Im nächsten Jahr will AMD neue Server-Plattformen einführen, die auf neue CPU-Sockel, Chipsätze und Prozessoren setzen. Für die sogenannte "Maranello"-Plattform mit dem Sockel G34 hat der Chipentwickler eine ganz besondere CPU vorgesehen, die mit bis zu 12 Kernen ausgestattet ist. Sie trägt den Codenamen Magny-Cours. Bereits im März des nächsten Jahres soll Magny-Cours in Form der "Opteron 6000"-Serie an den Start gehen.

AMD - 12-Core-CPU Magny-Cours im März

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AMD legt im neuen Jahr mächtig vor.
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Die Prozessoren basieren dabei auf der K10.5-Architektur in 45 nm Strukturbreite. Neben den 12-Kern-Chips sollen auch Modelle mit acht Kernen kommen. Dabei werden jeweils zwei Quad-Core-Dies, respektive zwei Six-Core-Dies, auf der Trägerplatine verlötet. Die Kapazität des gemeinsamen L3-Cache wird 12 MB betragen, während jeder einzelne Kern auf 512 KB dedizierten L2-Cache zugreifen kann. Außerdem wird der HyperTransport-Bus eine Frequenzerhöhung erfahren und dann mit bis zu 6,4 GT/s arbeiten, während aktuelle Opterons sich mit maximal 4,8 GT/s begnügen müssen. Weiterhin werden die Speicherkanäle auf vier verdoppelt (Quad-Channel), wobei dann auch erstmals DDR3 unterstützt wird.

Diese Informationen sind bereits seit längerem bekannt und gelten spätestens seit der Vorstellung der jüngsten Server-Roadmap auf dem AMD Financial Analyst Day 09 als bestätigt. Jetzt sind allerdings erste Informationen zu den voraussichtlichen Taktraten von Magny-Cours aufgetaucht. Wie xbitlabs.com berichtet soll es drei Opteron 6000 Modelle geben, deren 12 Rechenkerne mit 1,9 GHz, 2,1 GHz und 2,2 GHz takten. Zusätzlich werde es auch eine Special Edition (SE) mit 2,3 GHZ geben sowie eine stromsparendere Variante (HE) mit 1,7 GHz.

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Die entsprechenden Pendants mit acht Kernen sollen Frequenzen von 2,0 GHz, 2,3 GHz und 2,4 GHz vorweisen, wozu sich noch zwei HE-Modelle mit 1,8 oder 2,0 GHz gesellen, die eine verringerte TDP besitzen. Letztere soll bei den Prozessoren für den Sockel G34 etwas höher ausfallen als bei der vorherigen Plattform und bei 85 W, 115 W beziehungsweise 140 Watt liegen. Dabei zollt man natürlich einen Tribut an die hohe Kernanzahl. Um trotzdem einigermaßen im Rahmen der üblichen TDP-Werte zu bleiben, fallen die Taktraten relativ gering aus. Zusätzlich werde der Northbridge-Takt (Speichercontroller und L3-Cache) auf 1,8 GHz gesenkt. Um den Stromverbrauch weiter zu verringern setzt man auf Technologien wie C1E und "Cool Speed". Es ist auch davon auszugehen, dass der 45-nm-Fertigungsprozess bis dahin weiter optimiert wurde, was auch beim neuen C3-Stepping der Desktop-CPUs zu sehen ist.