Alle Welt (zumindest die Welt der Computer- und Videospiele) redet zur Zeit nur noch von den beiden kommenden Next-Gen-Konsoen Xbox One und PS4. Da gerät Nintendos Wii U doch etwas ins Hintertreffen. Es scheint, als hätten die Spieler die Konsole schon längst vergessen. Doch Warren Spector bleibt zuversichtlich, dass Nintendo das Blatt noch wenden kann.

"Ich habe meine Begeisterung für Nintendo bislang immer sehr offen gezeigt," so Spector. "Ich denke, wir brauchen ein Unternehmen, das sich den Spielen widmet. Jedes Mal wenn ich Nintendo besuche, bin ich erleichtert darüber, Zeit an einem Ort verbracht zu haben, wo man einfach spüren kann, wie sehr alle Spiele lieben. Und ehrlich, wie oft haben die Leute Nintendo bereits abgeschrieben? Ich denke, man unterschätzt sie auf eigene Gefahr."

Nach dem Flop von Micky Epic: Die Macht der 2 und der Schließung von Junction Point Studios, Spectors Entwicklerstudio, haben ihn sehr viele Firmen kontaktiert, doch Spector sei sich noch nicht sicher, ob er jemals wieder Fuß in dieser Industrie fassen möchte.

"Ich war erschöpft und ausgebrannt als Junction Point Studios geschlossen wurde. Du versuchst 30 Jahre ohne Urlaub zu arbeiten. Ich hatte es mir in den Kopf gesetzt, zu Hause zu bleiben, bis ich gelangweilt davon wäre, wann immer es gewesen wäre. Ich wollte nicht raus gehen und irgendwas suchen, aber ich habe wissen lassen, dass ich mit jedem reden würde, der mich sprechen wolle, egal ob Start-Up oder multinationale Corporation. Ich würde zuhören, und wenn sich das Richtige darunter befindet, würd ich es einfach tun."

Spector gibt zu, dass er darauf gehofft habe, dass sich schlussendlich nichts derartiges zeigen würde. Es habe ihm geschmeichelt, dass doch so viele Leute das Gespräch mit ihm suchten und sich darunter doch einige sehr ansprechende Möglichkeiten ergeben hätten. "Ich spreche also momentan mit einigen Leuten und schau mir an, wie perfekt die Möglichkeiten sind. Vielleicht seht ihr mich bald wieder. Oder auch nicht. Ich lass es einfach auf mich zukommen."

Momentan gibt Spector an der University of Texas in Austin Unterricht in einem Videospiele-Entwicklungs-Programm. Der legendäre Spiele-Designer erschuf mit System Shock, Deus Ex und Thief einige wegweisende Spiele. In letzter Zeit machte er aber eher dadurch von sich reden, dass er über, seiner Meinung nach überflüssige Spiele wie Wolfenstein: The New Order oder Lollipop Chainsaw redete.

Vielleicht ergibt sich die Gelegenheit und er kehrt wieder in die Welt der Spiele zurück.