich!
  • 7%Nicht schlecht, aber ich überlege mir den Kauf noch
  • 7%Finde ich cool, aber kaufe mir anderes Tablet
Es haben bisher 780 Leser ihre Stimme abgegeben.Weitere Umfragen

Apple iPad - Was taugt die Tablet-Revolution?

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Überall online per UMTS: Erst in ein paar Wochen möglich.
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Mindestens genauso lange müssen sich die deutschen Kunden gedulden: Hierzulande wird der iPad-Start mit "Ende April" angegeben, allerdings ließ Apple bislang offen, ob zu diesem Zeitpunkt beide Varianten des iPad oder lediglich die WLAN-Version veröffentlicht werden. Auch zu den Preisen gibt es bislang noch keine Aussage, allerdings dürften diese Erfahrungsgemäß nur wenig unter einer 1-zu-1-Umrechnung der Dollar-Preise liegen. Das iPad ist in Amerika in den drei Speichergrößen 16, 32 und 64 Gigabyte Flash-Speicher zu Preisen von 499, 599 und 699 Dollar erhältlich. Durch die 3G-Option steigt der Preis jeweils um 130 Dollar.

Hardware: Das steckt im iPad

Das iPad wirkt auf den ersten Blick wie ein großes iPhone, doch anders als bei dem beliebten Handy erfolgt dieses Mal keine Zwangsbindung an einen Provider. Dennoch gibt es einen Haken beim 3G-Modell.

Das weniger als 750 Gramm schwere iPad besteht primär aus einem Multitouch-Display mit einer Bildschirm-Diagonale von 9,7 Zoll. Die Auflösung beträgt 1.024 mal 768 Pixel bei 132 Pixel pro Zoll und liegt damit deutlich über der des iPhone (480 mal 320, 163 Pixel pro Zoll). Wie von Apples Smartphone bekannt, lässt sich das Gerät dank eines Beschleunigungs-Sensors sowohl hochkant als auch waagerecht nutzen.

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Mails am iPad: Genau wie am Mac oder PC, nur mit Touch.
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Die Lage-Veränderung spielt insbesondere bei der Betrachtung von Websites und dem Verfassen von E-Mails, wohl zwei der Hauptaufgaben des iPads, eine große Rolle: Während man im Hochformat auch längere Websites gut betrachten kann, wird beim E-Mail-Schreiben im Querformat eine virtuelle Tastatur eingeblendet, die in ihrer Größe beinahe an Notebook-Keyboards heranreicht. Nützlich ist in diesem Zusammenhang auch eine weitere Neuerung gegenüber dem iPhone: Der Multitouch-Bildschirm erkennt Eingaben mit drei oder mehr Fingern. So ist es beispielsweise möglich im Zehn-Finger-System zu tippen.

Immer Online zu sein hat seinen Preis

Verbindungen ins Internet stellt das iPad je nach Modell wahlweise über WLAN 802.11 a/b/g/n oder ein integriertes 3G-Modem her. Die 3G-Modelle werden ohne SIM-Lock verkauft, in den USA hat Apple allerdings mit AT&T einen Partner gefunden, der es einem iPad-Besitzer ermöglicht, ohne Vertragsabschluss monatsweise im Prepaid-Verfahren Daten-Optionen zu buchen. Dies ist beispielsweise für Nutzer ohne bestehenden Datentarif für's Handy interessant.

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iPad 3G: Erneut mit T-Mobile als Partner?
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Mit wem Apple in Deutschland kooperiert, ist noch nicht bekannt. Auf Grund der bereits seit einigen Jahren bestehenden exklusiven Partnerschaft mit T-Mobile für den Verkauf des iPhone in Deutschland scheint es naheliegend, dass diese Partnerschaft auch auf das iPad ausgedehnt wird. Wer hingegen bereits einen 3G-Tarif für sein Handy nutzt oder einen anderen als den von Apple vorgeschlagenen Partner nutzen will, um mit dem Tablet online zu gehen, kann dies anders als beim iPhone mangels SIM-Lock problemlos online funken.

Allerdings ist dabei zu beachten, dass das iPad das Micro-SIM-Format nutzt. Diese Mini-SIM-Karten, die kaum größer als der goldene Daten-Chip sind, werden von deutschen Mobilfunk-Providern bislang noch nicht verwendet. Simyo hat als erster Provider eine Micro-SIM-Card für das iPad angekündigt.

Software: 140.000 Apps - aber kein Flash

Das iPad kann auf die Apps für das iPhone zurückgreifen und ist damit sämtlichen Mitbewerbern weit voraus. Flash wird es allerdings auch für das Tablet wieder nicht geben.

Das iPad nutzt eine erweiterte Version des iPhone OS als Betriebssystem und ist abwärtskompatibel. Das hat für Apple und iPad-Käufer den Vorteil, dass alle derzeit rund 140.000 iPhone-Apps weitestgehend problemlos auf dem neuen iPad laufen. Wegen der unterschiedlich hohen Auflösungen können Nutzer wählen, ob Programme in Original-Auflösung ausgeführt oder hochskaliert werden sollen. Apple hat zudem eine neue Version des iPhone OS SDK veröffentlicht, die es App-Entwicklern ohne großen Aufwand ermöglicht, bestehende Programme für das iPad zu optimieren.

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Mobiles Arbeiten: Auch Textverarbeitung und Tabellenkalkulation sind auf dem iPad möglich.
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Apple selbst steuert zum iPad neben optimierten Musik- und Video-Playern komplett überarbeitete iPad-Versionen seiner Programme Mail, iCal und iTunes bei. Sie alle sind in Sachen Funktionalität nun mit den Mac-Pendants vergleichbar, wurden aber für die Bedienung per Multitouch optimiert. Zudem werden die Programme der Office-Suite iWork für je 10 Dollar als iPad-Apps veröffentlicht. Das Software-Angebot wird durch die kostenlose E-Book-Reader App iBooks abgerundet. Sie ermöglicht nicht nur das Lesen und Verwalten, sondern auch den Kauf von digitalen Büchern.

Kein Flash: wirklich ein Nachteil?

Seit Steve Jobs Keynote, auf der er das iPad vorstellte, hagelte es für Apple Kritik. Der einfache Grund: Das Tablet unterstützt keine Flash-Inhalte. Inzwischen scheint sich allerdings immer mehr herauszukristallisieren, dass dies kein Nachteil sein muss.

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Hulu: Demnächst wohl auch auf dem Apple iPad.
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Der Flash-Entwickler Morgen Adams von Adobe sagte schon früh, er sehe keinen Sinn in einer Flash-Version für das iPad. Der Hauptgrund liegt darin, dass Flash-Inhalte nicht für die Bedienung mit einem Touchscreen ausgerichtet sind. Daran, so Adams, könnten weder Adobe, noch Apple, noch neue Hardware-Komponenten etwas ändern. Die meisten in Flash programmierten Spiele, Programme oder Menüs bräuchten einen sichtbaren Mauszeiger, um überhaupt ausgeführt oder bedient werden zu können.

Grund dafür sei, dass Flash erkennt, ob tatsächlich "geklickt", oder mit der Maus nur über einen Button gefahren wird und bei einem sogenannten "Mouseover" häufig andere Befehle ausgeführt werden. Alles, was Apple oder Adobe demnach tun könnten, sei Flash-Inhalte auf dem iPhone oder iPod sichtbar zu machen, auch wenn sie dann nicht richtig funktionieren würden.

Hinzu kommt, dass immer mehr große Internet-Dienste speziell für das iPad Versionen ihrer Websites entwickeln, die nicht Flash, sondern stattdessen HTML 5 zur Darstellung ihrer Inhalte nutzen. So haben beispielsweise die New York Times und das Time Magazine auf Seiten der Nachrichten-Medien den Anfang gemacht. Doch auch an der Front der Video-Anbieter zeichnet sich ein Technologie-Wechsel ab: Brightcove, ein US-Unternehmen, das für mehr als 1.300 Web-Dienste die Infrastruktur für Video-Auslieferung stellt, testet derzeit eine HTML-5-Variante seiner Leistungen ebenso wie das beliebte Film- und Serien-Portal Hulu.com.

Das Apple iPad ist da - genial oder überflüssig?

  • 63%Bleibt mir weg mit dem Mist!
  • 14%Ich warte noch, bis die Technik ausgereift ist
  • 10%Genial! Brauche ich!
  • 7%Nicht schlecht, aber ich überlege mir den Kauf noch
  • 7%Finde ich cool, aber kaufe mir anderes Tablet
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