Gleich zwei Klagen hat Apple wegen Verstöße gegen den Datenschutz an der Backe. Einer der Kläger ist Jonathan Leno, der durch die Anwaltskanzlei KamberLaw vertreten wird. KamberLaw ist bekannt dafür, Sammelklagen gegen Unternehmen einzureichen. Schon gegen Netflix und Facebook konnten sie durch Datenschutzklagen gewinnen.

Was sagt wohl Steve Jobs zu den Vorwürfen?

Geklagt wird, dass einige Anwendungen (Apps) personenbezogene Daten ohne die Zustimmung der Nutzer abgreifen und an die Entwickler oder auch Werbeunternehmen weiterleiten.

Ebenfalls angeklagt werden die vier App-Anbieter Pandora, Weather Channel, Dictonary.com und Backflip. Die Sammelklage verlangt neben einer finanziellen Schädigung auch ein Verbot der Datenweitergabe ohne Einverständnis. Die zweite Klage ist identisch und stammt von einer anderen Kanzlei. Der Anwalt spekuliert, dass beide Fälle zusammengelegt werden könnten.

Zuvor berichtete das Wall Street Journal über die Datenschutzverstöße und ließ wissen, dass einige Apps regelmäßig und auch im "großen Stil" die persönlichen Daten weiterleiten. Und dass Apple dafür mitverantwortlich gemacht wird, liegt eben daran, dass sie jedes Programm vorher auf Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen überprüfen.

Und es ist auch so, dass in der Vereinbarung zwischen Apple und den Entwicklern steht, dass diese sich an "alle anwendbaren Datenschutz- und Datenverarbeitungsgesetze" halten müssen. Die Sammlung der personenbezogenen Daten dürfe nicht für Vermarktungszwecke eingesetzt werden, sondern müsse allein dem Zweck der Anwendungen dienen.