Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass die Möglichkeit besteht, deaktivierte Kerne bei einigen 45-nm-CPUs von AMD freizuschalten. Einem User der Xtremesystems.org-Community ist es nun gelungen, den stillgelegten Level-3-Cache seines AMD Athlon II X4 620 zu aktivieren. Die ACC-Option im BIOS seines Biostar TA790GX A2+ machte dies möglich.

AMD - Aus Athlon wird Phenom: So einfach geht's

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Beweisfoto: So wurde aus einem Athlon ein AMD Phenom.
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Diese Meldung dürfte den ein oder anderen verwundern, da man bisher davon ausgegangen war, dass die Athlon-II-X4-CPUs (Propus-Kern) mit einer eigenen Maske hergestellt werden, die völlig auf den L3-Cache verzichtet, was auch die Chipfläche und somit die Produktionskosten verringern würde. Doch anscheinend nutzt AMD auch Deneb-DIEs (Phenom II X4) mit deaktiviertem dritten Zwischenspeicher für die Athlon-II-Quad-Cores, zumindest in diesem Fall.

Der stolze Besitzer, des zum Phenom-II-X4 verwandelten Prozessors, ließ noch einige Benchmarks mit aktiviertem L3-Cache laufen, wobei sich herausstellte, dass der freigeschaltete Zwischenspeicher durchaus funktionstüchtig war. Zum Beleg stellte er Screenshots der Benchmarks - mit und ohne Level-3-Cache - online (zu sehen in unserer Bilderstrecke).

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Vermutlich wird AMD die beschnittenen Deneb-Cores für die Athlon-II-X4-Prozessoren nur in der Anfangsphase verwenden. Es ist davon auszugehen, dass später die Propus-Kerne, die komplett ohne L3-Cache daherkommen, eingesetzt werden um die Herstellungskosten geringer zu halten.