Hessens Verbraucherschutzministerin Lucia Puttrich fordert im Vorfeld der in Kürze stattfindenden Verbraucherschutzministerkonferenz ein Rücksenderecht für alle Apps bzw. Software.

Schließlich gebe es für jedes Kleidungsstück auch ein Rückgaberecht, während man die App aber nach dem Download behalten müsse - ob sie gefalle oder nicht. "Beim Download von Apps sind ein Widerruf des Vertrages und eine Rückgabe bisher oft nicht möglich. Das ist dem Verbraucher meist nicht bewusst. Der Verbraucher muss aber die Chance haben, sich zu entscheiden, ob ihm ein Produkt gefällt oder nicht", erklärte Puttrich.

Daher fordert sie die Bundesregierung dazu auf, sich bei der Umsetzung der "EU-Verbraucherrechterichtlinie in nationales Recht für einen Ausgleich für das beim Kauf digitaler Güter mit Beginn des Downloads erlöschende Widerrufsrecht" einzusetzen.

So könnten die Anbieter beispielsweise dazu verpflichtet werden, Demoversionen für ihre Dateien anzubieten - darunter auch Musik.

Ansonsten will sich die Ministerin ebenso für mehr Transparenz und Klarheit der Informationen bezüglich des mobilen Einkaufs sowie der Kaufabwicklung über das Internet einsetzen. Hier sagt sie: "Die wesentlichen Informationen für die Nutzer und Einwilligungserklärungen müssen so gestaltet sein, dass sie auf den Endgeräten angemessen zur Kenntnis genommen werden können und der Verbraucher diesen zustimmen kann. Hierfür müssen die Geräte-Hersteller und Entwickler von Apps sorgen."

Da immer mehr Verbraucher mit ihren mobilen Geräten einkaufen und Bankgeschäfte tätigen, müssten diese "klar verständliche und übersichtliche Informationen erhalten".