Nach den vielen Mutmaßungen der letzten Tage (wir berichteten), ist es jetzt offiziell: AMD trennt sich von seinen Fertigungsstätten. Dies bestätigte jetzt AMD-Ceo Dirk Meyer in einem Gespräch mit dem Wirtschaftsmagazin Fortune. Noch bis Ende des Jahres wolle man mit Fab 36 und Fab 30, welche derzeit zur Fab 38 ausgebaut wird, die eigenen Fabriken in Dresden ausgliedern. Dort werden derzeit etwa 2800 Mitarbeiter beschäftigt.


Unklar bleibt jedoch, was mit der geplanten 32- oder 22-nm-Fabrik im US-Bundesstaat New York passieren wird. Konkret bedeutet das für den Halbleiterhersteller, die milliardenschweren Fabriken nicht mehr unterhalten oder gar bauen zu müssen. Ob diese Werke komplett verkauft oder zusammen mit einem anderen großen Halbleiterspezialisten, wie TSMC oder UMC, genutzt werden, bleibt derzeit noch im Dunkeln. Man wird also, wie aktuell bei AMD-Grafikkarten auch, auf Auftrag produzieren.

Zudem möchte damit AMD-Chef Dirk Meyer die Lieferfähigkeit wesentlich verbessern, damit die Produkte in ausreichenden Stückzahlen ausgeliefert werden können. In Zukunft wird man die benötigten Fertigungskapazitäten einfach aufkaufen. Ob diese Aktion dem Hersteller hilft, wieder schwarze Zahlen zu schreiben, bleibt abzuwarten. AMD muss seit sieben Quartalen immer wieder rote Zahlen vermelden.