Das kalifornische Unternehmen Apple hatte erst vor kurzer Zeit seinen neusten Dienst "iTunes Radio" vorgestellt. Und wie das Wall Street Journal meldet, sind nun die Details der Verträge zwischen Apple und den Musiklabels aufgetaucht. So zahlt das Unternehmen für jede Wiedergabe eines Songs 0,13 US-Dollar an die Labels und zusätzlich werden noch 15 Prozent der Werbeeinnahmen unter den Vertragspartnern aufgeteilt. Zum Vergleich: Spotify zahlt zwischen 0,5 und 0,7 Cent pro Stream. Für ein ganzes Album erhalten Künstler nur 4 Cent.

Apple soll jedoch keine Lizenzgebühren zahlen müssen, wenn der gerade gespielte Song bereits in der Mediathek des Nutzers vorhanden ist und oder wenn die Wiedergabe weniger als 20 Sekunden betragen hat. Jedoch kann Apple wohl pro Stunde nur für zwei Songs die Einsparung der Gebühren ausnutzen.

Im nächsten Jahr soll sich der Preis sogar bereits steigern und auf 0,14 US-Dollar springen. Auch die Abgaben der Werbeeinnahmen sollen von 15 auf 19 Prozent gesteigert werden. Apple wird sich beim Abschluss der Verträge aber sicherlich etwas dabei gedacht haben und letztendlich wird das Unternehmen wahrscheinlich nicht für den Dienst draufzahlen. Stattdessen erhofft sich Apple wahrscheinlich durch die übrigen Werbeeinahmen und den vielleicht gesteigerten Verkauf an Songs im iTunes Store einen höheren Gewinn erwirtschaften zu können.