US-Hedgefonds-Manager David Einhorn, Leiter des acht Milliarden Dollar schweren Hedgefonds "Greenlight Capital" will Klage gegen Apple einreichen. Die Barreserven in Höhe von 137 Milliarden US-Dollar seien mehr, als für das operative Geschäft nötig seien, und könnten somit auch an die Aktionäre ausgezahlt werden, so Einhorn.

Auf die im Umlauf befindlichen Aktien aufgeteilt entspräche dies bei einer maximalen Auszahlung einem Wert von 145 US-Dollar je Aktie. Hinter der Drohung könnte aber auch eine andere Motivation stecken, denn der Aktienkurs von Apple zog nach der Ankündigung um mehrere Prozent an, was den Wert der von Einhorn verwalteten Aktien um mehrere Million US-Dollar erhöht. Sollte er mit seiner Forderung durchkommen, wären weitere Millionen in Aussicht gestellt.

Apple hat inzwischen auf die Forderung reagiert. Demnach habe man letztes Jahr bereits auf die wachsenden Barreserven reagiert und einen Plan aufgesetzt, der die Auszahlung von 45 Milliarden US-Dollar über drei Jahre vorsieht. Nächste Woche habe man das erste Ziel von 10 Milliarden US-Dollar erreicht. Da alleine im letzten Quartal 23 Milliarden US-Dollar Cash-Flow generiert werden konnten, führt man intern bereits Gespräche darüber, was mit diesem zusätzlichen Geld zu machen sei.

Im März letzten Jahres hatte Apple damit begonnen, Dividenden auszuzahlen. Diesen Weg wird man vermutlich auch fortsetzen wollen. Noch im Februar sollen die Aktionäre über den Vorschlag von Einhorn abstimmen können. Apple hat aber bereits einige Gegenargumente präsentiert. So ist ein Großteil des Geldes nicht in den USA angelegt und müsste für eine Auszahlung dorthin überwiesen werden. Daher müssten dann auch zunächst einmal Steuern darauf gezahlt werden, was den Gesamtbetrag deutlich reduzieren könnte.