Das FBI, die bundespolizeiliche Ermittlungsbehörde des Justizministeriums der Vereinigten Staaten, veröffentlichte die knapp 200 Seiten umfassende Akte des ehemaligen Apple-CEOs Steve Jobs. Dabei befragte das FBI mehr als 30 Angehörige, Bekannte und Kollegen des Unternehmers im Jahr 1991.

Apple - FBI veröffentlicht Akte von Steve Jobs

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Steve Jobs hatte eine Zeit lang Zugriff auf Informationen mit 'Top Secret'-Status
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Die FBI-Akte bestätigt nicht nur Dinge, die spätestens seit der Veröffentlichung der Jobs-Biografie bekannt sind, sondern enthüllt auch ein paar bislang nicht bekannte Details. Das FBI stellte die Akte ins Internet, da bekannte US-Medien einen entsprechenden Antrag stellten - US-Behörden sind gesetzlich zur Freigabe verpflichtet.

Jobs wurde von den Befragten nicht nur als willensstark, eigensinnig, fleißig, getrieben sowie als Genie bezeichnet, manche sagten auch, er verdrehe gerne die Realität, um seine Ziele zu erreichen. Gleichzeitig wurde er aber im Umgang mit Menschen als ehrlich und aufrichtig beschrieben.

Später dann wurde Steve Jobs auch selbst für eine Sicherheitsüberprüfung befragt, da er einen Beraterposten beim damaligen US-Präsidenten George W. Bush übernehmen sollte. Hier gab Jobs an, als Schüler und Student mit Marihuana, Haschisch und LSD in Kontakt gekommen zu sein.

Neu ist hingegen, dass es im Februar 1985 eine Bombendrohung gab, bei der ein Unbekannter bei Apple angerufen hatte und behauptete, er habe Bomben in drei Häusern deponiert. Sollten die Behörden informiert werden, soll ein weiterer Sprengsatz an einem nicht genannten Ort explodieren. Jobs aber schaltete dennoch das FBI ein, die Geldübergabe sollte in einem Zug stattfinden. Letztendlich aber wurden die Bomben und der Erpresser nie gefunden.

Eine weitere Neuigkeit ist, dass Steve Jobs zwischen 1988 bis 1990 eine Freigabe für geheime Informationen der Stufe "Top Secret" hatte. Zwar geht aus der Akte nicht hervor, warum er dort einen solch hohen Status bekam und jene Informationen einsehen durfte, laut Medien-Berichten soll wohl aber seine Firma Pixar nicht ganz unschuldig daran gewesen sein. Diese wollte dem US-Geheimdienst zum damaligen Zeitpunkt eine Software zur Bearbeitung von Satellitenaufnahmen anbieten.

Wer die Akte lesen möchte, findet sie verlinkt unter dem Quellenlink.