Wie der kalifornische Konzern Apple heute in einem Supporteintrag auf der Unternehmens-Website schreibt, hat man den in iCloud und MobileMe integrierten Push-E-Mail-Service für iOS-Geräte in Deutschland deaktiviert.

Grund dafür ist der rund einen Monat zurückliegende Patentstreit mit Motorola, in welchem Apple die illegale Nutzung eines Patents vorgeworfen wurde. So habe sich der US-Konzern am europäischen Motorola-Patent mit der Nummer 0847654 bedient, welches eine Technik zur Statussynchronisierung schützt.

Bislang konnten iCloud- bzw. MobileMe-Nutzer bequem ihre E-Mails automatisch auf ihr iPhone laden lassen. Was eigentlich im Hintergrund passiert, bedarf nun einem manuellen Abruf. Demnach werden E-Mails künftig lediglich vom Server geladen, wenn die entsprechende E-Mail-App auf iPhone, iPad oder iPod geöffnet wird.

Für alle jene, welche nicht auf das automatische Abrufen von ihren E-Mails verzichten wollen, bietet Apple eine Alternativ-Lösung. So können Kunden einen Zeitplan in den Einstellungen festlegen, nach welchem die E-Mails vom Mail-Server abgerufen werden. Eine detaillierte Beschreibung für iCloud und MobileMe findet sich auf der Apple-Website.

Betroffen von der Deaktivierung des Push-E-Mail-Dienstes sind ausschließlich iOS-Geräte. Desktopcomputer, Notebooks und Dienste von Drittanbietern arbeiten auch weiterhin mit dem Service. Des Weiteren weißt Apple darauf hin, dass der Dienst in iCloud automatisch wieder aktiviert wird, sobald ein Gerät in das Ausland getragen wird. MobileMe-Nutzer müssen beim Verlassen Deutschlands den Service manuell reaktivieren.