Am 24. Februar musste Apple den in iCloud und MobileMe integrierten Push-E-Mail-Service für iOS-Geräte in Deutschland deaktivieren. Grund dafür war der Anfang des Jahres angelaufene Patentstreit mit Motorola, in welchem Apple die illegale Nutzung eines Patents vorgeworfen wurde. So habe sich der US-Konzern am europäischen Motorola-Patent mit der Nummer 0847654 bedient, welches eine Technik zur Statussynchronisierung schützt.

Das Landgericht in Mannheim hat die Entscheidung vom Februar nun nicht nur bestätigt, sondern auch nun auch eine Schadensersatzzahlung gegen Apple ausgesprochen. Der genauer Betrag ist bislang allerdings noch nicht bekannt.

Die im Februar getroffene Entscheidung hatte auch bereits Auswirkungen auf andere Unternehmen. So hat Microsoft angekündigt, einige mit Push-Services beteiligte Service-Stellen in Deutschland schließen zu wollen.

Bislang konnten iCloud- bzw. MobileMe-Nutzer bequem ihre E-Mails automatisch auf ihr iPhone laden lassen. Was eigentlich im Hintergrund passiert, bedarf nun einem manuellen Abruf. Demnach werden E-Mails künftig lediglich vom Server geladen, wenn die entsprechende E-Mail-App auf iPhone, iPad oder iPod geöffnet wird.

Für alle jene, welche nicht auf das automatische Abrufen von ihren E-Mails verzichten wollen, bietet Apple eine Alternativ-Lösung. So können Kunden einen Zeitplan in den Einstellungen festlegen, nach welchem die E-Mails vom Mail-Server abgerufen werden. Eine detaillierte Beschreibung für iCloud und MobileMe findet sich auf der Apple-Website.

Betroffen von der Deaktivierung des Push-E-Mail-Dienstes sind ausschließlich iOS-Geräte. Desktopcomputer, Notebooks und Dienste von Drittanbietern arbeiten auch weiterhin mit dem Service. Des Weiteren weißt Apple darauf hin, dass der Dienst in iCloud automatisch wieder aktiviert wird, sobald ein Gerät in das Ausland getragen wird. MobileMe-Nutzer müssen beim Verlassen Deutschlands den Service manuell reaktivieren.