Schon länger ist bekannt, dass Siemens aus der Herstellung von Computern aussteigen möchte. Im Jahre 1999 entstand der größte europäische Computerhersteller Fujitsu Siemens Computers (FSC) durch den Zusammenschluss der einzelnen Computersparten von Fujitsu und Siemens. Das Joint-Venture war auf zehn Jahre beschränkt und läuft daher im September nächsten Jahres aus.

Wie Golem mit Berufung auf die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei berichtet, sind die Verhandlungen zwischen den beiden Unternehmen nun abgeschlossen und der Ausstieg von Siemens beschlossene Sache. Für den 50-Prozent-Anteil von Siemens zahlt Fujitsu 500 Millionen Euro, also genau die Hälfte von Siemens'’ Forderung. Der Preis kann allerdings in Abhängigkeit von den Kosten für die Pensionskasse weiter steigen. Erst im November 2008 soll der Ausstieg bekannt gegeben werden, mit Abwicklung im Herbst 2009.

FSC hat 10.500 Beschäftigte, davon 6200 in Deutschland. Laut Focus soll von den beiden Montagestandorten in Augsburg und Sömmerda nur das Augsburger Werk mit seinen 2000 Beschäftigten weitergeführt werden. Außerdem soll der derzeitige Chef Bernd Bischoff durch den Finanzvorstand Kai Flore ersetzt werden.