Vor einiger Zeit hat sich Apple mit einer Zahlung an die Schweizerischen Bundesbahnen, kurz SBB, vor einem eventuellen Gerichtsverfahren aus der Affäre gezogen. Dabei geht es um die Uhr, die Apple mit dem Update auf iOS 6 im neuen Design präsentiert.

Apple - Virtuelle Bahnhofsuhr kostet 16,5 Millionen Euro

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Das Problem: Das Design ist alles andere als neu. Schon seit 1944 kommt es so bei den Schweizerischen Bundesbahnen zum Einsatz. Die SBB einigte sich daher mit Appel am 12. Oktober auf die Zahlung einer bislang unbekannten Geldsumme.

Wie die schweizer Zeitung Tages-Anzeiger nun berichtet, zahlte Apple für das neue Uhren-Design 20 Millionen Franken. Das sind beim aktuellen Wechselkurs rund 16,58 Millionen Euro. Doch Apple könnte die Sache noch teurer kommen. Der ebenfalls in der Schweiz ansässige Uhrenhersteller Mondaine möchte anscheinend auch einen Teil des Kuchens abhaben.

Mondaine schloss bereits 1986 mit den Schweizerischen Bundesbahnen eine Lizenzvereinbarung ab. Damit ist es ihnen erlaubt, Uhren im SBB-Design herzustellen und weltweit zu verkaufen. Auch in den Vereinigten Staaten von Amerika werden diese unter die Bevölkerung gebracht. So befindet sich zum Beispiel eine große Version der SBB-Uhr im New Yorker Museum of Modern Art.

André Bernheim, Chef des Unternehmens, äußerte sich diesbezüglich wie folgt:
Zitat André Bernheim: "Wir diskutieren mit den SBB noch, wie wir für alle Beteiligten das Beste aus der Situation machen könnten."

Doch im Streit um eventuelle Millionen gibt es auch noch eine weitere Partei, die eine Lizenzvereinbarung mit den Schweizerischen Bundesbahnen hat. Das ist die Moser-Baer-Gruppe, die ihre Uhren unter dem Markennamen Mobatime verkauft und die "echten" SBB-Uhren fertigt.