Autor: Christian Remse

Sicher, schnell, anonym - werdet zum Internet-Agenten und surft unerkannt durchs Netz. Wir zeigen euch kostenlose Online-Services, mit denen ihr eure wahre Identität vor Hackern und anderen miesen Web-Gestalten verbergen könnt.

Seit dem 1. Januar ist es fix: Das neue Urheberrecht. Bereits ein einziger Download ist strafbar und kann bei nicht-gewerblichem Handeln mit bis zu drei Jahren Haft geahndet werden. Anonymisierungsdienste stehen daher hoch im Kurs.

Anonym surfen - Kampf gegen den digitalen Fingerabdruck

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Web-Agenten: Unterwegs in geheimer Internet-Mission.
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Per Highspeed durchs Internet surfen macht Laune. Doch mit dem Spaß ist es schnell vorbei, wenn Hacker euren Rechner attackieren oder ihr von windigen Geschäftemachern mit Werbemüll oder Schlimmerem zugeschüttet werden. Da hilft nur die James-Bond-Methode: tarnen, tricksen, täuschen. Als 00-Web-Agent besitzt ihr die Lizenz zum sicheren Surfen - und browsen in geheimer Mission vorbei an gefährlichen Hackern und lästigen Spammern.

Damit die Mission nicht misslingt, zeigen wir euch MI-5-taugliche Internet-Dienste. Im Einsatz verschleiern sie eure Online-Identität und erhöhen die Sicherheit beim Surfen. Das Beste daran: Die Services kosten nichts und stehen weltweit zur Verfügung. Auch nicht schlecht: Auf eine Ressourcen-belastende Installation könnt ihr verzichten.

Safer surfen: Keine Spuren beim Browsen

Anonym durchs Internet flitzen: Proxy-Server machen es möglich. Der kostenlose Web-Dienst Proxify.com sorgt dafür, dass eure Identität im Web geheim bleibt.

Ihr möchtet nicht, dass Betreiber von Webseiten herausfinden, wer ihr seid? Legt ihr Wert auf Schutz vor Hackern und Spamern? Proxy-Server verschleiern eure Identität im Internet: Die Dienstprogramme funktionieren wie ein Vermittler zwischen eurem Rechner und dem von euch angesteuerten Server im Internet.

Dabei leitet ein Proxy eure Anfragen im Web in der Regel über mehrere hintereinander geschaltete Anonymisierungs-Server. Diese teilen euch eine ständig wechselnde IP-Adresse zu. Der Vorteil: Dieser Vorgang erschwert es Webseiten-Betreibern aufgrund des IP-Wechsels eure eigentliche, vom Provider zugewiesene IP-Adresse auszumachen. Das erhöht eure Sicherheit im Web, denn eure persönlichen Nutzerdaten bleiben weitgehend unerkannt.

Schutz ohne Installation und weltweit

Es gibt jede Menge Tools wie Tor oder JAP, die eure Anonymität im Netz wahren. Doch: Diese Programme müsst ihr installieren. Das schlägt sich auf die PC-Ressourcen nieder. Tipp: Verwendet den Web-Dienst Proxify.com. Dieser kostenlose Proxy-Server steht euch übers Internet zur Verfügung und schützt euch somit weltweit. Zudem schont er die PC-Ressourcen, da ihr ihn direkt über den Browser aufruft und somit keinerlei Software installieren müsst.

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Proxify.com Surfen ohne Spuren zu hinterlassen.
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Hinweis: Im Gegensatz zu Webseiten-Betreibern kennen Proxy-Anbieter eure echte IP-Adresse. Folglich surft ihr nicht hundertprozentig anonym durchs Web. Tipp: Verlasst euch daher nicht blindlings auf solche Attrappen-IPs. Denn ihr könnt nicht davon ausgehen, dass die Proxy-Betreiber in den einzelnen Ländern den gewohnten Datenschutzrichtlinien unterliegen.

PeerGuardian: Sicherer saugen

Ihr wollt euch in Filesharing-Börsen und auch beim Surfen neugierige Schnüffler vom Hals halten - das Open-Source-Tool PeerGuardian blockt auf Basis einer Schwarzen Liste IP-Adressen potenzieller Spione.

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Farblich unterscheiden: Grün für gute IP-Adressen - pink für gefährliche IP-Adressen.
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Haltet ihr euch in Filesharing-Börsen auf, erscheint eure IP-Adresse. Diese digitale Adresse ist notwendig, um den Download beziehungsweise Upload dem jeweiligen PC im Netzwerk zuzuordnen. Nachteil: Auch andere Teilnehmer - etwa Vertreter aus dem Musikgeschäft - sehen die IP-Adresse. Sie erfahren, welche Daten ihr anbietet und können bei Verletzung des Copyrights über euren Provider euren Wohnort in Erfahrung bringen. Die Folge: Hohe Strafen beim Tausch illegaler Daten.

Freeware gegen Schnüffler

Das Gratis-Tool PeerGuardian arbeitet als IP-Firewall und blockt
unerwünschte IP-Adressen anhand einer zentral geführten Schwarzen Liste. Haltet ihr euch in Filesharing-Börsen wie eMule oder BitTorrent auf und habt parallel PeerGuardian am Laufen, erscheint ihr für geblockte IP-Adressen als unsichtbar. Vorsicht: Da ihr und nicht der Tauschbörsen-Betreiber die IP-Adressen sperrt, haben erwünschte Tauschpartner aufgrund des dezentralen Tauschbörsen-Netzwerks weiterhin Zugang zu eurem Shared-Folder.

Hinweis: Das Programm funktioniert allerdings nur dann effizient, wenn ihr die Blockliste regelmäßig aktualisiert. Praktisch: Die in PeerGuardian integrierte Filter-Software überprüft automatisch kontinuierlich die zentral geführte Schwarze Liste und weiß somit genau, welche IP-Adresse sie aktuell sperren soll. Gut: Der Update-Prozess findet auf Wunsch stündlich statt. So bleibt die IP-Blockliste stets auf dem neuesten Stand, ohne dass ihr euch darum kümmern müsst.

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Konfigurieren nach Wunsch: Unter Einstellungen stehen einige praktische Features bereit.
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Schwächen der IP-Blockade

Surfen Spione über Einwahlverbindungen, erhalten sie eine dynamische IP-Adressen. Da sich diese IP-Adressen ständig ändern, bringt es nichts, sie in die Blockliste aufzunehmen. In diesem Fall erweist sich PeerGuardian als unbrauchbar. Bei festen IP-Adressen (statische IP) besteht so lange Schutz, bis die Spione über eine alternative, noch nicht registrierte IP-Adresse im Web surfen.

Download: PeerGuardian

Wegwerf-E-Mails: Kein nerviger Spam mehr

Ihr benötigt eine E-Mail-Adresse für eine Registrierung im Web - am besten sofort, ohne langes Anmelden und anonym. Wir zeigen euch einen kostenlosen Web-Dienst, der Wegwerf-Adressen zu Verfügung stellt.

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Mailinator.com E-Mail ohne Registrierung.
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Egal, ob ihr einen Download startet oder ein altersbegrenztes Video im Netz abspielen wollt - häufig erfordern Angebote im Web eine einmalige Registrierung, um die ihr euch danach allerdings nie wieder kümmern müsst. Gebt ihr eure private E-Mail-Adresse an, leidet eure Anonymität darunter. Die Folge: Spam-Attacken durch Anbieter von Web-Inhalten. Alternative mit Nachteil: Richtet ihr euch ein Konto über einen der unzähligen Gratis-Webmail-Dienste wie GMX oder Web.de ein, erstreckt sich die Anmeldung oftmals über mehrere Schritte und nimmt somit unnötig viel Zeit in Anspruch - nichts für eine spontane Registrierung.

Ab in den Mülleimer: E-Mail-Adressen zum Wegwerfen

Der kostenlose Web-Dienst Mailinator.com bietet euch kostenlose E-Mail-Adressen, die keine Registrierung verlangen und sich somit spontan einsetzen lassen. Da zudem keinerlei Nutzerdaten abgefragt werden, bleibt eure Anonymität erhalten.

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Übersichtlich: Die Registrierungs-Informationen erscheinen im Nu in einer Liste.
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So geht's: Denkt euch einen beliebigen Namen aus und verknüpft diesen mit der Domain "@mailinator.com". Beispiel: "tester1@mailinator.com". Nachdem ihr euch über die E-Mail-Adresse im Web angemeldet habt, gebt ihr diese erneut in die Inbox-Zeile von Mailinator.com ein. Klickt man danach auf "OK", erscheint sofort die Antwort-Mail samt Registrierungs-Informationen übersichtlich in einer Liste geordnet.

Anonym anmelden: Lange Registrierung umgehen

Aufwendige Registrierungen im Web nerven. Euch dauert es sogar zu lange, eine Wegwerf-E-Mail-Adresse zu verwenden? Wir zeigen euch eine Webseite, über die ihr schnell per Mausklick an vorgefertigte Logins für zahlreiche kostenfreie Web-Dienste kommen.

Oft ist es äußerst nervig und zeitaufwendig, sich für freie Dienste im Web anzumelden - vor allem, wenn ihr nur kurz einen Download starten möchtet. Zudem sammeln Webseiten-Unternehmer über diese Masche Nutzerdaten, um die Anwender anschließend mit Spam zuzumüllen.

Die Betreiber der Internet-Seite Bugmenot.com (zu Deutsch: Nerv mich nicht!) bieten zu vielen kostenfreien Diensten im Netz vorgefertigte Login-Daten wie etwa Benutzername und Passwort - so umgeht der User eine langwierige Registrierung und kommt schnell an sein Ziel wie Download oder Video. Das spart jede Menge Zeit. Außerdem wahrt er über diese Logins seine Anonymität, denn für die Daten muss er sich selbst nicht registrieren. Sie stehen der Allgemeinheit zur Verfügung.

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Erfolgsrate: Prozentangabe und Farbe lassen darauf schließen, ob die Logins noch aktuell sind.
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So geht's: Nachdem ihr die URL der jeweiligen Webseite in die Adresszeile auf Bugmenot.com eingegeben haben, spuckt diese Seite passende Login-Daten aus. Hinweis: Viele der Logins sind veraltet. Die Prozentangabe und Farbe der Erfolgsrate (Success rate) geben Bescheid, inwiefern die Logins noch funktionieren - grün steht für hohe Wahrscheinlichkeit, rot für eine geringe.

Tipp: Sind nur noch veraltete Logins verfügbar, könnt ihr am unteren Rand der Webseite frische Account-Daten für die Allgemeinheit beisteuern. Dies erfordert allerdings, dass ihr euch selbst durch den langwierigen Registrierungsprozess der entsprechenden Webseite schlagt. Hinweis: Gebt bei der Erstellung eines derartigen Allgemeinkontos keine persönlichen Nutzerdaten an, da jeder darauf zugreifen kann.

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Bugmenot-Logins: direkt über den Firefox
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Für Firefox-Liebhaber: Logins ohne Webseite

Wer sich den Weg über die Webseite sparen möchte, der kann sich alternativ das Plug-in Bugmenot für den Firefox installieren. Per Klick auf die rechte Maustaste findet die Freeware passende Logins und trägt diese auf Wunsch direkt in die Anmeldemaske ein - schnell, bequem und anonym.