Derzeit kocht die Gerüchteküche zu neuen MacBook Pros und iMacs kräftig. Erste Benchmarks sind ebenfalls bereits aufgetaucht, was einen baldigen Launch offensichtlich macht. Aufgrund der Anfang Juni anstehenden WWDC ist eine Präsentation der neuen Produkte an dieser Stelle mehr als wahrscheinlich und sicher kein sonderlich mutiger Tipp. Nun melden sich weitere Quellen, die neben dem Einsatz von Intels Ivy-Bridge-Prozessoren auch zusätzliche Details erfahren haben wollen.

Der Wechsel von Grafikkarten bzw. GPUs aus dem Hause AMD zu NVIDIA wurde bereits Ende letzten Jahres kolportiert. ABC News berichtet nun aus eigener Quelle, dass definitiv Grafikkarten der neuen "Kepler"-Generation zum Einsatz kommen werden. Konkret ist die Rede von der GeForce GT 650M in den höherpreisigen Modellen der MacBook Pros. Gleiches dürfte damit auch für die iMacs gelten, in denen dann ebenso verschiedene Iterationen der neuen GPU-Generation von NVIDIA zu finden sein werden.

Mit dem Wechsel auf die neue CPU- und GPU-Generation soll auch der Einsatz neuer hochauflösender Displays einhergehen. Sowohl die MacBook Pros wie auch die iMacs sollen mit HiDPI-Displays ausgestattet werden. Während Apple beim neuen iPad und zuvor auch schon beim iPhone 4 an gewissen Vorgaben gebunden war (Erhöhung der Auflösung um einen ganzzahligen Faktor), stellt sich dies bei den Macs etwas anders dar.

Hier stellt sich eher die Frage nach einer technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit. Apple hat in den vergangenen Jahren mehrere Milliarden US-Dollar in Display-Technologien bzw. entsprechende Unternehmen und deren Fertigung gesteckt. Dies dürfte auch dafür gesorgt haben, dass man zu Beginn des Jahres ein iPad mit einer Auflösung von 2048x1536 Pixel auf 9,7" vorstellen konnte, während andere Hersteller noch an ihren Tablets mit FullHD-Auflösung arbeiten bzw. diese erst im Sommer erscheinen werden.

Die Displays der Macs starten bei 11" für das MacBook Air. Von 1366x768 Pixel würde sich die Auflösung auf 2732x1536 Pixel erhöhen. Beim 13" Modell entsprechend von 1440x900 Pixel auf 2880x1800 Pixel. Beim MacBook Pro reicht die Spanne von 1280x800 auf 2560x1600 Pixel bis hin zu 1920x1200 auf 3840x2400 Pixel.

Was davon nun technische machbar und wirtschaftlich sinnvoll ist, weiß wohl nur Apple selbst. Denkbar wäre aber, dass es beim MacBook Air 11" zu einer Verdopplung kommt, das MacBook Air 13" sowie das MacBook Pro 13" und 15" aber mit einer fixen Auflösung von 2880x1800 Pixel arbeiten.

Ähnlich die Situation bei den iMacs. Das 21,5"-Modell kommt derzeit auf eine Auflösung von 1920x1080 Pixel daher. Eine Verdopplung würde eine Auflösung von 3840x2160 Pixel bedeuten - auch hier wieder die Frage nach der technischen Machbarkeit. Noch extremer wird es beim 27" iMac, der derzeit mit 2560x1440 Pixel auflöst. Verdoppelt man hier die Auflösung wären dies 5120x2880 Pixel. In Anbetracht der derzeitigen Marktsituation rund um 4K-Displays sicherlich undenkbar.

Es sind noch zahlreiche Fragen rund um die Retina-Displays bei den Macs offen. Eine endgültige Antwort könnte Apple auf der WWDC geben, die vom 11. bis 15. Juni in San Francisco stattfindet.