Etwa ein halbes Jahr bevor die ersten Fusion-CPUs von AMD das Licht der öffentlichen Welt erblicken sollten, mehren sich Informationen und Gerüchte um die Chips, die der Hersteller Accelerated Processing Units (APU) taufte. Nun gibt es neue Hinweise auf die integrierte Grafikeinheit der Prozessoren. Angeblich kommen dabei AMDs DirectX-11-GPUs der "Redwood"-Klasse zum Einsatz, so berichtet zumindest fudzilla.com. Redwood-GPUs werden bei den aktuellen Mainstream-Grafikkarten-Serien ATI Radeon HD 5550, HD 5570 und HD 5670 eingesetzt.

AMD - Integrierte Grafik der Fusion-CPUs auf Niveau einer Radeon HD 5500?

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Bislang gab es Vermutungen, dass AMDs Fusion-APUs über etwa 400 bis 480 Streamprozessoren verfügen werden. Entsprechend würde die nun genannte Redwood-GPU mit bis zu 400 Shadereinheiten - respektive 320 bei der HD 5550 - gut ins Bild passen. Fudzilla schreibt weiter, dass die Grafikleistung der Fusion-Chips in etwa auf dem Niveau der "Radeon HD 5500"-Serie liegen dürfte. Welche der beiden APUs "Llano" und "Ontario" dabei gemeint ist, bleibt allerdings unklar. Es wäre durchaus denkbar, dass AMD bei Ontario, mit effizienter aber vermutlich relativ schwacher Bobcat-CPU, eine weniger performante und entsprechend sparsamere GPU einsetzen wird als bei der Llano-APU, die auf höhere Leistung ausgelegt ist.

Wie auch bei den aktuellen Desktop-Grafikkarten, bestünde dabei natürlich die Möglichkeit, die GPU-Performance und Leistungsaufnahme durch (de)aktivieren von Shadereinheiten sowie Senkung oder Hebung der Taktraten anzupassen.
Auch wenn diese Informationen noch als inoffiziell und unbestätigt anzusehen sind, deutet sich an, dass AMDs Fusion-Prozessoren eine wesentlich höhere Grafikleistung bieten werden als aktuelle integrierte GPUs. Ob Intels "Sandy Bridge"-CPUs, die ebenfalls eine GPU beinhalten werden, mit der Grafikleistung von AMDs Fusion-Chips mithalten werden können, wird sich zeigen. Vermutlich wird die Stärke von Sandy Bridge aber eher im CPU-Teil liegen.

Nachdem AMD kürzlich eine Verzögerung der Llano-CPUs einräumen musste, wird voraussichtlich Ontario das erste Mitglied der neuen Fusion-Familie werden und Ende 2010 oder Anfang 2011 auf den Markt kommen. Ontario soll zunächst in schmalen, sparsamen Notebooks und Netbooks Verwendung finden.