Anscheinend entgeht Wikileaks-Gründer Julian Assange einer Anklage in den Vereinigten Staaten. Das berichtet die Washington Post und beruft sich dabei auf ungenannte Regierungsvertreter als Quelle.

Die finale Entscheidung darüber sei aber noch nicht gefallen. Das Justizministerium prüfte eine Anklage gegen Assange, wobei laut der New York Times das Gericht hier vor einem Problem stehen würde.

Sollte Assange nämlich angeklagt werden, müssten sich ebenso amerikanische Medien und Journalisten vor Gericht verantworten, die die Dokumente von Wikileaks veröffentlichten. Somit erkennt man also Wikileaks als journalistische Institution an.

Ansonsten soll bei der Prüfung positiv mit eingeflossen sein, dass Assange selbst nicht die Dokumente entwendet, sondern nur an die Öffentlichkeit gebracht habe.

Empfänger derartiger Dokumente / Geheimnisse wurden von der US-Regierung bislang nicht belangt, zumal das der in der Verfassung festgeschriebenen Pressefreiheit widersprechen würde. Überwachungen von Telefonaten aber gab es, um an die Quellen der Journalisten zu gelangen.

Assanges Rechtsanwalt Barry Pollack zeigt sich unterdessen noch sehr skeptisch darüber, da man das Justizministerium mehrfach aufgefordert habe, den aktuellen Stand des Verfahrend mitzuteilen. Allerdings hätten sie dies immer abgelehnt und auch keine Informationen darüber preisgegeben, dass die Untersuchungen wohl eingestellt werden.

Aufsehen erregte Wikileaks 2010 und 2011, als unzählg viele Dokumente des amerikanischen Außenministeriums veröffentlicht wurden - darunter auch die Kriege im Irak und in Afghanistan betreffend.

Mit Inside Wikileaks ist in den Kinos aktuell ein Film mit Daniel Brühl und Benedict Cumberbatch in den Hauptrollen zu sehen.